Freitag, 22. Februar 2019

Hallo meine Lieben. Ich weiß eigentlich gar nicht was oder worüber ich schreiben soll. Ich fange im Moment sowieso nichts produktives mit meinem Leben an. Sitze den ganzen Tag nur rum und kann mich zu nichts aufraffen. Schlafe entweder 10 Stunden am Stück oder gar nicht. Warte auf irgendetwas, keine Ahnung worauf. Vielleicht darauf dass endliche eine zufällige Fügung kommt, die mich meinen Scheiß in den Griff kriegen lässt. Oder auch einfach nur darauf dass ich endlich den Mut finde dem Dreck hier ein Ende zu setzen. Was meine Suizidalität betrifft geht es mir noch immer nicht besser. Eher das Gegenteil ist der Fall. Ich weiß einfach nicht weiter. Alex ist nicht hier um mir zu helfen und in der kurzen Zeit die er hier war diese Woche wollte ich ihn nicht mit meinen Selbstmordgedanken belästigen, sondern dafür sorgen dass wir eine schöne Zeit haben. Er kann ja auch nicht permanent neben mir sitzen und mein Händchen halten bis alles wieder gut ist. Ich müsste mir endlich eine scheiß Therapie suchen, aber ich habe zu viel Angst davor. Dann die ganze Planung, ich fange doch im April meine Ausbildung an und weiß nicht wie mein Alltag dann aussehen wird, wo eine Therapie dann rein passen würde. Und vorher bekomme ich vermutlich keinen Termin mehr, also kann ich mir das schenken. Doch was soll ich stattdessen machen? Ich habe die Schnauze so voll alles nur auszusitzen, finde aber einfach nicht die Kraft irgendwas in die Hand zu nehmen. Und ich kann nicht immer erwarten dass irgendwer kommt und die Dinge für mich regelt. Alex hat zwar gesagt dass er für mich die Therapeuten anruft, um mir diesen schlimmen Part abzunehmen, aber im Gegensatz zu mir hat er einen Job und ein gefülltes Leben und eigentlich nicht wirklich viel Zeit sich auch noch um meinen Mist zu kümmern. Ich hingegen habe haufenweise Zeit. Die ich aber eben nur damit verbringe nichts zu tun und darauf zu warten dass Alex von seinen Montagen wieder da ist. Immerhin habe ich es letzte Woche als er in Stuttgart war geschafft mich nicht zu besaufen. Außer an dem Tag als er zurück gekommen ist, aber das war nicht geplant. Ich bin halt schon etwas früher zu ihm gegangen, um mich schonmal um die Katze zu kümmern und Müll rauszubringen und sowas und dann habe ich seinen Bruder und seinen Vater getroffen. Bin dann bei seiner Familie hallo sagen gegangen und sein Bruder hat ne Flasche Wodka auf gemacht. Da es noch fast zwei Stunden gedauert hat bis Alex gekommen ist war die Flasche bis dahin leer und ich etwas angeschickert. Aber naja, es ging sich mir auch eigentlich nur darum dass ich nicht alleine zuhause sitze und frustsaufe. In Gesellschaft trinken ist ja okay. Morgen kommt Alex dann von der nächsten Montage zurück, habe heute dann schonmal was für morgen Abend zuessen eingekauft, Bier steht noch bei ihm und dann machen wir uns einen schönen Abend. Morgen bin ich tagsüber ein paar Stunden mit meinem Vater unterwegs, da komme ich wenigstens was raus und sitze nicht die ganze Zeit deprimiert auf dem Sofa rum.
Naja, ich hoffe ihr habt einen guten Start ins Wochenende und euch geht es gut. Wir hören uns meine Lieben!

Freitag, 15. Februar 2019

"We're so distracted by how things end, we usually forget how beautiful the beginning was"
Heute vor 4 Jahren hat es damals begonnen. Als Laura dich fragte, ob du einen Shot mit uns trinken willst. Und bei Gott, ich habe mich so unsterblich in dich verliebt. Du warst es. Die Liebe meines Lebens. Es gibt so viele Dinge, an die ich mich unfassbar gerne erinnere. Du hast mich gerettet, vor mir selbst, vor meinen Dämonen. Die ersten zwei Jahre war unsere Beziehung für mich der Himmel auf Erden. Zusammen haben wir so viele erste Male erlebt, so viele einzigartige Dinge. Doch dann kamen diese verdammten Tabletten, die die Liebe meines Lebens getötet haben. Ich habe nie aufgehört dich zu lieben, doch der Junge, in den ich mich verliebt hatte war unwiderruflich gestorben. Es tut mir Leid, dass ich das so hart sage, aber so empfinde ich es. Ich vermisse diesen Jungen jeden verdammten Tag und er wird mir den Rest meines Lebens fehlen. Als wir uns getrennt haben hast du mich gefragt ob ich glaube dass wir irgendwann keine Gefühle mehr füreinander haben werden. Ich habe dir geantwortet dass ich mir das nicht vorstellen kann. Und davon bin ich noch immer überzeugt. Auch wenn du nicht mehr der Junge bist, in den ich mich damals verliebt habe, ich liebe dich trotzdem und daran wird sich niemals etwas ändern. Du bist ein ganz besonderer Mensch für mich, der mich eine lange Zeit meines Lebens begleitet hat und ich hoffe dass du auch weiterhin ein Teil davon bleiben wirst und wir die Verbindung die wir zueinander haben nicht verlieren, auch wenn wir nicht mehr zusammen sind.
Ich weiß dass ich vermutlich nicht das Recht habe all das zu sagen, wo ich doch diejenige war.die diese wundervolle Beziehung beendet hat. Aber ich musste diese Gedanken, die mir ewig im Kopf herum schwirren einfach einmal loswerden. Und gerade heute, der Tag an dem wir 4 Jahre lang zusammen gewesen wären, merke ich besonders wie sehr ich dich vermisse. Das heißt nicht, dass ich jetzt nicht glücklich bin, denn das bin ich. Es tut nur trotzdem weh dich verloren zu haben. Und vielleicht werde ich es irgendwann bitterlich bereuen dass ich dich habe gehen lassen. Doch ich muss für mich herausfinden was die beste Entscheidung gewesen wäre und dies ist der einzige Weg. Würde ich dieses Risiko nicht eingehen, dann hätte ich mich ewig gefragt ob ich einen Fehler gemacht habe. Nun werde ich es irgendwann wissen. Und ich weiß du wirst deinen Weg auch ohne mich gehen und eine neue Partnerin finden. Eine die dich mehr verdient als ich. Ich will nur dass du weißt dass ich trotzdem immer für dich da bin und du immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hast.
Du hast mich auch gefragt was ich nun mit all den Dingen mache die du mir geschenk hast. Ich habe dir geantwortet, dass ich sie aufheben werde. Denn auch wenn wir nicht mehr zusammen sind, verlieren sie für mich trotzdem niemals ihre Bedeutung. Weil ich dich für immer liebe mein Engel. Was auch immer das noch bedeutet. Für dich.


Mittwoch, 13. Februar 2019

Wow, das mit dem regelmäßig melden hat ja echt toll geklappt. Was soll ich sagen? Ich habe es in den letzten zwei Monaten geschafft mein Leben nochmal komplett auf den Kopf zu stellen und habe mich nicht getraut das ganze schriftlich festzuhalten, weil ich mir nicht zugetraut habe darüber schreiben zu können. Ich weiß auch jetzt noch nicht wie und was ich sagen soll, deshalb haue ich es einfach schonungslos raus. Sven und ich haben uns getrennt und ich bin jetzt mit einem anderen Jungen zusammen. Bam. Warum? Weil ich mich in den Kerl verliebt habe, wir uns betrunken geküsst haben und ich es dann nicht mehr geschafft habe mich von ihm fern zu halten. Ich habe es Sven ein paar Tage verschwiegen, habe versucht mir über meine Gefühle klar zu werden und habe dann mit Sven geredet, ihm gesagt was passiert ist. Er hat mich gebeten nochmal ein paar Tage darüber nachzudenken was ich will und gesagt dass er glaubt wir würden das wieder hinbekommen. Ich hatte leider nicht das Gefühl, dass wir das wieder hinbekommen könnten, weswegen ich jetzt nicht mehr mit Sven zusammen bin. Es war so viel mehr als ich jetzt schreiben könnte in dieser Zeit, diesen kurzen Tagen, ich war emotional vollkommen am Ende, habe nur noch geheult. Aber genauer kann ich darauf noch immer nicht eingehen, weil ich sonst nur wieder in Tränen ausbrechen würde. Sven und ich stehen momentan hin und wieder in Kontakt, aber mehr um Sachen zu regeln, die wir jetzt halt regeln müssen. Er fehlt mir und ich hoffe sehr, dass wir uns irgendwann als Freunde wieder gut verstehen werden, aber momentan braucht er Abstand und ich wahrscheinlich auch. Und ich weiß, dass es nicht klug ist sich direkt in eine neue Beziehung zu stürzen, aber die Gefühle haben sich eben schon entwickelt. Der Typ mit dem ich jetzt zusammen bin heißt übrigens Alex. Er war der Kumpel, mit dem ich mich hin und wieder zum saufen getroffen hatte, wie sich einige vielleicht schon denken können. Außer mir und Alex konnte sich nämlich irgendwie jeder in meinem Umfeld denken dass zwischen uns was läuft. Naja. Jetzt ist es passiert. Ich fühle mich Sven gegenüber unfassbar mies, wie auch nicht. Aber ich war noch nie gut darin mit dem Verstand Entscheidungen zu treffen oder rational zu denken, wenn Emotionen im Spiel sind. Jetzt bin ich seit gut sechs Wochen mit Alex zusammen. Er ist ein toller Partner und hat auch Verständnis dafür, dass die Trennung von Sven für mich nicht einfach so erledigt ist. Er ist generell extrem verständnisvoll und bemüht mit meinem Wahnsinn klar zu kommen. Leider ist er beruflich viel unterwegs und ist gerade für eine Woche in Stuttgart. Das ist echt hart für mich, ihr wisst ja wie schnell ich mich von meinem Partner emotional abhängig mache und das passiert auch hier. Wenn er weg ist, bin ich permanent in einem Tief, absolut antriebslos und weiß gar nicht wohin mit mir oder mit meinen Emotionen. Anfang des Monats war er für fünf Tage in Leipzig. Ich habe mich jeden Tag betrunken. Dachte, ich halte das nicht aus, weswegen ich mich nach ner Flasche Wodka hingesetzt habe und Abschiedsbriefe schrieb und mir eine Rasierklinge in die Pulsader gerammt habe. Als Alex gestern wieder gefahren ist, hätte ich das ganze am liebsten wiederholt. Aber ich muss irgendwie lernen damit klar zu kommen, denn er wird nichts daran ändern können. Naja, er hat zwar gesagt er will versuchen weniger auf Montagen zu fahren, aber er kann sich nicht durchsetzen. Er sagt dann lieb bitte bitte und wenn der Leiter dann trotzdem sagt dass er fahren muss dann widerspricht er nicht mehr. Deswegen wird er auch nächste Woche für 3 Tage weg sein, nachdem er gerade mal zwei Tage zuhause war. Wird dann Anfang März nach München fahren, wohin er mich allerdings mitnehmen will. Dann muss er wenig später erneut nach München, Ende März nach Hannover, irgendwann noch nach Nürnberg und im Sommer sogar nach Barcelona. Und dort wird er vermutlich um die 3 Wochen am Stück sein. Wie ich das überleben soll? Keine Ahnung. Wenn ich nur daran denke breche ich in Tränen aus. Wenn im April meine Ausbildung startet werden wir noch weniger Zeit haben, weil ich dann eben auch nicht immer kann. Wie führen andere Menschen ein geregeltes Leben? Echt, es ist mir ein vollkommenes Rätsel wie man es emotional aushalten soll seinen Partner nur ein paar Stunden am Tag zu sehen und die restliche Zeit mit schlafen und arbeiten verbringt. Was ist das denn bitte für ein Leben? Vielleicht verstehe ich es in ein paar Monaten, doch das kann ich mir nicht vorstellen. Ich kann mir eher vorstellen dass ich irgendwann vor nen Zug springe, weil es mich so unglücklich machen wird. Alex wird ständig nicht da sein, wenn er da ist werde ich arbeiten müssen, meinen Urlaub kann ich mir während der Ausbildung auch nicht selbst einteilen, das heißt der fällt wahrscheinlich genau so dass ich frei habe wenn Alex ewig auf Montage ist, damit ich noch mehr Zeit habe mich schlecht zu fühlen und mir zu wünschen ich wäre tot damit ich das nicht mehr ertragen muss...Okay ihr merkt schon, ich bin momentan hart am Arsch und etwas zu suizidal. Aber egal, vielleicht legt sich das ja wieder. Ich würde mich ja in die Klapse einweisen lassen, aber da ich gedenke dort zu arbeiten ist das vielleicht keine gute Idee. Wobei es mir schon echt beschissen gehen muss wenn ich freiwillig in die Klapse gehen würde. Naja, ich muss einfach lernen mit der neuen Lebenssituation umzugehen, das wird schon mit der Zeit werden hoffe ich. Es ist halt ungewohnt, dass mein Partner nicht immer in Reichweite ist. Alex wollte mich eigentlich nach seiner ersten Montage fragen wie es für mich war, damit er rechtzeitig merkt wenn ich damit nicht klarkomme. Aber wir haben das damals nicht vertieft und ich wüsste auch nicht was ich ihm sagen soll. Nein, ich komme damit absolut nicht klar, ich bin so dermaßen depressiv und suizidal wenn er auf Montage fährt und das legt sich auch bisher nicht. Vielleicht kommt das noch, keine Ahnung. Doch selbst wenn er mich fragt und selbst wenn ich ihm das so sagen würde, ändern würde es doch nichts. Er kann anscheinend nicht seltener auf Montage fahren und würde sich dann nur mies fühlen, weil er nichts daran ändern kann dass es mir damit scheiße geht. Vielleicht versteht er aber auch einfach noch nicht das volle Ausmaß meiner psychischen Probleme. Es gibt immer wieder Kleinigkeiten, die ihm entgehen. Er weiß noch nicht, dass er manchmal 10 Mal fragen muss bis ich ihm sage was los ist. Er hat noch kein Gefühl dafür mir anzusehen wenn etwas nicht stimmt. Für ihn haben sich manche Dinge schneller erledigt als für mich. Doch ich merke, dass er lernen will mit mir richtig umzugehen und ich sehe, dass er bemüht ist und das reicht mir für den Moment. Denn wenn das so bleibt, dann wird er es mit der Zeit lernen. Ich weiß nur noch nicht wie ich ihm alles beibringen kann, was er wissen muss. Doch auch das wird die Zeit mit sich bringen. Denn wie ich schon sagte, er ist ein toller Partner und deshalb bin ich überzeugt davon, dass wird das gemeinsam irgendwie schaffen. Ich muss es nur schaffen, solange zu überleben, was für mich gerade die größte Herausforderung darstellt. Aber auch das kriege ich hin, ich habe es schließlich bisher immer hingekriegt. Es ist mir zwar manchmal ein Rätsel, aber ich bin noch hier und das nun schon eine ganze Weile. Das ist doch wohl Beweis genug.
In diesem Sinne lasse ich euch jetzt erstmal darauf klarkommen was hier in den letzten Wochen so abgegangen ist. Ich weiß noch nicht, wann ich mich das nächste Mal melde, denn wie ihr seht versuche ich immer noch, mein Leben im Griff zu halten und das ist echt anstrengend. Also, noch einen schönen Abend, eine erfolgreiche Woche und bald ein wundervolles Wochenende. Bis bald meine Lieben.