Hallo meine Lieben. Ich hoffe euch ist es seit meinem letzten Lebenszeichen gut ergangen. Ich würde sagen bei mir trifft das durchaus zu. Den Einsatz in der Tagesklinik habe ich positiv beendet, es hat mir dort sehr viel Spaß gemacht und ist eigentlich nur von Tag zu Tag besser geworden. Der Schulblock danach hat auch stattgefunden, allerdings nur online. 6 Wochen lang fast jeden Tag von 8-15 Uhr vor dem Pc hängen, sämtliche Blätter wurden am Pc Programm bearbeitet und der Unterreicht fand per Videochat statt. Es war eine interessante Erfahrung und zum Teil war es auch sehr geil morgens nicht aus dem Haus zu müssen, aber irgendwann hat einfach etwas gefehlt. Ich habe meinen Kurs total vermisst und mich sehr gefreut, dass wir am letzten Tag des Blockes in die Schule kommen durften. Alex hatte in der ganzen Zeit fast immer Kurzarbeit, war also zu hause. Das war natürlich auch sehr schön, denn durch mein Homeoffice konnten wir wirklich viel Zeit miteinander verbringen. Auch zuhause habe ich viel geschafft bekommen, da ich mir natürlich jeden Tag eine Stunde Auto fahren gespart habe. Der Balkon ist voller Blumen und aus dem Garten konnten wir bereits erstes Gemüse ernten. Das hat schon was! Von mir aus könnte ich immer zuhause arbeiten, sofern ich es denn dann ab und an mal schaffen würde Menschen zu treffen. Das habe ich tatsächlich sogar getan. Während der Schulzeit/ Homeoffice oder was auch immer habe ich mich zwei Mal mit ein paar Mädels aus meinem Kurs zu lernen getroffen. Wir haben zwar weniger gelernt und mehr gequatscht, aber die Zeit tat mir sehr gut. Dann habe ich mich mal wieder mit Sophie getroffen, wir hatten uns ein Jahr lang nicht gesehen. Entsprechend viel hatten wir uns zu erzählen. Eigentlich wollte ich an dem Abend nur mal für eine Stunde vorbei schauen, aber daraus sind dann doch 4 oder so geworden. Ein Zeichen, dass es super schön war! Das alles zeigt mir, dass ich wohl doch nicht so antisozial bin wie ich immer denke und zumindest ein kleines Maß an gepflegten Kontakten benötige. Trotzdem bin ich noch nicht wirklich gut darin. Ich bin aber wirklich bemüht wieder mehr mit Leuten zu schreiben und zu einem Treffen nicht immer nein zu sagen, auch wenn es mir noch sehr schwer fällt. Ich führe eine Liste darüber, wie oft es mir gelingt am Ende des Tages gelungen ist, meine Whatsapp Nachrichten zu beantworten :D. Ihr seht also das "an mir arbeiten" ist immer noch mein Hauptthema. Klar würde ich nach über 2 Monaten gerne schreiben, dass ich mein Werkzeug gefunden habe, aber ich denke so einfach ist das nicht. Aber ich übe weiter an meiner Achtsamkeit, führe ein Anspannungstagebuch und versuche einfach viel zu tun, was mir gut tut. Gehe viel spazieren, mache Sport, versuche was kreatives zu machen, aber auch das richtige Maß zu finden zwischen arbeiten und ausruhen. Und auch wenn ich mal einen schlechten Tag habe versuche ich mich dazu aufzuraffen etwas zu machen, woran ich normalerweise Freude habe. Und das funktioniert dann auch meistens. Es ist schon traurig, dass man sich manchmal erst zwingen muss, bevor etwas schön ist, aber der Unterschied zu früher ist einfach, dass ich das jetzt tue.
Im Moment gibt es noch ein weiteres Projekt, was ansteht: Der Motorradführerschein. Letzten Monat habe ich mir endlich ein Motorrad gekauft (eine Kawasaki GPZ 500 für die die was damit anfangen können) und mich bei der Fahrschule angemeldet. Am 1.8. mache ich den erste Hilfe Kurs und dann kann es los gehen. Voll unnötig, dass ich den Kurs machen muss, da ich den ja offensichtlich schonmal gemacht habe, da ich einen Autoführerschein habe und Krankenpflege lerne, wo ich auch schon gelernt habe, wie erste Hilfe geht. Aber die Schule darf mir das nicht bescheinigen und der von 2013 gilt nicht mehr, weil in dem Jahr irgendwas geändert wurde, voll doof. Aber naja, erste Hilfe kann man ja nicht oft genug üben. Trotzdem habe ich nicht so viel Lust, einen Samstag damit zu verschwenden.
Sonst gibt es eigentlich nichts neues, aber so viel kann man ja auch immer noch nicht manchen. Selbst auf der Arbeit sind die Stationen noch nicht wieder voll besetzt. Gerade arbeite ich auf einer Kinderstation (6-8jährige), da bin ich ganz froh drum, dass nur 2/3 der Betten belegt sind. Die Kinder haben alle ADHS und sind rotzefrech und ich bin eigentlich ziemlich froh, wenn der Einsatz vorbei ist. Ich hasse Kinder und werde da jeden Tag bestätigt, dass ich keine Kinder bekommen möchte. Zum Glück sieht Alex das genauso. In 2 Wochen ist der Einsatz da aber auch schon wieder vorbei, danach habe ich wieder Schule und Ende August habe ich sogar 2 Wochen Urlaub, da freue ich mich auch schon sehr drauf. Ob der nächste Schulblock wieder online stattfindet weiß noch niemand, ich bin gespannt. Im Moment wäre mir beides Recht, sind dann eh nur noch 2 Wochen bis zum Urlaub. Da Alex immer noch in Kurzarbeit ist hoffe ich, dass wir dann viel Unternehmen können, und wenn es nur Tagesausflüge sind. Für dieses Jahr habe ich mir sogar eine Summer Bucket List geschrieben. Da stehen zwar nicht so unbedingt außergewöhnliche Sachen drauf, aber trotzdem viele Sachen die ich sicher sehr genießen werde. Zum Beispiel möchte ich eine Nacht draußen verbringen, in der ich erst den Sonnenuntergang beobachte, dann Sterne schauen (vielleicht in einer Sternschnuppennacht) und mit dem Sonnenaufgang ende. Es stehen auch ganz einfache Sachen drauf wie Inliner fahren, oder schwimmen gehen, aber wie gesagt, es wird sicher alles schön werden und stellt für mich eine Motivation dar, den Hintern hoch zu bekommen. Und wenn das funktioniert mache ich mir vielleicht für die anderen Jahreszeiten auch solche Listen. Es gibt schließlich immer schöne Sachen, die man unternehmen kann.
So, ich werde jetzt noch ein wenig das gute Wetter genießen. Schönes Restwochenende und hoffentlich bis bald! Passt gut auf euch auf!