Hallo Leute, dieses Mal lasse ich euch mal weniger als einen Monat warten :D. Momentan sind meine Tage ziemlich eintönig: Ich gehe morgens zur Uni, schreibe fleißig mit, gehe wieder nach hause, esse was, lege mich aufs Sofa, schaue The walking dead, wenn ich mich aufraffen kann lerne ich nebenbei etwas, gehe duschen, esse wieder was, lege mich weiter aufs Sofa, mache mich fertig fürs Bett und gehe schlafen. Und dann alles wieder von vorne. Heute war der erste Tag seit langem, an dem ich mal wieder was anderes gemacht habe. Nach der Uni bin ich mit Sven und einem anderen Freund zu einem Vortrag gegangen, der "Zweifel am Studium" hieß. Tja, es läuft bei keinem von uns so wirklich super...Wir waren vielleicht 15 Minuten da drinnen, dann haben wir beschlossen, dass der Vortrag scheiße ist und sind gegangen. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof sind wir über den Weihnachtsmarkt gegangen und ich habe beschlossen, dass ich Bock auf Alkohol habe. Also habe ich Glühwein getrunken. Sven hatte vorher noch nie Glühwein getrunken, aber er mochte ihn nicht, also habe ich seinen Becher auch noch getrunken. Wir haben uns gut unterhalten, es war echt witzig, ich habe es echt sehr genossen. Es gibt in der Uni nicht wirklich viele Leute, mit denen ich Freizeit verbringen würde, aber Lukas ist echt okay. Umso trauriger, dass er die Uni verlassen will. Alle Leute die ich mag hören nach und nach mit dem Physikstudium auf, das ist echt traurig.
Naja, worauf ich eigentlich hinaus wollte: Ich wollte mich eigentlich richtig hart besaufen, aber Sven hat es mir verboten. Aber ich war leicht angetrunken, das war sehr angenehm. Ich würde gerne wieder jeden Tag trinken... Es war schön, das nicht jeden Tag fühlen zu müssen. Es war schön, keine Angst zu haben. Es war schön, dass nichts mehr eine Bedeutung hatte, dass mir alles scheißegal war. Aber damals hat niemand etwas dazu gesagt, es hat niemanden interessiert. Aber jetzt habe ich jemanden, den es interessiert. Sven würde das nicht zulassen. Und das ist auch gut so. Er weiß besser was gut für mich ist als ich. Ich würde momentan einfach nur gerne den ganzen Tag trinken und mir die Haut aufschlitzen. Ich will, dass jede Bewegung und jede Berührung meinen Arm in Flammen aufgehen lässt. Ich bin gerne "das Mädchen mit den aufgeschlitzen Armen", ich weiß nicht warum, ich bin's einfach. Das bin ich jetzt schon so lange, ich weiß gar nicht mehr, wer ich vorher war. 9 Jahre Selbstverletzung ist eine sehr lange Zeit. Vor allem, wenn man selbst erst 21 ist.
Am Samstag war ich bei Nicole am Grab. Es war sehr schön gemacht, viele Kerzen und Blumen und alles, es war schön gemacht. Ich war zum ersten Mal da und ich habe ihr alles gesagt, was ich zu sagen hatte. Wie wütend ich war, eine lange Zeit. Dass ich es jetzt akzeptiere, dass ich ihre Entscheidung niemals gutheißen kann, weil es eine egoistische Entscheidung ist und weil es immer bessere werden kann, vor allem, wenn man schon ganz unten ist. Aber ich akzeptiere es. Und ich hoffe, sie hat jetzt ihren Frieden gefunden. Und dann stand ich einfach an ihrem Grab und habe geheult. Es war das erste Mal, dass ich um sie geweint habe, ich konnte es vorher nicht. Ich war einfach zu wütend. Doch jetzt bin ich es nicht mehr. Sven hat gedacht, es würde mich nicht so sehr treffen, weil ich nie geweint habe, doch es hat mich getroffen, es hat mich sogar richtig aus der Bahn geworfen, so sehr, dass ich einen Monat nicht regelmäßig in der Uni war. Letzte Woche war ich zum ersten Mal wieder bei allen Veranstaltungen. Diese Woche war ich Montag nicht bei meiner Mathe Übung, aber das lag daran, dass ich krank war, Dienstag und heute war ich wieder da. Und das Bedürfnis nach Alkohol und Rasierklingen ist nicht erst seit heute wieder da, es kommt und geht und heute ist es eben besonders stark. Das hatte ich aber auch schon bevor Nicole gestorben ist.
Naja, ich werde mich jetzt wieder meiner Serie widmen und mir dazu etwas Pizza nehmen, ist doch ein guter Ersatz zu Klingen und Alkohol oder? Ich wünsche euch noch eine schöne Woche und ein angenehmes Wochenende, bis dann.
Mittwoch, 29. November 2017
Donnerstag, 9. November 2017
Ich habe mich wieder länger nicht gemeldet. Nicht, weil ich keine Zeit hatte, ich hatte massig Zeit. Nein, vielmehr, weil echt mieser Scheiß passiert ist. Und ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte, was ich dazu sagen sollte. Aber es ist jetzt über 3 Wochen her, also werde ich es einfach erzählen. Es war letzten Montag vor 3 Wochen, ich saß gerade in einer Matheübung, als eine Freundin, Sarah, in unsere Mädels-Whatsapp-Gruppe geschrieben hat, dass sie dringend mit uns reden muss, persönlich. Ich habe geantwortet, dass ich nicht kommen kann, weil ich in Bonn war, dass sie mir aber gerne persönlich schreiben dürfe was los ist. Sie hat mir dann geschrieben, wollte wissen, ob Sven bei mir ist. War er nicht, deshalb wollte sie sich erst wieder melden, wenn Sven bei mir ist. Daraufhin habe ich mit 2 Freunden aus der Uni darüber spekuliert, was los sein könnte. Lukas, einer der Freunde, hat gewitzelt, dass sie vielleicht eine Affäre mit Sven hatte und jetzt von ihm schwanger ist oder sowas in der Art. Er hat sich allerhand solchen Blödsinn ausgedacht. Doch dann wollte ich mal ernsthaft wissen, warum Sven denn unbedingt dabei sein muss. Da hat Lukas gesagt, das einzig was ihm einfällt ist, als seelischer Beistand. Und in dem Moment wusste ich was los war. Irgendwas mit Nicole stimmte nicht. Sie war zu dem Zeitpunkt noch nicht lange aus der Klinik entlassen. Wegen eines Selbstmordversuches. Bestimmt hatte sie es wieder versucht. Carmen, die Freundin mit der ich und Lukas vorher überlegt hatten, was los sei, hat versucht mich zu beruhigen, aber ich war mir vielzu sicher. Nicole war seit Stunden nicht mehr online gewesen, und Sarah hat auch in der Mädelsgruppe nicht nach ihr gefragt. Außerdem war ihr Whatsapp Status "Ich fühle mich tot. Das einzige was mich daran erinnert noch lebendig zu sein ist der Schmerz" oder zumindest so ähnlich. Als ich 3 Stunden später endlich zu hause war, erzählte ich Sven, dass Sarah uns irgendetwas mitzuteielen hat und von meinem Verdacht, dass Nicole wieder versucht haben könnte, sich das Leben zu nehmen. Sven war, als ich ihm das erzählt habe, auf dem TS und hat mit Freunden gesprochen. Einer seiner Freunde, der gehört hatte was ich sagte, hat Sven daraufhin erzählt, dass sich morgens ein Mädchen vor einen Zug geworfen hat. 5 Minuten später hat sich Sarah dann gemeldet. Und es mir bestätigt. Nicole hatte sich morgens auf die Gleise gelegt und wurde von einem Güterzug erfasst, von Notarzt und Polizei für tot erklärt und von den Eltern identifiziert.
Nicole ist tot. Ich war 2 Tage vorher noch bei ihr, habe ihr beim Renovieren geholfen. Sie hat mir ihre neue Wohnung gezeigt, wir haben die ganze Tapete abgekratzt, Leuchtsterne von der Decke abgemacht und Möbel von den Vormietern auf den Dachboden getragen, auf dem Balkon geraucht und ne Menge geredet. Sie hat mir von der Klinik erzählt und dass sie sich auch bereits eine Therapeutin gesucht hat, die okay ist. Sie hat mir erzählt vor was sie Angst hat. Es gab viel, was ihr Angst gemacht hat, Menschen sind echt das letzte. Zumindest die meisten von ihnen. Ich habe versucht ihr Tipps zu geben, konnte ihr bei manchen Dingen sagen, was mir geholfen hatte. Wir haben auch über Selbstverletzung geredet. Wann wir es machen, also in welchen Situationen. Dass andere Leute es nicht verstehen. Wir haben über Beziehungen geredet, über Jungs, meinen ersten Freund, JP, der mit ihr das gleiche abgezogen hat, wie mit mir. Wir haben über andere Weiber gelästert, uns so gut verstanden, ich habe lange nicht mehr mit jemanden geredet, mit dem ich so auf einer Wellenlänge war. Und jetzt ist sie tot. Ich bin mit den anderen Mädels zum Bahnhof gefahren, wir haben Kerzen und Blumen für die aufgestellt. Eine Woche später war die Beerdigung. Es gab eine persönliche Verabschiedung, ich bin zusammen mit Laura und Janina zu ihr rein gegangen. Ihre Eltern haben uns vorher noch gesagt, dass sie nicht schlimm aussieht, ihr Vater meinte, sie lächelt sogar. Naja, gelächelt hat sie zwar meiner Meinung nach nicht (das wäre auch irgendwie gruselig gewesen) aber schlimm sah sie wirklich nicht aus, ihr Gesicht war unversehrt. Dann gab es eine Trauerfeier, die eine Lachnummer war. Der Redner hat, da sie die Farbe pink und Einhörner mochte, über die symbolische Bedeutung von Einhörnern und pink geredet. darüber, dass sie an den Wochenenden so gerne etwas mit ihrer Familie unternommen hat, dass sie zuhause die Prinzessin war. Bullshit. Ihre Eltern haben sie wie Scheiße behandelt. Es war echt eine Überwindung, ihnen mein Beileid auszusprechen, ich hätte ihnen lieber ins Gesicht gespuckt. Und wer war auch da? Richtig, JP, einer der Typen, die sie scheiße fand. Es waren viel zu viele Leute dort, die sie nicht mochte. Zum Schluss lief das Lied, dieses "die eine, die immer lacht" und so weiter. Es war ein Remix, ich musste fast laut lachen, als ich das gehört habe. Ich habe mich nach rechts und links umgesehen, und war nicht die einzige, die so reagiert hat. Zum Schluss kam noch die Beerdigung. Danach waren Sven Laura und ich noch etwas essen, haben uns etwas unterhalten. Und dann sind wir wieder nach Bonn gefahren.
Die erste Zeit war ich einfach nur wütend. Wütend auf die Leute, die sie schlecht behandelt haben. Und auch wütend auf sie. Es ist nicht so, dass ich nicht verstehen könnte, was einen Menschen soweit treibt, ich war selbst mal kurz davor. Aber man nimmt sich damit jede Chance. Es kann immer besser werden. Sie hatte selbst zu mir gesagt, dass alles besser werden wird, wenn sie ausgezogen ist, wenn ihr Klinikaufenthalt mit der Versicherung geklärt ist, wenn sie ihre Ausbildung in ein paar Wochen abgeschlossen hätte und volles Gehalt bekommen hätte. Und dann die Art, wie sie es getan hat. Sich auf die Gleise legen, der Zugfahrer, der das mit ansehen musste, die Leute am Bahnhof, die es gesehen haben. Das ist nicht okay. Die Leute, die sie zurück gelassen hat. Es hat mich aus der Bahn geworfen. Sven sagt, die ersten Tage danach war mir alles scheißegal. Auf alles bekam er die Antwort "Mir egal". Ich kann mich nicht mehr aufraffen, irgendwas für die Uni oder so zu tun, sobald ich nach hause komme, lege ich mich aufs Sofa und sehe fern, bis wir ins Bett gehen. So hat es mich aus der Bahn geworfen. Ich will gar nicht wissen, wie es für die Leute ist, die enger mit ihr waren. Wie es für Sarah ist und die zwei anderen besten Freundinnen von Nicole. Für ihre Geschwister. Ich hatte nur recht unregelmäßigen Kontakt zu ihr. Als wir noch zusammen zur Schule gegangen sind, war sie eine meiner engsten Freunde. Wir sind immer zusammen an der Kreuzstraße in Bus 4 eingestiegen. Sind bei der Abschlussfeier in der 10. Klasse zusammen mit Luisa händchenhaltend auf die Bühne gestolpert. Keiner von uns konnte auf hohen Schuhen laufen. Ich habe sie zu meinen Kindergeburtstagen eingeladen, als ich im Keller eine "Party" feiern durfte. Klar, wir haben uns auch mal gestritten, teilweise Wochen oder Monate nicht miteinander gesprochen. Meistens haben wir uns an der Bushaltestelle wieder vertragen, weil wir dort nur uns kannten und der Bus vor allem im Winter ständig Verspätung hatte. Das war langweilig, da musste man sich doch unterhalten, scheiß auf Streit. Ich habe viele schöne Erinnerungen an Nicole, ich mochte sie wirklich. Und ich bin sehr traurig, dass sie nicht mehr da ist. Es ist genug Zeit vergangen, dass ich nicht mehr wütend auf sie bin. Nur noch traurig. Sehr sogar. Aber ich weiß, dass es mir wieder besser gehen wird, ich stehe das durch, so wie ich immer alles durchgestanden habe. Daran hätte sie sich mal ein Beispiel nehmen können...okay, vielleicht bin ich doch noch ein kleines bisschen wütend. Aber ehrlich nur ein bisschen.
Nicole ist tot. Ich war 2 Tage vorher noch bei ihr, habe ihr beim Renovieren geholfen. Sie hat mir ihre neue Wohnung gezeigt, wir haben die ganze Tapete abgekratzt, Leuchtsterne von der Decke abgemacht und Möbel von den Vormietern auf den Dachboden getragen, auf dem Balkon geraucht und ne Menge geredet. Sie hat mir von der Klinik erzählt und dass sie sich auch bereits eine Therapeutin gesucht hat, die okay ist. Sie hat mir erzählt vor was sie Angst hat. Es gab viel, was ihr Angst gemacht hat, Menschen sind echt das letzte. Zumindest die meisten von ihnen. Ich habe versucht ihr Tipps zu geben, konnte ihr bei manchen Dingen sagen, was mir geholfen hatte. Wir haben auch über Selbstverletzung geredet. Wann wir es machen, also in welchen Situationen. Dass andere Leute es nicht verstehen. Wir haben über Beziehungen geredet, über Jungs, meinen ersten Freund, JP, der mit ihr das gleiche abgezogen hat, wie mit mir. Wir haben über andere Weiber gelästert, uns so gut verstanden, ich habe lange nicht mehr mit jemanden geredet, mit dem ich so auf einer Wellenlänge war. Und jetzt ist sie tot. Ich bin mit den anderen Mädels zum Bahnhof gefahren, wir haben Kerzen und Blumen für die aufgestellt. Eine Woche später war die Beerdigung. Es gab eine persönliche Verabschiedung, ich bin zusammen mit Laura und Janina zu ihr rein gegangen. Ihre Eltern haben uns vorher noch gesagt, dass sie nicht schlimm aussieht, ihr Vater meinte, sie lächelt sogar. Naja, gelächelt hat sie zwar meiner Meinung nach nicht (das wäre auch irgendwie gruselig gewesen) aber schlimm sah sie wirklich nicht aus, ihr Gesicht war unversehrt. Dann gab es eine Trauerfeier, die eine Lachnummer war. Der Redner hat, da sie die Farbe pink und Einhörner mochte, über die symbolische Bedeutung von Einhörnern und pink geredet. darüber, dass sie an den Wochenenden so gerne etwas mit ihrer Familie unternommen hat, dass sie zuhause die Prinzessin war. Bullshit. Ihre Eltern haben sie wie Scheiße behandelt. Es war echt eine Überwindung, ihnen mein Beileid auszusprechen, ich hätte ihnen lieber ins Gesicht gespuckt. Und wer war auch da? Richtig, JP, einer der Typen, die sie scheiße fand. Es waren viel zu viele Leute dort, die sie nicht mochte. Zum Schluss lief das Lied, dieses "die eine, die immer lacht" und so weiter. Es war ein Remix, ich musste fast laut lachen, als ich das gehört habe. Ich habe mich nach rechts und links umgesehen, und war nicht die einzige, die so reagiert hat. Zum Schluss kam noch die Beerdigung. Danach waren Sven Laura und ich noch etwas essen, haben uns etwas unterhalten. Und dann sind wir wieder nach Bonn gefahren.
Die erste Zeit war ich einfach nur wütend. Wütend auf die Leute, die sie schlecht behandelt haben. Und auch wütend auf sie. Es ist nicht so, dass ich nicht verstehen könnte, was einen Menschen soweit treibt, ich war selbst mal kurz davor. Aber man nimmt sich damit jede Chance. Es kann immer besser werden. Sie hatte selbst zu mir gesagt, dass alles besser werden wird, wenn sie ausgezogen ist, wenn ihr Klinikaufenthalt mit der Versicherung geklärt ist, wenn sie ihre Ausbildung in ein paar Wochen abgeschlossen hätte und volles Gehalt bekommen hätte. Und dann die Art, wie sie es getan hat. Sich auf die Gleise legen, der Zugfahrer, der das mit ansehen musste, die Leute am Bahnhof, die es gesehen haben. Das ist nicht okay. Die Leute, die sie zurück gelassen hat. Es hat mich aus der Bahn geworfen. Sven sagt, die ersten Tage danach war mir alles scheißegal. Auf alles bekam er die Antwort "Mir egal". Ich kann mich nicht mehr aufraffen, irgendwas für die Uni oder so zu tun, sobald ich nach hause komme, lege ich mich aufs Sofa und sehe fern, bis wir ins Bett gehen. So hat es mich aus der Bahn geworfen. Ich will gar nicht wissen, wie es für die Leute ist, die enger mit ihr waren. Wie es für Sarah ist und die zwei anderen besten Freundinnen von Nicole. Für ihre Geschwister. Ich hatte nur recht unregelmäßigen Kontakt zu ihr. Als wir noch zusammen zur Schule gegangen sind, war sie eine meiner engsten Freunde. Wir sind immer zusammen an der Kreuzstraße in Bus 4 eingestiegen. Sind bei der Abschlussfeier in der 10. Klasse zusammen mit Luisa händchenhaltend auf die Bühne gestolpert. Keiner von uns konnte auf hohen Schuhen laufen. Ich habe sie zu meinen Kindergeburtstagen eingeladen, als ich im Keller eine "Party" feiern durfte. Klar, wir haben uns auch mal gestritten, teilweise Wochen oder Monate nicht miteinander gesprochen. Meistens haben wir uns an der Bushaltestelle wieder vertragen, weil wir dort nur uns kannten und der Bus vor allem im Winter ständig Verspätung hatte. Das war langweilig, da musste man sich doch unterhalten, scheiß auf Streit. Ich habe viele schöne Erinnerungen an Nicole, ich mochte sie wirklich. Und ich bin sehr traurig, dass sie nicht mehr da ist. Es ist genug Zeit vergangen, dass ich nicht mehr wütend auf sie bin. Nur noch traurig. Sehr sogar. Aber ich weiß, dass es mir wieder besser gehen wird, ich stehe das durch, so wie ich immer alles durchgestanden habe. Daran hätte sie sich mal ein Beispiel nehmen können...okay, vielleicht bin ich doch noch ein kleines bisschen wütend. Aber ehrlich nur ein bisschen.
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