Guten Morgen ihr Lieben! Leider finde ich erst jetzt die Zeit wieder zu bloggen, aber eigentlich kann ich auch nicht allzu viel Spannendes erzählen. Ich fange einfach mal chronologisch an.
Der Abend mit Charis war super, es hat mich riesig gefreut sie zu sehen. Allerdings haben wir in der Rockschicht Sven und seine Freunde getroffen, das war wirklich komisch. Von ihnen haben wir nur eine Eiszeit gespürt, von Sven aber immerhin ein Hallo bekommen. Ich wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte. Eigentlich wäre ich furchtbar gerne zu Sven gegangen und hätte mich mit ihm unterhalten. Aber er hat mir erzählt was seine Freunde von mir halten, außerdem klebte Jill ihm die ganze Zeit am Arsch. Also sind Charis und ich für uns geblieben. Die nächsten Tage sind recht unspektakulär, Sonntag war ich einfach nur müde und dann die Woche über hatte ich wieder Schule und da Anfang der dritten Schulwoche die ersten Klausuren anstanden, habe ich schonmal mit lernen angefangen. Inzwischen habe ich vier Klausuren geschrieben, drei davon sind ne eins geworden und die vierte habe ich noch nicht zurück. Läuft also ganz gut bisher. Ich finde den Stoff in der Schule immer noch angenehm und mit meinem Mitschülern komme ich ebenfalls immer noch gut aus. Und ich kenne jetzt meine ersten beiden Einsätze. Als erstes komme ich auf eine Suchtstation für 6 Wochen, und danach bin ich, nach dem zweiten Schulblock, auf einer allgemein psychiatrischen Station, die auf Depressionen spezialisiert ist. Ich bin wirklich zufrieden damit und ehrlich gesagt richtig froh, dass ich nicht auf die Geronto muss. Viele wollten da gerne hin und fanden die Station super, aber ich muss sagen, dass ich es dort echt furchtbar fand. Naja, zum Glück muss ich da ja nicht hin. Hmm dann kommt Ostern. Alex ist jeden Morgen zu mir und meinem Vater gekommen und hat mit uns gefrühstückt. Der dumme Sack war die ganze Woche vor Ostern krank geschrieben während ich zur Schule musste. Worst case und so. Über Ostern hatte er dann auch noch die Männergrippe und war ganz furchtbar wehleidig. Entsprechend haben wir nicht viel unternommen. Ostermontag waren wir dann morgens zum Frühstück eingeladen von seiner Familie. Ich war absolut begeistert wie ihr euch vorstellen könnt. Nach dem Frühstück durften die Kinder dann Eier suchen, es gab Mittagessen, Kaffee und Kuchen und dann war es das zum Glück. Während des Frühstücks und des Eier suchens war mein Freund viel zu wehleidig, um auch nur mit mir zu reden. Dann hat er die ganze Zeit mit den beschissenen Kindern gespielt. Komisch, das geht dann auf einmal. Ist klar. Wenn ich dann mal mit ihm reden wollte oder so, hat er mich ständig unterbrochen, weil irgendein dämliches Kind was dämliches gesagt hat. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich diese Kinder dafür hasse. Irgendwann bin ich wütend und traurig raus gegangen und wollte in Ruhe eine rauchen, um runter zu kommen. Da kommen die Kinder mir eiskalt hinterher gerannt, ihnen Folge dann ihr Vater, der Onkel, der andere Onkel, also mein Freund und ich hatte wieder nicht meine Ruhe. Als Alex dann irgendwann auch mal aufgefallen ist, dass bei mir irgendwas nicht stimmt, hat er mich schon wieder unterbrochen, um seinen Neffen zu fragen, ob er ihm ein Buch vorlesen soll. Unfassbar. Ich bin wortlos aufgestanden, zu Alex nachhause gegangen, habe meine Klingen ausgepackt und mir erstmal 4 wunderschöne Schnitte verpasst. Als ich wieder zurück war habe ich eigentlich nur noch darauf gewartet, dass der Tag vorbei ist. Zwischendurch ist Alex dann auch einfach mal für ne halbe Stunde verschwunden. Einmal, um seine fucking Nichte zu trösten, weil die sauer war (bei mir ist das natürlich zu viel verlangt) und einmal ist er kurz rüber in seine Wohnung und hat dann ewig mit den Nachbarn geredet. Er weiß ganz genau dass ich nicht mit seiner Familie alleine sein mag, aber ALLES war offensichtlich immer wichtiger als ich. Das habe ich ihm dann abends auch erstmal um die Ohren geknallt, als wir endlich alleine waren. Und da keine scheiß Kinder um uns herum waren, die uns hätten unterbrechen können, hatten wir dann endlich Gelegenheit uns auszusprechen. Als dann alles geklärt war sind wir noch nach Brüggen ins Depot gefahren und haben auf einem Aussichtspunkt gechillt. Alex kannte das Depot allen Ernstes nicht. Das musste ja geändert werden.
Diese Woche war ich dann irgendwie immer sehr auf Krawall gebürstet. Ich habe Alex immer sofort alles um die Ohren gepfeffert, was mich gestört hat und ihm wegen allem möglichen ein schlechtes Gewissen zu machen. Ich hatte nach Ostern irgendwie das Gefühl, dass ich ihm das alles mal irgendwie verständlich machen muss, weil er offensichtlich überhaupt keinen Plan hat wie schlimm manche Sachen für mich sind. Das hat aber dazu geführt, dass er irgendwann genervt reagiert hat und erst Recht nicht mit mir über etwas geredet hat. Keine Ahnung, das ist seitdem irgendwie alles echt komisch. Ich will doch nur von ihm wahrgenommen werden, er soll sehen wie ich mich wann fühle, wann mich irgendwas verletzt oder traurig gemacht hat. Ich hab keinen Bock das immer nur runter zu schlucken, weil er sowas nicht bemerkt und ich mich nicht mitteilen kann. Deshalb war ich diesbezüglich eben sehr kommunikativ. Nur wie gesagt, ich bin schlecht im kommunizieren, also konnte ich ihm solche Sachen nicht normal sagen, sondern immer nur voll ins Gesicht klatschen. Hatte aber eben nicht die Wirkung, die ich mir erhofft hatte.
Ich habe mittlerweile sogar ein paar Therapeuten kontaktiert, weil ich eine Zeit lang echt gar nicht mehr klar kam und Alex mich quasi dazu gezwungen hat, was aber auch gut war. Denn alleine schon solche Sachen wie die nicht funktionierende Kommunikation und was damit zusammen hängt, das will ich ändern. Aber alle, die sich bisher zurück gemeldet haben, haben entweder Wartelisten von über einem Jahr oder die Wartelisten sind geschlossen, weil sie so lang sind. Das kann doch echt nicht sein, oder? Wenn ich mir vorstelle, noch ein Jahr so weitermachen zu müssen, das stehe ich nicht durch. Ich habe jetzt schon das Gefühl, dass ich auf Notstrom laufe, nur noch die relevanten Sachen mit Energie versorgt werden, weil ich es sonst nicht mehr aushalten würde. Es fühlt sich alles so unerträglich an, daran hat sich nichts geändert. Das will nur keiner sehen. Und ich versuche doch schon, auch auf Leute zuzugehen. Ich habe die Therapeuten kontaktiert. Und bekomme keine Hilfe, zumindest in den nächsten 12 Monaten nicht. Ich gehe auf meinen Freund zu und sage ihm, was ich empfinde und stoße auf keinerlei Verständnis. Muss ich denn wirklich noch den letzten Funken Kontrolle, den ich über mein Leben habe, aufgeben und erst vollkommen zusammenbrechen und zwar im absolut medizinischen Sinne, damit endlich jemand sieht wie sehr ich am Ende bin? Muss ich mir dafür wieder eine Rasierklinge in die Pulsader hauen? Oder mich in die Klapse einweisen lassen? Oder mich ins Krankenhaus befördern? Vorher glaubt man mir das ja anscheinend nicht. Oder will sich nicht damit auseinander setzen. Ich weiß es nicht. Ich bin gerade, dadurch dass ich es aufgeschrieben habe, nur wieder total aufgewühlt. Und deshalb werde ich jetzt mal versuchen etwas normales zu machen, wie duschen, oder frühstücken. Irgendwas, wobei ich nicht viel denken muss.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag, bis dann meine Lieben.
Sonntag, 28. April 2019
Samstag, 6. April 2019
Hallo meine Lieben! So, die erste Woche meiner Ausbildung habe ich überstanden. Ich habe meinen Stundenplan, kenne meine Blockzeiten und habe den Ausbildungsvertrtag unterschrieben. Ich war so scheiße nervös als ich am Montag in die Schule gegangen bin. Alex hatte ich am Sonntag Abend zwar schon wieder gesehen, da war er allerdings in einem beinahe komatösen Zustand aufgrund von Schlafmangel und zu gar nichts mehr zu gebrauchen, ich war also weiterhin auf mich alleine gestellt. Ich war schonmal froh, als ich den Klassenraum gefunden hatte und mich mit ein paar Mädchen unterhalten konnte. Dann haben sich unsere beiden Klassenlehrerinnen vorgestellt und wir hatten an diesem Tag bis 15 Uhr einen Einführungstag. Ab Dienstag ging der Unterricht dann richtig los, aber bisher komme ich sehr gut mit, vieles hatte ich auch schon in der Schule gelernt. Nächste Woche erfahre ich, auf welcher Station ich meinen ersten Einsatz haben werde, es wird entweder die allgemeine oder die Gerontopsychiatrie. Aber alles in allem habe ich die erste Woche gut überstanden, komme mit allen gut aus und kann schon mit einem besseren Gefühl morgens zur Schule gefahren.
Was diese Woche echt doof gelaufen ist ist, dass schon was Alex' und meine Arbeitszeiten angeht der worst case eingetroffen ist. Er hatte am Montag und am Donnerstag frei, das waren die einzigen beiden Tage, wo meine Lehrer bis zum Ende Unterricht gemacht haben, alle anderen Tage dufte ich früher gehen. Dann habe ich freitags nur bis halb zwei Schule, Alex ist aber am Freitag Morgen wieder auf Montage gefahren und jetzt das gesamte Wochenende, wo ich natürlich auch immer Zeit hätte, weg. Montag kommt er dann spät abends zurück und hat am Dienstag zum Ausgleich frei. Dienstag habe ich aber wieder bis 15 Uhr Schule und gebe anschließend von 16-17 Uhr Nachhilfe, also werden wir da auch keinerlei Zeit für uns haben. Das kotzt mich echt richtig an. Während seines Sommerurlaubs im Juli habe ich zum Glück "nur" Schule, sprich wir haben auf jeden Fall die Nachmittage und die Wochenenden Zeit für uns. Ich habe meinen ersten Urlaub im Oktober, wenn meine Probezeit vorbei ist. Und im Dezember 3 Wochen, die Alex auch frei hat, was ich super finde. Wir planen dann für eine Woche in den Urlaub zu fliegen, irgendwo hin, wo es warm ist. vielleicht auf die Canaren oder so. Im Winter wollen wir auch, wenn bis dahin alles gut läuft, zusammen ziehen. Dann wären wir ca ein Jahr zusammen, das wäre also nicht zu früh und selbst wenn unsere Arbeitszeiten dann scheiße sind, haben wir immerhin jede freie Minute in der wir beide nicht arbeiten müssen zusammen.
Heute Abend werde ich mich mal wieder mit Charis treffen, wir gehen zusammen feiern, vielleicht ist das genau, was ich gerade brauche. Ich musste mich echt aufraffen um ihr zuzusagen, aber jetzt will ich mich auf den Abend einlassen und einfach mal von allem los lassen und Spaß haben. Und nicht wie sonst immer nur deprimiert zuhause sitzen und in Selbstmitleid baden. Es ist schon nach einer Woche echt anstrengend ein geregeltes Leben zu führen, aber ich halte noch an der Hoffnung fest, dass mir das gut tun wird und eine Hilfe ist, auch für alles andere in meinem Leben wieder eine Struktur zu entwickeln. Ich hoffe ihr wisst was ich meine, ich weiß nämlich gerade nicht wie ich das sagen soll. Aber Struktur hat mir schon immer sehr gut getan. Ich hatte immer Probleme mich erstmal darauf einzulassen und mich daran zu gewöhnen, aber wenn ich einmal in einer Struktur drin war, hat mir das geholfen mein Leben geordnet zu halten, einen möglichst gesunden Lebensstil zu führen und keine Zeit für Selbstmitleidsbäder zu lassen.
Ich hoffe dass ich es durch die Ausbildung jetzt auch wieder schaffe mich hier regelmäßig zu melden. In diesem Sinne wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende, bis dann!
Was diese Woche echt doof gelaufen ist ist, dass schon was Alex' und meine Arbeitszeiten angeht der worst case eingetroffen ist. Er hatte am Montag und am Donnerstag frei, das waren die einzigen beiden Tage, wo meine Lehrer bis zum Ende Unterricht gemacht haben, alle anderen Tage dufte ich früher gehen. Dann habe ich freitags nur bis halb zwei Schule, Alex ist aber am Freitag Morgen wieder auf Montage gefahren und jetzt das gesamte Wochenende, wo ich natürlich auch immer Zeit hätte, weg. Montag kommt er dann spät abends zurück und hat am Dienstag zum Ausgleich frei. Dienstag habe ich aber wieder bis 15 Uhr Schule und gebe anschließend von 16-17 Uhr Nachhilfe, also werden wir da auch keinerlei Zeit für uns haben. Das kotzt mich echt richtig an. Während seines Sommerurlaubs im Juli habe ich zum Glück "nur" Schule, sprich wir haben auf jeden Fall die Nachmittage und die Wochenenden Zeit für uns. Ich habe meinen ersten Urlaub im Oktober, wenn meine Probezeit vorbei ist. Und im Dezember 3 Wochen, die Alex auch frei hat, was ich super finde. Wir planen dann für eine Woche in den Urlaub zu fliegen, irgendwo hin, wo es warm ist. vielleicht auf die Canaren oder so. Im Winter wollen wir auch, wenn bis dahin alles gut läuft, zusammen ziehen. Dann wären wir ca ein Jahr zusammen, das wäre also nicht zu früh und selbst wenn unsere Arbeitszeiten dann scheiße sind, haben wir immerhin jede freie Minute in der wir beide nicht arbeiten müssen zusammen.
Heute Abend werde ich mich mal wieder mit Charis treffen, wir gehen zusammen feiern, vielleicht ist das genau, was ich gerade brauche. Ich musste mich echt aufraffen um ihr zuzusagen, aber jetzt will ich mich auf den Abend einlassen und einfach mal von allem los lassen und Spaß haben. Und nicht wie sonst immer nur deprimiert zuhause sitzen und in Selbstmitleid baden. Es ist schon nach einer Woche echt anstrengend ein geregeltes Leben zu führen, aber ich halte noch an der Hoffnung fest, dass mir das gut tun wird und eine Hilfe ist, auch für alles andere in meinem Leben wieder eine Struktur zu entwickeln. Ich hoffe ihr wisst was ich meine, ich weiß nämlich gerade nicht wie ich das sagen soll. Aber Struktur hat mir schon immer sehr gut getan. Ich hatte immer Probleme mich erstmal darauf einzulassen und mich daran zu gewöhnen, aber wenn ich einmal in einer Struktur drin war, hat mir das geholfen mein Leben geordnet zu halten, einen möglichst gesunden Lebensstil zu führen und keine Zeit für Selbstmitleidsbäder zu lassen.
Ich hoffe dass ich es durch die Ausbildung jetzt auch wieder schaffe mich hier regelmäßig zu melden. In diesem Sinne wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende, bis dann!
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