Montag, 25. Juni 2018

Hallo ihr. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es hagelt irgendwie gerade Scheiße in meinem Leben, das ist echt anstrengend. Das Schlimmste zuerst: Svens Mutter ist am Freitag fast gestorben. Sie hat ihre erste Chemo bekommen und davon einen anaphylaktischen Schock bekommen, lag zwei Tage auf der Intensivstation, ist aber mittlerweile zum Glück wieder stabil und auf einer normalen Station. Natürlich möchte sie jetzt keine Chemo mehr machen, was ich voll und ganz verstehen kann. Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass die Ärzte erstmal checken, ob es Allergien oder Unverträglichkeiten bezüglich der Inhaltsstoffe gibt? Ja, eigentlich schon. Hab ich direkt gesagt, man sich vorher angucken, was in dem Scheiß drinnen ist und was es für Nebenwirkungen geben kann, weil ich das alles schon durch habe? Ja, eigentlich schon. Naja, die Alternative ist jetzt direkt zu operieren und dann zu bestrahlen. Ich will ja nicht besserwisserisch klingen, aber wer hat gesagt, die sollen direkt operieren? Achja, das war ich. Wie schön, dass ich mehr Ahnung habe als jeder Arzt, der mir bisher untergekommen ist. Gibt es sowas wie medizinische Berater für Patienten? Jemanden, der die Behandlung der Ärzte checkt und eventuell zu Alternativen raten kann? Falls nicht sollte ich diesen Beruf unbedingt einführen. Dafür bräuchte man auch kein 1,0er Abi, sondern nur gesunden Menschenverstand. Mein Gott, ich hasse Menschen. In der Uni gehen sie mir gerade auch alle auf den Sack, einer meiner Profs ist pissig, weil einige Leute in den Übungen einfach die Musterlösungen vom letzten Jahr abgegeben haben (*hust* ich würde sowas natürlich nie tun *hust*) und stellt jetzt extra schwere, neue Aufgaben und es wird noch bis 3 Tage vor der Klausur Übungsblätter geben, die für die Zulassung zählen. Damit man auch ja keine Zeit hat für die Klausuren zu lernen. Also ich schreibe innerhalb von 2 Tagen 3 Klausuren und habe überhabt keine Zeit vorher zu lernen, wenn ich meine Zulassung bekommen möchte. Ich sitze 4 Tage an diesem scheiß Übungsblatt, habe 2 Tage die Woche richtig lange Uni und den letzten Tag nutze ich dann, um mal was für meine 3 anderen Module zu tun. Also ja, das pisst mich momentan ziemlich an, weil ich nämlich wirklich gerne schon beginnen würde, für die Klausuren zu lernen...Eigentlich würde ich es nämlich sehr begrüßen, mal auf Anhieb die ein oder andere Klausur zu bestehen, weil ich im Sommer auch gerne mal ein paar Tage frei haben würde. Aber so wird das nichts... Und da ich so unfassbar belastbar bin, verkrieche ich mich bei dieser Aussicht nur noch im Bett und schaffe einfach gar nichts mehr. Argh.
So, dann habe ich mir fest vorgenommen, morgen früh die Suche nach einer neuen Therapie zu starten. Als erstes will ich mich bei einer Art Zentrum für Psychologie melden, das ist so eine Vereinigung im Bonner Raum, die die örtliche Versorgung rund um Psychotherapie und sowas verbessern wollen, die können einen dann etwas schneller als normalerweise weiter vermitteln, das finde ich ziemlich vielversprechend.
Tut mir Leid, mein Post ist heute irgendwie wenig strukturiert, ich weiß momentan echt nicht mehr wo mir der Kopf steht. Ich kann meine Gedanken gar nicht so schnell fassen, wie sie kommen und gehen. Überforderung und so. Nebenbei schreibe ich gerade auch irgendwie als wäre ich 12. Ich spüre meine Gehirnzellen sterben, dabei bin ich gar nicht betrunken oder sowas. Ich beende den Post dann an dieser Stelle, bevor das noch schlimmer wird. Wir hören uns nächste Woche wieder.

Montag, 18. Juni 2018

Guten Abend meine Lieben. Ich habe mir heute mal die Zeit genommen und meinen Blog etwas überarbeitet. Also nicht das Layout, sondern die Seiten. Ich habe meine To-Do-Seite mal etwas aufgeräumt bzw. aktualisiert und ein paar Änderungen an der about me Seite vorgenommen. Die anderen Seiten sind unverändert. Nur falls es wen interessiert. So, worüber könnte ich heute so schreiben? Es gibt eigentlich nichts spezielles, was mir auf der Seele brennt.  Ich muss mal gucken, worüber ich letztes Mal geschrieben habe, vielleicht knüpfe ich dann einfach daran an.
Okay gut, also ich habe es bisher weiterhin durchgehalten, mich nicht zu schneiden, das ist schonmal gut. Ich muss sagen, es hat mir seit ich meine kleine Erinnerung geschrieben habe, wirklich sehr geholfen, einfach weiter zu machen, auch wenn ich nicht will. Ich gehe zur Uni, ich lerne, versuche ein Gleichgewicht zwischen Fleiß und Freizeitnutzung zu finden, was mir immer noch schwer fällt. Meistens, wenn ich aus der Uni komme, dann lege ich mich erstmal aufs Sofa, mach den Fernseher an und gehe auf Netflix. Und da bleibe ich dann stundenlang. Es ist ja in Ordnung und muss auch sein, mir 30-60 Minuten frei zu nehmen, um zu hause wieder etwas runter zu kommen, aber ich übertreibe es dann immer, was dazu führt, dass ich dann abends total gestresst mein Zeug für die Uni erledige und mich ärgere, dass ich keine Zeit für die Freizeitaktivitäten hatte, die ich eigentlich tun wollte, anstatt den halben Tag auf dem Sofa zu liegen. Naja, wenn ich weiterhin an mir arbeite, dann kriege ich bestimmt auch das in den Griff.
Dann habe ich mich am Samstag Abend nochmal mit Sophie getroffen. Ihr wisst ja bestimmt noch, dass ich mich alle paar Monate mal mit ihr treffe, einen trinke und so. Besonders, da wir so lange befreundet waren, finde ich es immer interessant zu hören, wie es ihr so ergangen ist und was es neues in ihrem Leben gibt. Wir haben immer reichlich Gesprächsstoff, was wohl auch daran liegt, dass wir uns ewig kennen. Sie weiß wie ich ticke, ich weiß wie sie tickt. Es ist einfach, mit ihr zu reden, was mich sehr fasziniert. Wir haben uns abends um 9 Uhr getroffen und haben uns um kurz vor 3 verabschiedet. Fast 6 Stunden, in denen wir uns nicht eine Minute angeschwiegen haben. Ganz ehrlich, mit Unibekanntschaften/-freunden hätte ich nach einer Stunde keinen Gesprächsstoff mehr, weil ich eigentlich kaum mehr jemandem irgendetwas über mich erzähle. Die einzigen Leute, die wissen, wie ich wirklich ticke, sind meine Jugendfreunde, allen Menschen, die ich später kennengelernt habe, habe ich nichts mehr über mich erzählt. Ich habe irgendwie keine Lust, neue Menschen kennenzulernen, Freundschaften zu pflegen und so einen Kram. Ich habe ein paar Menschen, die ich von früher kenne, mit denen ich mich gerne nochmal ab und an treffe, manche davon schimpfe ich sogar noch meine Freunde, aber alles andere ist mir in den letzten Jahren zu viel. Deshalb war es echt cool Sophie mal wieder zu sehen und mit ihr zu sprechen. Ihr fragt euch bestimmt, nach allem was ich damals über unser auseinandergehen geschrieben habe, wie ich mich gerne mit ihr treffen kann. Aber das waren Dinge, die ich in voller Wut geschrieben habe, dass ich selbst mit die Schuld dafür trage, habe ich damals nicht gesehen. Wir waren einfach Kinder, die sich gegenseitig nicht mehr geben konnten, was der jeweils andere brauchte. Wir hatten beide Probleme, mit denen wir fertig werden mussten. Auf eine vollkommen unterschiedliche Art und Weise waren wir uns viel zu ähnlich, das ist mir am Samstag nochmal besonders aufgefallen. Ich bin ihr nicht mehr böse für die Art, wie wir unsere Freundschaft beendet haben und ich denke, sie ist mit auch nicht mehr böse. Das ist noch etwas, was ich in den letzten Monaten geschafft habe. Ich habe mir abgewöhnt, gegen irgendwelche Leute Groll zu hegen oder sonstwas. Sei es Sophie, oder Doc, sogar mein Vater oder sonstige Streits, die ich irgendwem übel genommen habe. Ich habe jedem verziehen. Manche Sachen kann ich nicht vergessen, niemals, aber ich habe meinen Frieden mit den Menschen, die hinter diesen Erinnerungen stehen, geschlossen. Wie ich das gemacht habe weiß ich nicht und ob es jede dieser Personen verdient hat, da lässt sich vermutlich auch drüber streiten. Aber es geht mir besser damit. Es hat etwas Ruhe einkehren lassen und das ist Gold wert für mich. Bei manchen Menschen hätte es früher gereicht, sie kurz zu sehen, auf Facebook, oder gar auf der anderen Straßenseite, scheißegal. Ich wäre sofort auf 180 gewesen. Doch das hat sich geändert und das finde ich absolut positiv. Natürlich habe ich zu jedem Menschen eine Meinung, und bei einigen mag die nicht sonderlich positiv ausfallen. Aber ich bin jetzt in der Lage mit solchen Menschen zu sprechen, ohne das sofortige Bedürfnis zu verspüren, ihnen eine zu verpassen. Geil, oder :D? Wer hätte gedacht, dass ich jemals die Gelegenheit auslassen würde, jemanden auf die Fresse zu geben? Hurra, anscheinend habe ich mein Aggressionsproblem überwunden, ohne aktiv dafür zu arbeiten! Wäre doch schön, wenn das mit allen Problemen so einfach wäre. Naja, ist es leider nicht, also werde ich an allen sonstigen Problemen weiterhin arbeiten müssen. Doch ich bin mir sicher, irgendwann werde ich soweit sein und das hinbekommen.
In diesem Sinne wünsche ich euch eine angenehme und nicht allzu stressige Woche, bis dann meine Lieben!

Samstag, 9. Juni 2018

Jooo, was geht? Ich weiß, ich habe mich mit "bis nächste Woche" verabschiedet, aber ich dachte ich gebe euch mal ein Update. Naja, eigentlich bin ich nur betrunken und muss meine Gedanken und dieses ganze schwule Zeug irgendwie los werden. Also ja, ich habe was getrunken. Eigentlich wollte ich mit meinem Vater und seinen Bekannten nur ein Bier trinken, aber irgendwie ist daraus deutlich mehr geworden und ich war innerhalb kürzester Zeit voll. Gut, ich habe seit heute früh um 10 Uhr nichts mehr gegessen und wir haben zum trinken in der prallen Sonne gesessen, aber naja. Jedenfalls habe ich ein paar kurze mehr getrunken als geplant, und ich bin dann vor einer halben Stunde nach hause gegangen, weil ich gesagt habe, ich müsste noch was für die Uni machen. Natürlich bin ich nicht mehr in der Lage, was für die Uni zu machen, doch das hat da keiner gemerkt. Ich wollte einfach nur die sturmfreie Bude genießen. Mein Vater ist nämlich gerade in der Midlife Crisis angekommen und verbringt seine Samstag Abende damit, mit 20-23-jährigen Leuten am See zu sitzen und zu trinken. Also habe ich ihn da gelassen, ich rechne so in 2-3 Stunden mit seiner Heimkehr.
Ich weiß, dass ich super sensibel auf Alkohol reagieren, aber ich trinke doch so gerne. Ersatzbefriedigung so und. Wenn ich mich nicht schneide, dann trinke ich, oder ich kiffe oder hungere. Irgendwas mache ich immer. Wenn ich getrunken habe, wird das Bedürfnis, mich zu schneiden immer größer. So auch heute Abend. Während ich so nach hause gegangen bin, habe ich mir nichts mehr gewünscht, als mich zu schneiden. Geistesgegenwärtig wie ich vorher war, habe ich nichts bei mir gehabt, mit dem ich mich hätte schneiden können. Aber ich wollte. Und ich habe mich erinnert, an das, was ich heute Nachmittag geschrieben habe. Natürlich habe ich all das für Schwachsinn erklärt und wollte mir nur noch so tief ich kann in den Arm schneiden. Doch auch jetzt, wo ich zu hause angekommen bin, mache ich es nicht. Ich will, aber ich halte dagegen an. Denn wenn ich mich jetzt schneide, stehe ich wieder ganz am Anfang. Nach einem Schnitt sind die ersten 2 Wochen die härtesten, jedenfalls meiner Erfahrung nach. Danach geht es. So nach ca. 3 Monaten wird es dann wieder härter, also für mich relativ bald und dann mal sehen. Länger als 4 Monate habe ich es nie geschafft. Ich habe keine Ahnung, wann es dann wieder einfacher wird, meiner Erfahrung nach war es zwischen dem 3. und 4. Monat immer so hart, dass ich dem Drang nachgegeben habe und wieder am Anfang stand. Und dann braucht man immer wieder eine Weile, bis man den nächsten Versuch wagt, weil wie gesagt die ersten 2 Wochen echt hart sind. Aber wie gesagt, ich halte dagegen. Ich frage mich gerade nur eins: Warum ist es für mich erstrebenswerter, mir einen Schnitt zu verpassen, der genäht werden müsste, als sagen so können "Jo, ich habs geschafft so und so viele Monate schnittfrei" zu sein? Warum? Ich verstehe es nicht? Ich weiß nur, dass ich so fühle. Aber wieso, verdammt? Wieso finde ich es toll, wenn ich mich richtig tief schneide? Was erwarte ich, was andere Leute denken, wenn sie das sehen? "Boa ist die geil, die Wunde ist ja sooo tief, Respekt"? Kein Mensch denkt sowas. Außer die Stimmen in meinem Kopf. Die Stimmen, die mir sagen scheiß auf deine Vorsätze, danach wirst du dich besser fühlen. Die Stimmen die mir, wenn ich mich nicht tief genug schneide sagen, dass ich ein Versager bin, der sich nicht mal ordentlich ritzen kann. Ganz ehrlich, fickt euch. Wieso sollte ich auf so einen Schwachsinn hören. Vielleicht, weil ich es die letzten 9 Jahre genau so gemacht habe, okay, aber Zeiten ändern sich, also fickt euch. Schreit, so laut ihr könnt, ich kann so viel trinken, bis auch die letzte Stimmer verstummt. 
Hey ihr Lieben! Aus irgendeinem Grund ist heute mal wieder so ein Tag, an dem ich mich nicht entscheiden kann, wie ich mich fühle. Heute morgen habe ich mir noch gedacht, ich schreibe heute darüber, wie motiviert ich mich fühle und dass ich gerade alles dafür gebe, mein scheiß Leben in den Griff zu kriegen. Aber jetzt, wo ich mich tatsächlich vor den Laptop setzte und etwas schreibe, fühle ich mich nicht mehr so gut. Ehrlich gesagt würde ich mich gerade am liebsten einfach im Bett verkriechen und für immer darin liegen bleiben. Doch ich versuche das Gefühl von heute früh wieder zu bekommen. Bestimmt bin ich gerade nur so schlecht drauf, weil ich die letzten 3 Stunden ununterbrochen für die Uni gelernt habe, da kann man ja nur schlecht drauf sein :D. Aber ich muss sagen, in der Uni läuft es in letzter Zeit erstaunlich gut. Am Montag habe ich das Ergebnis meiner Probeklausur bekommen, wenn das eine richtige Klausur gewesen wäre, dann hätte ich genug Punkte gehabt, um zu bestehen, das ist schon ziemlich nice. Durch die Vorbereitung auf die Probeklausur habe ich den Stoff der ersten Semesterhälfte zumindest in diesem Modul schon recht gut gelernt und hoffe, dass mir das bei der richtigen Klausurvorbereitung helfen wird. Für das zweite Modul, das ich dieses Semester belegt habe, bin ich heute auch damit fertig geworden, den bisherigen Stoff in einem Lernheft zusammenzufassen. Außerdem habe ich mir Karteikarten gemacht, mit kurzen Fragen, die am Anfang der Klausur abgefragt werden. Für das dritte und vierte Modul habe ich dieses Semester immer direkt nachgearbeitet, indem ich mir ein Skript zu den Vorlesungen schreibe, mit dem ich später lernen kann. Und genau das sind die Gründe für meine Motivation. In den vergangenen Semestern habe ich es nie geschafft, so frühzeitig mit der Klausurvorbereitung zu beginnen, bzw. wenn dann nur in einem Modul. Daher hoffe ich, dass ich dieses Pensum bis zu den Klausuren aufrecht erhalten kann, um in diesem Semester mal eine 100%ige Bestehensquote zu schaffen. Nicht gerade ein bescheidenes Ziel, wenn man sich meine vergangenen Quoten ansieht: Im ersten Semester waren es immerhin noch 75%, im zweiten schon nur noch 60% und letztes Semester habe ich mein Tief bei 33% erreicht. Wo wir auch schon bei meinem Problem wären. Wenn ich mir das Ziel vor Augen halte, alle Klausuren zu bestehen, schaffe ich es definitiv besser mich zum lernen aufzuraffen, als wenn ich mir sage "mit etwas Glück bestehe ich 2 von 4 Klausuren", macht Sinn, oder? Problematisch wird es dann erst, wenn es am Ende wieder so schlecht läuft wie im letzten Semester und ich nur eine einzige Klausur bestehe. Dieses Problem ist nebenbei nicht nur aus der Luft gegriffen, letztes Semester habe ich mich ebenfalls gut vorbereitet gefühlt und dachte, ich rocke die Klausuren, und als dann die niederschmetternden Ergebnisse kamen, hat das bei mir wirklich eine Krise ausgelöst. Gut, mittlerweile, wo ich die Dinge ein bisschen objektiver betrachten kann, war es kein Wunder,  dass ich so verschissen habe. Es stimmt zwar, dass ich sehr viel für die Klausuren gelernt habe, allerdings habe ich das restliche Semester lang absolut nichts getan. Am Anfang war ich auch nicht in der Lage, irgendwas zu tun, mich auf irgendwelche Scheiß Formeln zu konzentrieren, wegen der ganzen Sache mit Nicole (für alle die das nicht mehr wissen: sie hat sich das Leben genommen). Ich war wirklich nicht imstande, viel mehr zu machen, als zu atmen und als ich mich wieder gefangen hatte, gab es einen Berg an Stoff, den ich nacharbeiten musste. Das habe ich dann auch schön bis 3 Wochen vor Klausurbeginn vor mir her geschoben. Bei den Zulassungen habe ich mich auch selbst beschissen, eine Zulassung wurde uns nämlich quasi vom Prof geschenkt, die andere habe ich mir größtenteils durch abschreiben "erarbeitet" und die dritte habe ich gar nicht erst bekommen, weil "die Voraussetzungen ja sooo unfair waren". Also kurz gesagt: Ich habe vor der Klausurenphase gar nichts gemacht und mich dann gewundert, warum ich so schlecht abgeschnitten habe. Super Alex. Aber dieses Semester bin ich fleißiger und deshalb sollte ich alles daran setzten, meine Motivation viel zu lernen aufrechtzuerhalten. Dann komme ich vielleicht endlich mal im Studium voran. Wenn ich es jetzt schaffe, meine Module wenigstens im Nachholversuch zu bestehen, dann könnte ich meinen Bachelor immerhin nach dem 8. Semester geschafft haben. Und es sollte ja ganz in meinem Interesse sein, diesen Scheiß endlich hinter mich zu bringen.
Naja, soviel zu meinem Studium. Tut mir Leid ich weiß, das ist alles ziemlich langweilig, doch es beschäftigt mich momentan doch sehr. Aber egal. Ich war nicht nur dem Studium gegenüber motiviert, sondern auch auf meine psychischen Probleme bezogen. Ich habe mich nämlich nun schon seit 9 Wochen nicht mehr selbstverletzt. Als mir das heute morgen aufgefallen ist, habe ich mich gefragt, ob es nicht eine gute (und lange überfällige) Gelegenheit wäre, mich ganz von diesem Verhalten zu verabschieden. Ich weiß, ich thematisiere es hier nicht mehr so extrem wie in meinen ersten Blogger Jahren, doch es ist noch immer ein großer Teil meines Lebens. Doch ich bin es so satt, mein Leben von einer Krankheit bestimmen zu lassen. Ich habe schon einige Versuche unternommen, vom ritzen los zu kommen, doch diese Versuche waren nie wirklich aus eigener Motivation. Andere Leute haben mir gesagt, dass ich damit aufhören muss, doch erstes hatten die meisten davon keine Ahnung, wie viel mehr dahinter steckt. Es ist nur ein Symptom und nicht die Krankheit selber und um wirklich wieder gesund zu werden ist es niemals ausreichend, mich nicht mehr zu schneiden. Und zweitens nützt es eben rein gar nichts, wenn ich nicht aus eigener Intention sage, dass ich etwas verändern will. Ich bin leider sprunghaft genug, um morgen wieder zu sagen, dass ich nichts verändern möchte und ich glücklich damit bin, mich hinter Depression und Selbstverletzung zu verstecken. Deshalb sage ich es jetzt mal etwas vorsichtiger und bedachter: In mir entwickelt sich gerade ein Keim der Eigeninitiative, mein Leben verändern zu wollen und ich werde versuchen, ihn wachsen zu lassen. Für den Moment kann ich festhalten (und vielleicht hilft es mir später dabei, mich daran zu erinnern):
Ja, ich möchte, dass es mir besser geht. Ich bin gewillt, mir eine neue Psychotherapie zu suchen und dort auch aktiv an mir zu arbeiten, es nicht als eine Sache anzusehen, die ich schnell hinter mich bringen muss, sondern als eine Chance, diesmal wirklich Erfolg zu haben. Ja ich weiß, dass das viel Arbeit bedeutet, da es einfach viele Dinge gibt, an denen ich arbeiten muss, und mir ist klar, dass es wieder Phasen geben wird, in denen ich nicht bereit bin, diese Arbeit auf mich zu nehmen. Doch vielleicht bin ich mittlerweile erwachsen genug, es meine zukünftige Therapeutin wissen zu lassen, wenn es mir zu viel wird und wir auch dafür dann gemeinsam eine Lösung finden können. Ich weiß, dass ich mich dafür aus meiner Komfortzone begeben muss, denn ich leide nun schon so viele Jahre unter pychischen Problemen (ist es zu glauben, meine erste Selbstverletzung ist 9 Jahre her..), dass es mir einfacher erscheint, nichts daran zu tun, zu sagen, dass ich glücklich in meiner Unglücklichkeit bin, als die Sache endlich anzugehen und am Ende vielleicht wirklich glücklich zu sein.  Ja, ich möchte endlich ein normales Leben führen, ohne dass mein Studium davon beeinflusst wird, dass zu depessiv bin, um das Haus zu verlassen oder mich auch nur an den Schreibtisch zu setzten. Ich will nicht mehr die halbe Vorlesung verpassen, weil ich auf der Toilette hocke, um mich zu schneiden und anschließend eine Blutung zu stillen. Ich will nicht mehr unkonzentriert sein, weil ich gerade mal wieder eine Magerwahnphase habe und zu wenig gegessen habe. Ich will nicht mehr mit Fragen den Raum verlassen, weil meine sozialen Ängste es mir unmöglich gemacht haben, meinen Tutor um Hilfe zu bitten. Ich will nicht mehr völlig fertig in der Uni ankommen, weil ich im Zug eine Panikattacke hatte. Ich möchte wie ein normales Mädchen studieren, ohne von diesen ganzen Faktoren dabei beeinflusst zu werden. Ich will nicht, dass meine schulische Ausbildung dadurch in die Länge gezogen wird. Nein, ich möchte das Studium schnell abschließen, um in einem geregelten Beruf zu arbeiten, einen geregelten Tagesablauf haben, den mir ein Studium nicht bieten kann. Ich möchte Geld verdienen, um mir irgendwann ein eigenes Haus leisten zu können. Ich möchte meinen Freund irgendwann heiraten, ohne dass er ständig Angst hat, mich mit aufgeschnittenen Pulsadern im Badezimmer zu finden.
Und um all das zu erreichen, muss ich endlich diesen einen entscheidenden ersten Schritt machen und mir aus eigenem Wunsch heraus Hilfe suchen. Und ich muss diesen Wunsch aufrecht erhalten. Deswegen habe ich mir gerade die Zeit genommen, all das zu schreiben, damit ich mich vielleicht später wieder daran erinnern kann, wie ich mich heute gefühlt habe und auch, um dieses Gefühl wieder aufzubauen. In diesem Sinne wünsche ich euch noch ein wundervolles Wochenende, bis nächste Woche!

Sonntag, 3. Juni 2018

Hallo zusammen, an diesem wunderschönen Samstag! Hach, mir geht es gerade ziemlich gut, das Wochenende war zwar echt anstrengend und ich bin fix und fertig, aber es war auch echt geil. Da bei uns am Freitag das Internet nicht funktioniert hat, sind wir schon früher nach hause gefahren und haben in der Wohnung von Svens Eltern gechillt, da dort niemand war. Wir haben Pizzabaguette gemacht und dazu was ferngesehen, es war ein sehr gemütlicher Abend. Am Samstag habe ich dann viel für die Uni gemacht, da ich wusste, dass ich heute nicht mehr zu viel zu gebrauchen sein würde und ich hatte Recht. Gestern Abend sind wir wieder mit ein paar Leuten in die Rockschicht gefahren und haben in Svens Geburtstag reingefeiert. Ich hatte vorher noch für die Truppe ordentlich was zum Vorglühen gemischt, sodass wir gut dabei waren. In der Stadt sind wir erstmal Burger essen gegangen und Charis und ich haben uns auf dem Klo über unsere Outfits beraten. Wir hatten beschlossen, an diesem Abend mal was zu wagen und sind richtig schön nuttig rumgelaufen, das wat total witzig. Ich habe Strapse getragen zu meinen Hotpans und einem tief ausgeschnittenen Top, drunter hatte ich ein Dessou, für alle Fälle. In ganz bekloppten Momenten habe ich mein Top auch kurz ausgezogen und bin nur im Dessou rumgelaufen, das war mir aber auf Dauer doch zu freizügig. In der Disko waren wir sogar mal auf der Tanzfläche, das mache ich sonst nie, aber als es am Ende richtig voll in dem Laden war, waren Sven und ich eigentlich nur noch draußen und haben geraucht, weil man da drinnen kaum atmen konnte. Da es Svens Geburtstagsfeier war, habe ich mich mit dem trinken zurückgehalten, damit ich keine schlechte Laune bekomme, also war ich den ganzen Abend auf einem leicht angetrunkenen, fröhlichen Nivau, aber nie drüber. In der Disko haben wir außerdem noch ein paar von unseren früheren Lehrern getroffen, mit denen wir uns kurz unterhalten haben. Ich finde es faszinierend, dass sogar die Lehrer, mit denen ich nie Unterricht hatte, immer noch meinen Namen kennen, obwohl ich schon 2 Jahre aus der Schule raus bin. Voll cool irgendwie. So, dann war ich heute Nacht irgendwie um halb 4 zu hause, hab zu wenig geschlafen, da ich im Sommer nie lange pennen kann und bin jetzt ziemlich müde. Heute Morgen habe ich dann mit meinem Vater gefrühstückt und wir waren was unterwegs, haben uns mit ein paar Bekannten getroffen um unseren Ausflug in 4 Wochen nach Dortmund zu planen, wir fahren da nämlich in den Westfalenpark zum Pokemon go Event, weil mein Vater sich freut, wenn wir mitkommen, ihr wisst ja, er ist ein bisschen süchtig nach dem Spiel. Ja, jetzt habe ich ein bisschen Leerlauf, da mein Vater gerade bei seinen Kaninchen ist und Sven noch bei seinen Eltern Kuchen isst und später grillen Sven, mein Vater und ich noch, darauf freue ich mich auch schon, ich habe jetzt schon mega Hunger, ich liebe es zu grillen! Erstaunlicherweise schaffe ich es immer noch, mein Gewicht auf 53kg zu halten, ich weiß nicht wie ich das mache, ich esse so viel Pizza und Schokolade und jetzt wenn es so warm ist auch noch Eis. Gut, ich bewege mich auch recht viel wenn ich Uni habe, da ich soweit es geht auf öffentliche Verkehrsmittel verzichte und lieber zu Fuß gehe, aber das mache ich ja nicht erst seit gestern so. Aber ich will mich nicht beschweren, ich bin super glücklich mit der Figur die ich jetzt habe, auch wenn ich trotzdem manchmal meine Momente habe, in denen ich mich zu dick fühle. Aber ich glaube, das werde ich auch nicht mehr los und im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Körper im Moment sehr zufrieden. Wenn ich es schaffe, das Gewicht zu halten kann ich im Sommer wenn ich einen Bikini trage mein Katzen Tattoo an der Hüfte perfekt präsentieren :D.
So, das war mein Post zum Sonntag, ich hoffe ihr hattet auch ein schönes Wochenende! Bis nächste Woche ihr Lieben!