Huhu ihr Lieben. Mist, jetzt sind es doch wieder zwei Wochen bis zu meinem nächsten Post geworden. Dabei hatte ich eigentlich Zeit ohne Ende, ich konnte mich nur nie dazu aufraffen irgendwas zu tun. Naja, gehen wir mal chronologisch durch, was in den zwei Wochen so alles passiert ist. Vor zwei Wochen war Sven bei mir, da wir ja noch ein paar Sachen austauschen mussten. Er ist ne Stunde geblieben und wir haben uns nett unterhalten, ich habe mich gefreut ihn zu sehen. Er fehlt mir immer noch sehr. Er hat zwar gesagt dass ich mich jederzeit bei ihm melden kann und dass er unsere Trennung langsam akzeptieren kann, dennoch möchte ich ihm nicht zu sehr auf die Pelle rücken wenn man das so sagen kann. Ich freue mich, dass er nun besser mit der Trennung zurecht kommt, aber es soll auch so bleiben und ich kann nicht einschätzen wie viel Kontakt er tolerieren kann, versteht ihr? Deshalb gebe ich ihm noch etwas mehr Zeit, bevor ich mich mal wieder bei ihm melde.
Als Sven weg war bin ich runter zu Franzi, für die Mathe Nachhilfe. Dann ist Alex abends wieder gekommen, ich habe für uns gekocht und bei ihm übernachtet. Samstag Abend waren wir zu einer Geburtstagsparty eingeladen. Alex ist ja im Schützenverein und im Moment auch im Königshaus, und da hat eine Dame ihren Geburtstag gefeiert. Zufälligerweise war es die Mutter eines ehemaligen Klassenkameraden von mir. Ich weiß nicht, ob ich Tim hier schonmal erwähnt habe, aber ich habe mich immer sehr gut mit ihm verstanden und mich sehr gefreut ihn mal wieder zu sehen. An diesem Abend haben wir ordentlich getrunken, obwohl es nur 500 Meter bis zu mir nachhause waren, war der Heimweg echt ein Kampf. Alex ist mit zu mir gekommen, weil es zu ihm deutlich weiter gewesen wäre. Ab diesem Zeitpunkt fehlen mir ein oder zwei Stunden, ich weiß auf jeden Fall nicht mehr wie ich an diesem Abend ins Bett gekommen bin. Aber immerhin musste ich nicht kotzen. Die folgende Woche war schon wieder nicht so angenehm, weil Alex jeden Tag bis 18 Uhr in der Firma bleiben sollte. Darauf war ich nicht vorbereitet und dementsprechend hat sich diese Information für mich wie ein Weltuntergang angefühlt. Wir haben uns abends trotzdem gesehen, er ist immer direkt nach der Arbeit zu mir gekommen, aber so prickelnd war das dennoch nicht. Am Mittwoch war ich dann mit den Nerven komplett am Ende, da hat Alex mich überrascht und zwei Stunden früher Schluss gemacht, wodurch es mir gleich besser ging. Auch am Freitag hat er eine Stunde eher Schluss gemacht, ich war gerade auf dem Friedhof und habe Mamas Grab sauber gemacht und auf einmal stand er vor mir. Abends hat er dann wieder bei mir geschlafen. Das war zwar nicht geplant, aber er ist beim kuscheln eingeschlafen und hat nichts mehr mitbekommen, also habe ich ihn schlafen lassen. Außerdem war das einfach zuckersüß. Am nächsten Morgen haben wir mit meinem Vater gefrühstückt, was meinem Vater aber glaube ich ganz gut gefallen hat. Und Alex anscheinend auch. Ich fand es irgendwie merkwürdig, aber auch irgendwie cool mit den beiden am Frühstückstisch zu sitzen und Kaffee zu trinken.
Am Montag hätte Alex eigentlich schon wieder bis 18 Uhr arbeiten sollen, aber da er Dienstag auf Montage gefahren ist, hat er drauf geschissen und normal Feierabend gemacht. Ich habe den Abend natürlich bei ihm verbracht und war super down, dass er auf diese Montage musste. Ich wollte nicht schlafen gehen weil ich nicht wollte dass Dienstag wird. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass Alex die Montage absagen würde. Als ich vor ca 2 Monaten erfahren habe, dass er Ende März 6 Tage nach Hannover soll, habe ich ihm gesagt wie furchtbar es für mich wäre, wenn er in der letzten Woche vor meinem Ausbildungsbeginn nicht da wäre. Dass ich ihn dann brauchen würde. Und das will bei mir schon was heißen, wenn ich das einem Menschen so direkt sage. Ich bin kein Mensch der sich selbst gut eingestehen kann, dass er etwas nicht alleine kann, Hilfe braucht oder sowas. Und anderen Menschen gestehe ich sowas erst recht nicht. Aber trotzdem hat es nichts gebracht. Er ist am Dienstag Morgen aufgebrochen. Hat mich vorher noch heim gefahren und musste mich quasi aus dem Auto schmeißen. Ich habe den ganzen Morgen damit verbracht zu heulen. Habe bei ihm im Bett geweint, mich auf die Couch gesetzt und dort weiter geheult. Die Autofahrt über. Bin wie benommen zu meiner Haustüre getrokelt und habe mich auf mein Sofa gesetzt und weitere zwei Stunden geheult. Es tat alles weh. Ich habe mich alleine gelassen gefühlt, war komplett überfordert und zwar mit allem. Ich wollte mich schneiden, oder Drogen nehmen, oder mir meinetwegen auch einfach nur die Kugel geben, egal, Hauptsache irgendwas, wodurch ich mich besser fühle. Oder eben gar nichts mehr fühle. Ich habe nichts dergleichen gemacht. Was vielleicht auch einfach daran lag, dass ich mich gefühlt habe, als würde mein Inneres auseinander gerissen werden und ich kaum in der Lage war mich irgendwie zu bewegen. Es hat wirklich ewig gedauert, bis ich mich wieder gefangen hatte. Und je ruhiger ich wurde, desto mehr wollte ich meiner Existenz ein Ende setzten. Ich wollte mich nie wieder so fühlen müssen. Die letzte Woche und ebenso die kommende Woche, in der ich meine Ausbildung beginnen werde, überfordern mich komplett und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich irgendwann wieder besser fühlen werde. Ich habe einfach Angst, dass ich neben der Arbeit für gar nichts mehr Zeit haben werde, ich fühle mich dem nicht gewachsen. Und ja, ich weiß, dass ich momentan wieder alles nur schwarz sehe und einen Weltuntergang fühle, wo gar keiner ist, aber hey, ich mache es jetzt mal wie alle anderen Menschen auch und rede mich mit meiner Krankheit raus. Borderliner sehen nur schwarz weiß. In meiner Welt gibt es keine Grautöne. Ich kann sie zumindest oft nicht sehen. Und ich möchte eigentlich kein Mensch sein, der seine Krankheit als Entschuldigung für sein Verhalten und seine Gefühle nutzt, aber manchmal muss ich mein Umfeld eben mal daran erinnern, dass ich trotz allem eben doch krank bin und ich auch wenn es nicht so scheint, davon sehr in meinem Alltag beeinflusst bin. Manche Dinge kann ich nicht wie ein gesunder Mensch ohne Probleme machen, ich fühle nicht wie ein normaler, gesunder Mensch und verdammt nochmal, wenn ich nicht achtgebe dann kann diese Krankheit tödlich sein für mich.
Alles klar, ich bin ein bisschen abgeschwiffen und dabei vielleicht auch ein kleines bisschen sauer geworden. Also dann, meine Suizidalität ist also immer mehr angestiegen, soweit so gut. Oder eben nicht, was weiß ich. Und seit gestern scheiße ich mir richtig in die Hose wegen dem Ausbildungsbeginn. Ich weiß überhaupt nicht welches Wort ich dafür verwenden soll, sie erscheinen alle nicht 100%ig passend. Ängstlich. Panisch. Nervös. Aufgeregt. Keine Ahnung. Ist auf jeden Fall kein angehemnes Gefühl und ich drehe innerlich ein bisschen am Rad. Stehe neben mir. Die kleinste Kleinigkeit bringt mich schon dazu richtig aufzurasten. Ich kriege aus dem nichts heraus Panikattacken. Alles in allem fühle ich mich reif für die Klapse. Nur eben nicht in dem Sinne in dem ich am Montag bereit sein sollte, die Psychiatrie zu betreten.
Und dieser Post ist schon wieder viel zu lang und wenn ich ihn das nächste Mal vor dem bloggen lesen werde, werde ich bestimmt das kotzen wegen dieser Jammerei bekommen. Deshalb beende ich dieses Trauerspiel hier. Ich hoffe ich komme bald dazu etwas über meine Ausbildung zu berichten. Oder generell mal hören zu lassen ob ich tatsächlich noch bis dahin überlebt habe. Drückt mir am Montag die Daumen, dass alles gut geht und ich mich vollkommen umsonst verrückt mache! Ich wünsche euch einen guten Start ins Wochenende, genießt das schöne Wetter! Bis dann.
Freitag, 29. März 2019
Donnerstag, 14. März 2019
Hallo zusammen. Yay, langsam schaffe ich es ja wieder mich einigermaßen regelmäßig zu melden. Finde ich gut. Also, ich war ja von Samstag bis Dienstag in München, wie angekündigt. Samstag bin ich mit Alex und einem Kollegen von ihm im LKW runter gefahren. Dauert natürlich ewig in so nem Ding, wir waren insgesamt neun Stunden unterwegs, sind zum Glück gut durchgekommen. Ich meine wir sind morgens so um halb neun los gefahren und waren abends um 18 Uhr im Hotel. Haben eingecheckt, ein paar Bier getrunken, sind was essen gegangen und dann aufs Zimmer. In der ersten Nacht habe ich so gut wie gar nicht geschlafen. Ich schlafe immer schlecht in einer neuen Umgebung, wenn ich nicht alleine im Zimmer bin noch schlechter. Alex und ich haben uns natürlich ein Zimmer geteilt. Und zu meinem Leidwesen schnarcht er sehr laut :D. Sonntag Morgen ging es dann um kurz nach sieben runter zum Frühstück und ich war sehr glücklich über den Kaffee. Da selbst in einer Stadt wie München sonntags die Geschäfte geschlossen haben, bin ich erstmal mit den Jungs zum Messegelände gefahren. Da ich keine handwerkliche Ausbildung habe und auch sonst nicht handwerklich begabt bin, konnte ich da natürlich nicht viel machen. Also habe ich neben Werkzeug anreichen, Klebeband kleben und Folie schneiden nicht wirklich viel dort gemacht. Das anspruchvollste was man mich machen lassen konnte war eine Leiste anzuschrauben. Ich habe mich also ein bisschen verloren gefühlt. Als das Wetter nicht mehr ganz so nass und stürmisch war, habe ich mich nachmittags also mal vom Messegelände entfernt und die nächste U-Bahn Station gesucht und mich informiert wie ich wohin komme und ein bisschen gegoogelt wohin ich denn überhaupt will. Um halb sieben haben die Jungs dann endlich Feierabend gemacht und wir sind etwas essen gefahren und haben ein paar Bierchen getrunken, waren aber nicht mehr allzu lange unterwegs, sodass Alex und ich im Hotel noch ein paar Stunden für uns hatten. Am Montag bin ich wieder erstmal mit zur Messe gefahren, da das Einkaufszentrum zu dem ich wollte erst um 10 öffnet. Weil sie mit dem Stand nicht so gut voran gekommen sind wie erhofft war Alex etwas gestresst und ich habe mich dort noch unwohler gefühlt als am Vortag. Da ich noch ein Kabel holen sollte, was die Jungs für die Arbeit brauchten, wurde ich um halb 10 vom Stand gescheucht, damit ich auch pünktlich um 10 den Laden betreten und das benötigte Kabel so schnell es geht zum Stand bringen konnte. Als das erledigt war, bin ich erstmal shoppen gefahren. Obwohl ich in einer so großen Stadt alleine unterwegs war, habe ich mich gut zurecht gefunden und fühlte mich auch nicht unsicher oder verloren. Vielleicht war ich auch einfach mal froh von den schlecht gelaunten Männern weg zu kommen, ich weiß es nicht. Erst war ich in den Riem Arcaden, einem echt großen Einkaufszentrum. Dort habe ich alle Läden abgeklappert, die mich interessierten. Als ich fertig war, war ich schon echt müde, weil das Ding wie gesagt echt groß ist und ich viel rumgelaufen bin. Aber es war gerade erst früher Nachmittag und ich wollte noch nicht zum Messegelände zurück. Deshalb habe ich mich wieder zur Bahn begeben und bin etwas weiter in die Stadt gefahren. Dort war noch ein Einkaufszentrum, und dieses beinhaltete sogar ein Primark, ich liebe diesen Laden. Ich bin also noch etwas durch die Stadt gelaufen und war weiter einkaufen. Als ich mit dem Center auch durch war, bin ich schließlich zurück zur Messe gefahren. Es war noch etwa eine Stunde bis zur Standübergabe an die Kunden und ich konnte immerhin noch dabei helfen den gebauten Stand sauber zu machen. Als die Kunden weg waren haben wir uns erstmal ein Feierabendbier genehmigt und sind dann essen gefahren. Dort wurden auch noch ein paar Bier getrunken, aber immerhin waren wir etwas früher im Hotel als am Sonntag. Dort haben Alex und ich uns dann auch noch einen schönen Abend gemacht. Ich habe ihm die Sachen vorgeführt, die ich mir gekauft hatte, bzw wir haben eine Sache die ich gekauft habe direkt eingeweiht - ein Dessous - und haben noch was gekuschelt und geredet. An dem Abend war ich diejenige, die als erstes eingeschlafen ist. Ich hatte bisher noch nicht viel in München geschlafen und in der Nacht vor unserer Abfahrt auch nicht, weil ich echt nervös war, und war nach dem ganzen rumgelaufe durch die Stadt und vom Sex echt müde. Dienstag ging es dann wieder nach hause. Wir sind allerdings geflogen und der LKW ist in München geblieben. Da der Flug aber erst um halb elf ging, konnten wir den morgen etwas ruhiger angehen als die Tage davor. Haben noch gepackt, gut gefrühstückt und uns dann ein Taxi zum Flughafen genommen. Dort waren wir schnell mit den Kontrollen und so fertig und haben uns in eine Bar gesetzt und was getrunken bis das Boarding los ging. Dann sind wir geflogen und ich liebe es zu fliegen. Der Start mit seinen kleinen Turbolenzen fühlt sich fast an wie Achterbahn fahren. Und über den Wolken, wo die Welt so winzig erscheint ist plötzlich auch sonst alles, was einen beschäftigt winzig und das ist einfach ein tolles Gefühl. Und dann setzt man wieder auf den Boden auf und ich frage mich jedes Mal wieder wie das überhaupt möglich ist in so einem riesigen und schweren Flugzeug einfach wieder auf dem Boden zu landen ohne dabei zu sterben. Es ist einfach toll zu fliegen.
Den restlichen Tag haben Alex und ich auf der Couch verbracht, nachdem wir einkaufen waren und gekocht haben. Haben Serien und Filme geguckt bis in die Nacht und sind dann irgendwann auf der Couch eingeschlafen. Heute früh ist Alex dann wieder nach München geflogen, da er und sein Kollege den Stand nun wieder abbauen müssen. Wenn alles gut geht kommt er morgen Abend wieder nach hause. Wenn nicht dann Samstag Mittag. Samstag Abend sind wir dann zu einem Geburtstag eingeladen und Montag arbeitet er wieder normal in der Firma. Die nächste Montage ist dann Ende des Monats. Gott, ich kann euch gar nicht sagen wie sehr ich seinen Job hasse. Es ist für mich echt kaum auszuhalten wenn er nicht da ist. Jedes Mal wenn er weg fährt ist es für mich schlimmer mich zu verabschieden. Weil ich weiß was auf mich zukommt, wie ich mich fühlen werde und wie einsam ich dann bin. Ich habe gehofft es wird mit der Zeit besser, aber bisher wird es eigentlich immer nur schlimmer. Ich brauche meinen Partner bei mir. Klar kann man nicht jede Sekunde miteinander verbringen, aber ich brauche einfach die Möglichkeit zu ihm zu fahren wenn ich Sehnsucht habe, oder es mir nicht gut geht. Oder ihm. Es macht mich so fertig ihn permanent zu vermissen.
Dass ich letztes Wochenende mit nach München konnte war super, er musste zwar viel arbeiten und war auch mal gestresst deswegen, aber wir konnten abends immer ein paar Stunden zu zweit verbringen, nachts in einem Bett schlafen und auch wenn er gearbeitet hat konnte ich jederzeit zu ihm gehen. Und dass ich die Stadt München einfach total cool finde war natürlich auch ein netter Bonus :D.
Naja, aber da ich ja dann heute wieder alleine war habe ich die Zeit genutzt und versucht produktiv zu sein. Habe Haushalt gemacht, Papierkram erledigt, mein Schuhregal aufgeräumt und ausgemistet und einfach geschaut, dass ich den ganzen Tag beschäftigt bleibe. Morgen kommt Sven mittags nochmal vorbei weil ich Post für ihn habe und er noch Sachen von mir gefunden hat. Vielleicht unterhalten wir und wieder ein Weilchen und killen ein paar Zigaretten. Nachmittags gebe ich dann Franzi Nachhilfe und wenn ich fertig bin könnte mein Vater schon fast wieder da sein. Und wenn ich Glück habe kann ich dann abends auch wieder zu Alex fahren.
Übrigens habe ich jetzt auch endlich alles für meine Ausbildung erledigt und kann etwas beruhigter auf den Beginn warten. Ich habe sogar hin und wieder sowas wie einen Anflug von Vorfreude. Die meiste Zeit habe ich eher Angst und bin demotiviert aber jetzt lässt die Angst was nach und ich hoffe einfach dass es mir helfen wird wieder eine Aufgabe zu haben.
So, jetzt aber genug von meinem langweilgen Leben, von dem ich eh immer nur das gleiche erzähle. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und morgen einen guten Start ins Wochenende. Bis dann meine Lieben!
Den restlichen Tag haben Alex und ich auf der Couch verbracht, nachdem wir einkaufen waren und gekocht haben. Haben Serien und Filme geguckt bis in die Nacht und sind dann irgendwann auf der Couch eingeschlafen. Heute früh ist Alex dann wieder nach München geflogen, da er und sein Kollege den Stand nun wieder abbauen müssen. Wenn alles gut geht kommt er morgen Abend wieder nach hause. Wenn nicht dann Samstag Mittag. Samstag Abend sind wir dann zu einem Geburtstag eingeladen und Montag arbeitet er wieder normal in der Firma. Die nächste Montage ist dann Ende des Monats. Gott, ich kann euch gar nicht sagen wie sehr ich seinen Job hasse. Es ist für mich echt kaum auszuhalten wenn er nicht da ist. Jedes Mal wenn er weg fährt ist es für mich schlimmer mich zu verabschieden. Weil ich weiß was auf mich zukommt, wie ich mich fühlen werde und wie einsam ich dann bin. Ich habe gehofft es wird mit der Zeit besser, aber bisher wird es eigentlich immer nur schlimmer. Ich brauche meinen Partner bei mir. Klar kann man nicht jede Sekunde miteinander verbringen, aber ich brauche einfach die Möglichkeit zu ihm zu fahren wenn ich Sehnsucht habe, oder es mir nicht gut geht. Oder ihm. Es macht mich so fertig ihn permanent zu vermissen.
Dass ich letztes Wochenende mit nach München konnte war super, er musste zwar viel arbeiten und war auch mal gestresst deswegen, aber wir konnten abends immer ein paar Stunden zu zweit verbringen, nachts in einem Bett schlafen und auch wenn er gearbeitet hat konnte ich jederzeit zu ihm gehen. Und dass ich die Stadt München einfach total cool finde war natürlich auch ein netter Bonus :D.
Naja, aber da ich ja dann heute wieder alleine war habe ich die Zeit genutzt und versucht produktiv zu sein. Habe Haushalt gemacht, Papierkram erledigt, mein Schuhregal aufgeräumt und ausgemistet und einfach geschaut, dass ich den ganzen Tag beschäftigt bleibe. Morgen kommt Sven mittags nochmal vorbei weil ich Post für ihn habe und er noch Sachen von mir gefunden hat. Vielleicht unterhalten wir und wieder ein Weilchen und killen ein paar Zigaretten. Nachmittags gebe ich dann Franzi Nachhilfe und wenn ich fertig bin könnte mein Vater schon fast wieder da sein. Und wenn ich Glück habe kann ich dann abends auch wieder zu Alex fahren.
Übrigens habe ich jetzt auch endlich alles für meine Ausbildung erledigt und kann etwas beruhigter auf den Beginn warten. Ich habe sogar hin und wieder sowas wie einen Anflug von Vorfreude. Die meiste Zeit habe ich eher Angst und bin demotiviert aber jetzt lässt die Angst was nach und ich hoffe einfach dass es mir helfen wird wieder eine Aufgabe zu haben.
So, jetzt aber genug von meinem langweilgen Leben, von dem ich eh immer nur das gleiche erzähle. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und morgen einen guten Start ins Wochenende. Bis dann meine Lieben!
Mittwoch, 6. März 2019
Guten Abend meine Lieben. Die letzten Tage waren ziemlich aufregend, falls das das richtige Wort dafür ist. Letzten Donnerstag war ich bei Sven, wir haben noch letzte Sachen ausgetauscht. Ich war echt nervös weil ich nicht wusste, wie er inzwischen auf mich zu sprechen ist. Aber es war echt entspannt und deutlich weniger komisch als die letzten Male, die wir uns gesehen haben. Obwohl wir nur ein paar Kisten auszutauschen hatten, war ich fast 4 Stunden bei ihm. Er hat mir seine neue Wohnung gezeigt, wir haben ein paar Zigaretten geraucht und Neuigkeiten ausgetauscht. Ihr glaubt gar nicht wie erleichternd das für mich war. Wir sind fast wie Freunde miteinander umgegangen.
Am gleichen Abend bin ich zum ersten Mal Motorrad gefahren. Naja, Alex hat mir gezeigt wie man kuppelt, bremst und ein Gefühl fürs Gas gibt. Und dann bin ich auf dem Hof seiner Eltern tatsächlich ein paar Meter gefahren. Es war der Wahnsinn! Und ich hoffe dass Alex mir noch ein paar Fahrstunden mehr geben wird. Wenn ich 25 bin will ich auf jeden Fall auch einen Motorrad Führerschein machen, aber noch müsste ich eh gedrosselt fahren, deshalb werde ich mich noch bis dahin gedulden.
Über Karneval habe ich nicht viel gemacht. Zumindest nichts, was mit Karneval zu tun hat. Am Samstag musste Alex einen Kollegen, dem er einen Gefallen schuldete ins Stadion fahren. In der Zeit in der sein Kollege sich das Spiel angesehen hat sind wir ins Minto gegangen, haben eingekauft, waren Schuhe shoppen und ich bin auf High Heels mit richtig hohen dünnen Absetzen gelaufen. Ich habe es zumindest versucht, es war echt witzig und ich habe mir vorgenommen zu lernen auch auf solchen Absätzen zu laufen. Dann waren wir noch Burger essen und haben Alex Kumpel wieder eingesammelt und nach hause gefahren. Dann sind wir zu Alex gefahren und haben uns noch einen gemütlichen Abend zu zweit gemacht. Der Tag war also wirklich sehr schön. Gestern, also am Montag hatte sein Vater Geburtstag und die ganze Familie ist zum Mittagessen gekommen. Am Anfang war es echt okay. Ich hatte bereits seine 3 Geschwister und deren Familien, sowie seinen Patenonkel und dessen Frau kennengelernt. Mit seinem Bruder und dessen Familie komme ich nicht so gut aus, aber der Rest ist in Ordnung. Wir haben alle sehr nett beieinander gesessen. Da wir beim letzten gemeisamen essen mit Alex Familie von seinen Geschwistern angemacht wurden, wenn wir uns geküsst haben, haben wir uns dieses Mal echt zusammengerissen, nur unterm Tisch Händchen gehalten und sonst nicht viel Körperkontakt gehabt. Aber anscheinend war das noch nicht genug. Ich habe gehört wie Alex Schwester sich in der Küche bei ihm beschwert hat, das wir echt ekelhaft sind und uns mal zusammenreißen sollen. Als Alex sich kurz darauf wieder zu mir an den Tisch gesetzt hat wollte ich ihm einen Kuss geben. Und was hat er gemacht? Er ist zurück gewichen. Als ich ihn fragte was los sei, hat er mit dem Kopf nur in die Richtung seiner Schwester gedeutet. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sauer ich war. Da ich nicht einfach weglaufen konnte, habe ich alle Menschen um mich herum ignoriert und ein Bier nach dem anderen in mich hinein geschüttet. Als wir endlich wieder zu Alex gehen konnten hat er nicht viel dazu gesagt. Also habe ich mir meine Sachen geschnappt und bin gegangen. Es war dunkel und zu Fuß brauche ich fast eine halbe Stunde bis zu mir nach hause, aber ich wollte in diesem Moment einfach nur weg. Ich war verletzt und es schien nicht so, als könnte mein Freund irgendwas sagen, was das ändern könnte. Doch er ist hinter mir her gekommen. Ich habe ihn erst angemacht, dass er mich in Ruhe lassen soll und ich keine Lust auf seine Gesellschaft habe. Doch er ist geblieben und irgendwann haben wir uns auf eine Bank gesetzt und ordentlich miteinander geredet. Ich habe es endlich geschafft meine Gedanken und Gefühle, die in diesem Moment in mir drin waren zu äußern, ohne ihn dabei anzuschreien oder so. Schließlich war ich bereit, ihn wieder in seine Wohnung zu begleiten und wir haben noch ein wenig gekuschelt.
Heute musste Alex dann wieder arbeiten, da es ihm aber nicht gut ging ist er früh nach hause gefahren und ich bin dann auch ne Stunde später zu ihm gefahren, um zu sehen wie es ihm geht. Wie ihr euch vorstellen könnt war ich sehr überfordert damit, dass mein Freund krank war und meine Spannungskurve war entsprechend im Unermesslichen. Deshalb habe ich auch eine Stunde gebraucht um zu ihm zu fahren, ich wollte mich erst ein wenig beruhigen, was mir auch einigermaßen gelungen ist. Alex ging es zum Glück sehr schnell wieder besser. Ich habe mich etwas zu ihm ins Bett gelegt und da Alex schnell wieder munter wurde, haben wir angefangen rumzumachen. Seine Berührungen waren für mich nicht mehr unangenehm, ich bin nicht mehr zurück geschreckt. Deshalb sind wir auch heute dann den nächsten Schritt gegangen und haben miteinander geschlafen. Es war das erste Mal. Ich weiß, wir sind inzwischen mehr als zwei Monate zusammen, aber ihr kennt ja meine Schwierigkeiten bezüglich Sex. Klar, mit Sven hatte ich auch Sex, und das war auch okay, ich hatte keinen großen Gefallen daran, aber irgendwann waren wir immerhin soweit, dass ich keine Flashbacks mehr hatte. Doch mit einem neuen Partner ist es so, als müsste man sich das alles neu erarbeiten. Alex kann mich noch lange nicht überall bedenkenlos anfassen. Es kommt nicht selten vor, dass ich noch zurück schrecke wenn er mich anfasst. Ich habe auch wieder häufiger Flashbacks, einfach weil ich häufiger Gefühle habe, die mich dahin bringen. Und genau deshalb war das heute ein sehr großer Schritt für uns. Wir waren beide unheimlich nervös, doch ich habe durchgehalten. Alex hat immer wieder gefragt ob es okay ist und hat versucht es für mich so angenehm wie möglich zu machen. Natürlich war ich nicht erregt oder so etwas in der Art, doch ich war überglücklich diesen Schritt geschafft zu haben. Danach haben wir noch ein Weilchen im Bett gelegen und gekuschelt. Das waren alles in allem ein paar sehr gefühlsintensive Stunden. Am Nachmittag sind wir noch im Ort Eis essen gegangen und ein bisschen spazieren gegangen. Alex war wieder fit und genauso glücklich wie ich. Morgen geht er auch wieder arbeiten und ich habe noch ein paar Sachen zu regeln. Und am Samstag fahren wir zusammen nach München. Er hat dort eine Montage und nimmt mich mit, in der Hoffnung dass wir uns dann abends noch ein paar schöne Stunden machen können. Am Dienstag kommen wir dann zurück, Mittwoch hat er frei und wir können uns nochmal einen gemütlichen Tag zu zweit machen, Donnerstag fährt er dann wieder für drei Tage weg.
Und ja, das sind so die krassesten Tage der letzten eineinhalb Wochen gewesen und da ich gerade versuche wieder ein wenig zur Ruhe zu kommen, dachte ich ich schreibe das alles einmal auf, damit ich das für mich einmal alles verarbeiten kann.
So, ich hoffe ihr habt das lange Karnevalswochenende gut überstanden und könnt morgen fit in den Alltag starten. Und wenn nicht, haltet durch, bald ist wieder Wochenende. Bis dann meine Lieben.
Am gleichen Abend bin ich zum ersten Mal Motorrad gefahren. Naja, Alex hat mir gezeigt wie man kuppelt, bremst und ein Gefühl fürs Gas gibt. Und dann bin ich auf dem Hof seiner Eltern tatsächlich ein paar Meter gefahren. Es war der Wahnsinn! Und ich hoffe dass Alex mir noch ein paar Fahrstunden mehr geben wird. Wenn ich 25 bin will ich auf jeden Fall auch einen Motorrad Führerschein machen, aber noch müsste ich eh gedrosselt fahren, deshalb werde ich mich noch bis dahin gedulden.
Über Karneval habe ich nicht viel gemacht. Zumindest nichts, was mit Karneval zu tun hat. Am Samstag musste Alex einen Kollegen, dem er einen Gefallen schuldete ins Stadion fahren. In der Zeit in der sein Kollege sich das Spiel angesehen hat sind wir ins Minto gegangen, haben eingekauft, waren Schuhe shoppen und ich bin auf High Heels mit richtig hohen dünnen Absetzen gelaufen. Ich habe es zumindest versucht, es war echt witzig und ich habe mir vorgenommen zu lernen auch auf solchen Absätzen zu laufen. Dann waren wir noch Burger essen und haben Alex Kumpel wieder eingesammelt und nach hause gefahren. Dann sind wir zu Alex gefahren und haben uns noch einen gemütlichen Abend zu zweit gemacht. Der Tag war also wirklich sehr schön. Gestern, also am Montag hatte sein Vater Geburtstag und die ganze Familie ist zum Mittagessen gekommen. Am Anfang war es echt okay. Ich hatte bereits seine 3 Geschwister und deren Familien, sowie seinen Patenonkel und dessen Frau kennengelernt. Mit seinem Bruder und dessen Familie komme ich nicht so gut aus, aber der Rest ist in Ordnung. Wir haben alle sehr nett beieinander gesessen. Da wir beim letzten gemeisamen essen mit Alex Familie von seinen Geschwistern angemacht wurden, wenn wir uns geküsst haben, haben wir uns dieses Mal echt zusammengerissen, nur unterm Tisch Händchen gehalten und sonst nicht viel Körperkontakt gehabt. Aber anscheinend war das noch nicht genug. Ich habe gehört wie Alex Schwester sich in der Küche bei ihm beschwert hat, das wir echt ekelhaft sind und uns mal zusammenreißen sollen. Als Alex sich kurz darauf wieder zu mir an den Tisch gesetzt hat wollte ich ihm einen Kuss geben. Und was hat er gemacht? Er ist zurück gewichen. Als ich ihn fragte was los sei, hat er mit dem Kopf nur in die Richtung seiner Schwester gedeutet. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sauer ich war. Da ich nicht einfach weglaufen konnte, habe ich alle Menschen um mich herum ignoriert und ein Bier nach dem anderen in mich hinein geschüttet. Als wir endlich wieder zu Alex gehen konnten hat er nicht viel dazu gesagt. Also habe ich mir meine Sachen geschnappt und bin gegangen. Es war dunkel und zu Fuß brauche ich fast eine halbe Stunde bis zu mir nach hause, aber ich wollte in diesem Moment einfach nur weg. Ich war verletzt und es schien nicht so, als könnte mein Freund irgendwas sagen, was das ändern könnte. Doch er ist hinter mir her gekommen. Ich habe ihn erst angemacht, dass er mich in Ruhe lassen soll und ich keine Lust auf seine Gesellschaft habe. Doch er ist geblieben und irgendwann haben wir uns auf eine Bank gesetzt und ordentlich miteinander geredet. Ich habe es endlich geschafft meine Gedanken und Gefühle, die in diesem Moment in mir drin waren zu äußern, ohne ihn dabei anzuschreien oder so. Schließlich war ich bereit, ihn wieder in seine Wohnung zu begleiten und wir haben noch ein wenig gekuschelt.
Heute musste Alex dann wieder arbeiten, da es ihm aber nicht gut ging ist er früh nach hause gefahren und ich bin dann auch ne Stunde später zu ihm gefahren, um zu sehen wie es ihm geht. Wie ihr euch vorstellen könnt war ich sehr überfordert damit, dass mein Freund krank war und meine Spannungskurve war entsprechend im Unermesslichen. Deshalb habe ich auch eine Stunde gebraucht um zu ihm zu fahren, ich wollte mich erst ein wenig beruhigen, was mir auch einigermaßen gelungen ist. Alex ging es zum Glück sehr schnell wieder besser. Ich habe mich etwas zu ihm ins Bett gelegt und da Alex schnell wieder munter wurde, haben wir angefangen rumzumachen. Seine Berührungen waren für mich nicht mehr unangenehm, ich bin nicht mehr zurück geschreckt. Deshalb sind wir auch heute dann den nächsten Schritt gegangen und haben miteinander geschlafen. Es war das erste Mal. Ich weiß, wir sind inzwischen mehr als zwei Monate zusammen, aber ihr kennt ja meine Schwierigkeiten bezüglich Sex. Klar, mit Sven hatte ich auch Sex, und das war auch okay, ich hatte keinen großen Gefallen daran, aber irgendwann waren wir immerhin soweit, dass ich keine Flashbacks mehr hatte. Doch mit einem neuen Partner ist es so, als müsste man sich das alles neu erarbeiten. Alex kann mich noch lange nicht überall bedenkenlos anfassen. Es kommt nicht selten vor, dass ich noch zurück schrecke wenn er mich anfasst. Ich habe auch wieder häufiger Flashbacks, einfach weil ich häufiger Gefühle habe, die mich dahin bringen. Und genau deshalb war das heute ein sehr großer Schritt für uns. Wir waren beide unheimlich nervös, doch ich habe durchgehalten. Alex hat immer wieder gefragt ob es okay ist und hat versucht es für mich so angenehm wie möglich zu machen. Natürlich war ich nicht erregt oder so etwas in der Art, doch ich war überglücklich diesen Schritt geschafft zu haben. Danach haben wir noch ein Weilchen im Bett gelegen und gekuschelt. Das waren alles in allem ein paar sehr gefühlsintensive Stunden. Am Nachmittag sind wir noch im Ort Eis essen gegangen und ein bisschen spazieren gegangen. Alex war wieder fit und genauso glücklich wie ich. Morgen geht er auch wieder arbeiten und ich habe noch ein paar Sachen zu regeln. Und am Samstag fahren wir zusammen nach München. Er hat dort eine Montage und nimmt mich mit, in der Hoffnung dass wir uns dann abends noch ein paar schöne Stunden machen können. Am Dienstag kommen wir dann zurück, Mittwoch hat er frei und wir können uns nochmal einen gemütlichen Tag zu zweit machen, Donnerstag fährt er dann wieder für drei Tage weg.
Und ja, das sind so die krassesten Tage der letzten eineinhalb Wochen gewesen und da ich gerade versuche wieder ein wenig zur Ruhe zu kommen, dachte ich ich schreibe das alles einmal auf, damit ich das für mich einmal alles verarbeiten kann.
So, ich hoffe ihr habt das lange Karnevalswochenende gut überstanden und könnt morgen fit in den Alltag starten. Und wenn nicht, haltet durch, bald ist wieder Wochenende. Bis dann meine Lieben.
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