Samstag, 27. Januar 2018
Guten Abend Leute. Bitte entschuldigt, ich bin leicht angetrunken, aber ich werde mir Mühe geben, ordentlich zu schreiben. Ich war mit meinem Vater was essen und da wir zu Fuß zum Restaurant gegangen ist, habe ich mir ein paar Gläser genehmigt. Es tat gut, angetrunken und mit einer Zigarette in der Hand durch die kalte Luft zu spazieren, es hat sich angefühlt, wie früher. Wahrscheinlich besonders, weil ich die ganze Woche über extremst Lust hatte, mich zu besaufen. Das widerum liegt daran, dass ich eine extrem beschissene Woche hinter mir habe. Ich bin am Ende, ich will nicht mehr. Es geht mir momentan wirklich wirklich schlecht. So schlecht, dass ich dauerhaft seit 6 Tagen Magenschmerzen habe. So schlecht, dass die Schlafstörungen wieder anfangen. So schlecht, dass ich alles dafür geben würde, dass es aufhört. Ich denke viel darüber nach, mir das Leben zu nehmen, aber Sterben ist nicht das, was ich will. Es wäre eher ein Kollateralschaden. Etwas, was ich in Kauf nehmen müsste, damit es nicht mehr weh tut, damit meine Gedanken endlich Ruhe geben. Ich will nicht mehr denken und ich will erst recht nicht mehr fühlen. Auf dem Tisch liegen noch knapp drei Paletten Antidepressiva, wenn ich die nehmen würde, würde es bestimmt aufhören. Aber dabei würde ich wahrscheinlich sterben. Ich sehe nur keine Ausweg, wie ich meine Still bekomme, ohne dabei draufzugehen, Aber da ich ja eigentlich nicht sterben will, habe ich mich damit begnügt, mir die Haut aufzuschlitzen und Alkohol zu konsumieren. Das ist immerhin ein Anfang. Ich vermisse die Zeiten, in denen ich jeden Tag besoffen war. In denen ich mir schon vor der Schule den ersten Drink gegönnt habe. Es war sehr viel erträglicher zu der Zeit. Sehr viel einfacher. Aber jetzt habe ich einen Freund, mit dem ich zusammen lebe und dem ich Verantwortungsbewusstsein entgegenbringen muss. Ich versuche, in mit einzubeziehen, ich sage ihm, was gerade bei mir Sache ist. Ich erwarte nicht, dass er mir irgendwie helfen kann oder so, aber er hat gesagt, er will es trotzdem wissen. Ich versuche gelegentlich, es ihm verständlich zu machen, aber das ist schwer. Aber ich gebe hier wirklich mein Bestes. Ich rede mit ihm und ich lebe noch, verdammt nochmal und das obwohl alles in mir schreit, dass ich es endlich tun soll. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch kann. Jeden Tag bin ich selbst erstaunt, weil ich denke, dass ich eigentlich schon lange hätte zusammenbrechen müssen. Im Grunde warte ich nur darauf, dass genau das passiert. Ich habe zwar die Schnauze voll davon, auf irgendwas zu warten, aber mir fehlt gerade im Moment einfach die Kraft, etwas zu ändern. Ich glaube, selbst wenn mir die tödliche Dosis Tabletten auf dem Silbertablett serviert werden würde, selbst dann wäre viel zu kraftlos, zu erschöpft...zu müde um sie zu nehmen. Das einzige, was ich im Moment kann ist, mich in Embryostellung auf die Couch zu legen, mich in eine Decke zu kuscheln und irgendwelche Serien zu gucken, die ich schon tausend mal gesehen habe. Kennt ihr die Stelle in Bis(s) zur Mittagsstunde (Im Buch, nicht im Film), wo Bella, nachdem Edward sie verlassen hat, schwere Depressionen bekommt und schildert, wie sie ihre Arme um den Körper schlingt, weil sie Angst hat, dass sie sonst an dem Schmerz zerbrechen würde? Ich finde, das beschreibt es sehr gut. (Auch wenn jetzt wohl niemand mehr auf Twilight steht, ich wette vor 5 oder 6 Jahren standet ihr genauso darauf wie ich :D). Ich suche immer noch nach einem Weg, das was in mir vor geht, für andere verständlich zu machen. Keine Ahnung, ob mir das in diesem Post gelungen ist, doch ich hoffe es. Mir fällt auch nichts mehr ein, was ich noch hinzufügen könnte, also werde ich es einfach lassen. Ich hoffe sehr, euch geht es besser als mir und ich wünsche euch wie immer einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche, vielleicht schaffe ich das ja auch. Bis dann!
Montag, 22. Januar 2018
Hallo meine Lieben. Ich weiß, fürs Wochenende bin ich etwa 12 Stunden zu spät dran, aber ich zeige meinen guten Willen, indem ich den Post jetzt nachhole. Wie ihr euch denken könnt, war mein Wochenende sehr stressig. Svens Mutter hatte nämlich am Freitag Geburtstag, deswegen waren wir abends da und haben das Dschungelcamp geguckt. Samstag hat sie dann gefeiert, und zwar hat sie so ein Krimi-Dinner gemacht, wo halt jeder eine Rolle spielen muss, das war ganz cool. Sonntag habe ich dann erst 2 Stunden gelernt, dann wollte ich um 14 Uhr mit Sven was bei seinen Großeltern abholen. Von da an hatte ich dann keine freie Sekunde mehr, bis wir abends um halb 11 in Bonn angekommen sind, und dann hat zu allem Überfluss noch unser Router mal wieder gesponnen, also kein Internet. Naja, ansonsten habe ich dann gestern Abend noch viel mit Sven geredet. Es ging mir nicht so gut und er wollte wissen was los ist und war dann beleidigt, weil ich ihm nichts mehr erzähle. Ich habe ihm daraufhin etwas erzählt und als er dann meinte, das Thema sei ja jetzt erledigt und wir könnten über was anderes sprechen, habe ich ihn darüber aufgeklärt, dass das für mich eben noch nicht erledigt ist und ich gerne darüber sprechen wollte. Weil es für mich halt noch viel mehr dazu zu sagen gab und es einfach noch viel mehr war als das, was ich gesagt habe. Während ich geredet habe gab es immer wieder Pausen, weil mein Freund gesagt hat, ich soll die Klappe halten, weil ihn das, was ich gesagt habe traurig machen würde und er das nicht hören wolle. Am Ende hat er fast eine Angstattacke bekommen, super. Aber ich habe nicht mit ihm geredet, weil ich so dingend darüber reden wollte, was mit mir los war. Sondern ich wollte es, was mir sehr gut gelungen ist, als Beispiel nutzen, warum ich kein Interesse mehr daran habe, mit ihm über meine Probleme zu reden. Habe ich ihm dann auch so gesagt, guck mal, erst willst du, dass ich dir erzähle, was los ist und dann sagst du, ich soll die Klappe halten, weil es dich traurig macht. Fühlt sich für mich halt kacke an, weil es mit einem "halt die Klappe" nicht aus der Welt ist. Im Gegenteil, dann bin ich noch aufgewühlter, weil ich halt gerade dabei war, etwas zu erzählen, und dann darf ich nicht weiter machen und bin dann mit meinem Problem wieder ganz alleine und kann dann gucken, wie ich es alleine schaffe, wieder runterzufahren. So und dann hat er mitten im Gespräch zu seinen Notfalltabletten gegriffen und ich habe ihm dann feierlich erklärt, dass ich ihm nie wieder etwas erzählen werde. Dann war er sauer wegen meiner Aussage, ich war sauer, weil er mich nur durch ein stumpfes Greifen nach den Tabletten darauf aufmerksam gemacht hat, dass er gleich ne Angstattacke bekommt, als ich ihm das gesagt habe, meinte er nur "du erzählst mir ja auch nichts". Ich LIEBE diese Aussage. Die habe ich schon häufiger zu hören bekommen. Das ist so dämlich. Ich mache das aus Eigenschutz, weil es immer so ist: Ich öffne mich, mein Gegenüber weiß nicht mit mir umzugehen und wechselt das Thema und ich bleibe alleine und noch aufgewühlter als vorher darauf sitzen. Also, ich habe meine Gründe, sie wurden mir oft genug bestätigt. Aber andere Leute kommen mir dann nur weil sie beleidigt sind mit dieser Aussage, das ist doch dämlich. Außerdem habe ich es doch versucht, das habe ich ihm dann auch mal gesagt. Wir sind, wie immer, nicht auf einen Nenner gekommen. Tja, am Donnerstag, am Todestag meiner Mutter, war er zuckersüß. Er war extrem rücksichtsvoll, hat meine Wünsche respektiert und keinen Streit angefangen. Das war so angenehm, es hat mir den Tag wirklich vereinfacht. Aber direkt am nächsten Tag war wieder alles so wie vorher. Als ob es mit dem Datum selbst abgehandelt wäre und man jetzt wieder für ein Jahr Ruhe hat. Ich hätte nichts dagegen, wenn er mal wieder öfter so bemüht wäre. Nur weil man jetzt fast 3 Jahre zusammen ist, heißt dass ja nicht, dass man sich keine Mühe mehr geben muss, oder? Aber ich habe das Gefühl, ich rede gegen ein Wand, wenn ich versuche mit ihm darüber zu sprechen, also kann ich es mir wohl auch sparen.
Naja gut, das war mein Wort zum Montag, ich muss mich jetzt für die Uni fertig machen (Nein ich habe nicht erst so spät Uni, aber ich war einfach nicht bei meiner ersten Vorlesung). Ich wünsche euch einen möglichst angenehmen Montag und eine erfolgreiche Woche, bis dann.
Naja gut, das war mein Wort zum Montag, ich muss mich jetzt für die Uni fertig machen (Nein ich habe nicht erst so spät Uni, aber ich war einfach nicht bei meiner ersten Vorlesung). Ich wünsche euch einen möglichst angenehmen Montag und eine erfolgreiche Woche, bis dann.
Samstag, 13. Januar 2018
Guten Abend meine Lieben. Es ist Samstag und ich poste etwas, yay. Und wer hätte das gedacht: mir geht es momentan ziemlich bescheiden. Es zieht sich jetzt schon über Wochen und ich wünschte, ich könnte euch mal was anderes sagen, aber momentan habe ich das Gefühl, dass es mir jeden Tag schlechter geht. Aber das bedeutet auch, dass irgendwann der Tiefpunkt kommen wird und ich mich danach auch wieder besser fühlen werde. Alleine die Tatsache, dass ich das so sehen kann ist doch schon ein großer Fortschritt im Gegensatz zu früher, oder? Aber meine Woche war auch anstrengend. Es war ja die erste Woche Uni nach den Weihnachtsferien und ich habe das immer nach den Ferien, dass es mir noch schwerer fällt als sonst die Wohnung zu verlassen und mich mit Menschen zu umgeben. Ich muss Zug und U-Bahn fahren, da sind laute, teilweise auch aufdringliche Menschen drinnen, dann muss ich mich am Hauptbahnhof durch die Menschenmasse kämpfen und dann werde ich in der Uni noch von Menschen umarmt und vollgequatscht. Das ist einfach anstrengend. Dann habe ich ja auch versucht, Haushalt und vor allem unsere Ausgaben zu regulieren, das haben wir diese Woche schonmal ganz zufriedenstellend hinbekommen. Aber auch das ist anstrengend. Nebenbei muss ich auch noch mehr lernen als sonst, weil in nichtmal mehr 3 Wochen die erste Klausur ansteht. Ich bin jetzt schon mega nervös, weil ich mein Studium doch so gerne hinbekommen möchte. Es stimm nämlich, jetzt an Ende des dritten Semesters kommen langsam die interessanteren Themen der Physik dran und ich merke wieder, wie viel Spaß ich daran habe. Das ist ein tolles Gefühl, aber gleichzeitig löst das auch einen enormen Druck aus, weil ich das so gerne schaffen möchte, aber es ist halt wirklich wirklich schwerer Stoff. Ich habe Angst, dass mein Bestes schon wieder nicht gut genug ist... Es ist kein schönes Gefühl sich den Arsch aufzureißen, nur um am Ende nichtmal ansatzweise genug Punkte zu haben, um das Modul zu bestehen. Aber genug von der Uni, ich sollte versuchen mal nicht daran zu denken. Woran ich momentan auch ununterbrochen denke, ist meine Mutter, nächste Woche ist sie schon 7 Jahre nicht mehr da. Dann habe ich schon ein drittel meines Lebens ohne sie verbracht. Es ist so verdammt viel passiert in dieser Zeit, ich wünsche mir jeden Tag, dass ihr davon erzählen könnte. Naja, also auf eine Weise erzähle ich ihr davon, ich rede mit ihr, wenn ich bei ihrem Grab bin (ich bin nicht verrückt, da kommt keine Antwort, nur ich rede) und erzähle ihr, was es so Neues gibt, aber ich würde es ihr einfach gerne persönlich sagen, ist ja auch klar. Und ich merke, dass ich Dinge vergesse, das ist so schrecklich. Ich will nicht vergessen, wie ihre Stimme klang, wie ihr Lieblingspafum an ihr roch, oder einfach, wie sie sich in bestimmten Situationen reagiert hat. Ich wünschte, ich hätte sie richtig kennenlernen können und hätte nicht nur meine kindliche Wahrnehmung als Erinnerung. Das ist wirklich eine der Sachen, die ich am meisten bedauere: Dass ich im Grunde gar nicht weiß, wie ihre Persönlichkeit war. Natürlich habe ich viele Erinnerungen an sie und wenn ich von ihr erzähle, ist sie sowieso immer eine Heilige, aber ich würde gerne wissen, wie sie wirklich war. Viele Erinnerungen sind natürlich auch durch ihren Gehirntumor und die starken Schmerzmittel gar nicht richtig. Das war nicht sie, das war einfach ein Mensch, dem Krebsgewebe aufs Gehirn drück und der durch Morphium verwirrt wurde. Und wer weiß, wie lange der Tumor schon da war, bevor er entdeckt wurde? Wochen? Monate? Ein Jahr? Wer weiß das schon. Achja, wo ich schonmal dabei bin: Ich schreibe über meine Mutter ohne in Tränen auszubrechen. Noch ein Fortschritt. Trotzdem würde ich das Thema gerne wechseln. Allerdings zu welchem Thema? Über meinen Freund werde ich mich heute mal nicht beschweren :D Ich habe ihn zwar wieder den ganzen Tag nicht gesehen, obwohl ich gerne den Abend mit ihm verbracht hätte, aber diese Woche lief es ganz gut zwischen uns, es war auch wieder entspannter, dadurch, dass wir in Bonn in unserer eigenen Wohnung waren, ohne uns beeinflussende Eltern. Und bevor mir jetzt doch wieder 100 Sachen einfallen, über die ich meckern könnte, werde ich den Post an dieser Stelle beenden. Ich wünsche euch einen entspannten Sonntag und einen guten Start in die Woche, bis dann meine Lieben!
Samstag, 6. Januar 2018
Frohes neues Jahr meine Lieben! Es ist erst der 6. Januar und es kommt mir schon so vor, als wäre das Jahr ewig lang. Für das neue Jahr habe ich mir zumindest einen Vorsatz gemacht: Ich will wieder einmal pro Woche bloggen. Dieser Blog hat mich durch die schlimmsten und durch die besten Zeiten meines Lebens begleitet und es gefällt mir nicht, wie sehr ich ihn im letzten Jahr vernachlässigt habe. Natürlich hatte ich viel damit zu schaffen, mich in Bonn und in der Uni einzugewöhnen und meine Freizeit hat sich auf ein Minimum begrenzt, aber ich schätze nach über einem Jahr könnte ich mal sagen, dass ich mich eingewöhnt habe und ich werde mir die Zeit jetzt einfach nehmen. Außerdem möchte ich mich wieder davon distanzieren, dass meine Posts Berichte davon sind, was ich alles irrelevantes für die Uni gemacht habe. Klar, die Uni ist ein großer Bestandteil meines Lebens, aber ich möchte euch wieder mehr daran teilhaben lassen, was mich gerade beschäftigt, was ich empfinde und sowas. Außerdem denke ich, wenn ich mir einmal die Woche die Zeit nehme, meine Gedanken zu ordnen, wird es mir auch wieder etwas besser gehen. Ich habe die Befürchtung, dass dabei zwar wieder viele "Jammer-Posts" rauskommen, aber dann ist das eben so, ich habe halt mehr schlechte als gute Tage, ich werde mir Mühe geben, auch über die guten Sachen zu schreiben, aber schlechte Gefühle bleiben meistens länger im Gedächtnis, das kennt glaube ich jeder von euch. Damit ich mir die Zeit zum bloggen auch wirklich nehme, werde ich das immer am Wochenende machen, wenn ich bei meinem Vater bin. Da habe ich denke ich die meiste Zeit, weil ich auch mal etwas länger auf bin als unter der Woche und es bloggt sich nachts nunmal am Besten. So, dann hoffe ich mal, dass ich diesen Vorsatz auch einhalten kann und dann würde ich sagen, geht es jetzt mal mit dem richtigen Post los:
Also, wie ihr vielleicht schon rausgehört habt, geht es mir in letzter Zeit nicht ganz so gut. Ich denke, das liegt erstmal allgemein an der Jahreszeit, wegen Weihnachten und Mamas Todestag, der keine zwei Wochen mehr entfernt ist. Aber es ist noch mehr als das. Wie ihr vielleicht auch schon rausgehört habt, streite ich momentan sehr viel mit meinem Freund. Ich gehe einfach richtig schnell an die Decke, bin wegen jedem Scheiß direkt sauer und fühle mich von ihm sehr unverstanden. Er hat seine Medikamente mittlerweile absetzen können, worüber ich wirklich sehr sehr froh bin, aber dadurch hat sich leider an der Art, wie er mit mir umgeht nicht viel geändert. Ich weiß gar nicht, wie ich "die Art wie er mit mir umgeht" beschreiben soll. Es ist halt hauptsächlich, dass ich mich unverstanden fühle. Er geht ganz anders mit meinen Problemen um als früher. Als ich ihn darauf angesprochen habe hat er gesagt, dass er damit bezwecken will, dass sich auch bei mir etwas daran ändert, wie ich damit umgehe. Ich habe ihm schon oft gesagt, dass er mir damit nicht hilft, im Gegenteil, es sorgt eigentlich immer dafür, dass es mir noch schlechter geht. Ich meine, er ist nicht mein Therapeut, es ist nicht seine Aufgabe und von meiner Seite aus auch absolut nicht erwünscht, dass er mich in einer distanzierten Art und Weise in ein anders Verhaltensmuster lenkt. Aber es ist egal, wie oft ich versuche, ihm das zu sagen, er will es einfach nicht verstehen. Er sagt mir dann, dass er nicht weiß, wie er sonst damit umgehen soll. Ich erkläre ihm dann immer wieder, dass ich in solchen Momenten nur ein wenig Verständnis brauche. Ich will keinen genervten Freund haben, der mir ein Dilemma vor die Füße klatscht und mir immer wieder sagt, dass ich mich für eine der zwei oder drei beschissenen Möglichkeiten entscheiden muss, das weiß ich nämlich selber, deswegen fühle ich mich ja scheiße. Ich brauche jemanden, der mich dann in den Arm nimmt, Verständnis dafür hat, dass ich gerade überfordert bin und mich von meinem Problem distanziert. Solange ich mich nämlich nicht beruhigt habe, macht eine Konfrontation nämlich überhaupt keinen Sinn, ich schmettere eh alles ab was man mir dazu sagen will, weil ich gerade keinen Bock habe, mich damit auseinenderzusetzen. Das ganze endet natürlich immer in einem Streit und damit, dass ich meinem Freund vorwerfe, dass er nicht mehr mit mir umgehen kann. Das verletzt ihn natürlich, das kann ich auch verstehen, aber es ist leider die Wahrheit. Und ich habe absolut keine Ahnung, wie wir das wieder hinbekommen sollen. Ich will so oft versuchen, mit ihm eine Lösung zu finden, aber es endet halt immer im Streit, weil wir beide total überfordert mit der Art des anderen sind. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht mit ihm Schluss machen oder so, falls das jetzt so klingt. Aber es muss sich etwas ändern, sonst gehe ich daran kaputt. Ich liege die halbe Nacht wach und gehe im Kopf Dialoge durch, überlege, was ich am Besten sagen kann, was für Lösungen ich vorschlagen kann, aber ich schaffe es eigentlich nie wirklich zufriedenstellend auszudrücken, was ich meine.
Ab Montag, wenn die Uni wieder los geht, kommt noch etwas hinzu, was mir ganz und gar nicht gefällt. Vor den Ferien hat mein Freund es nämlich vorgezogen, die halbe Nacht zu zocken und dementsprechend lange zu pennen. Ich bin schon morgens um halb 5 wach geworden und er saß noch am Pc. Oder wenn ich nicht so lange Uni habe oder in der Mittagspause nach hause fahre oder so, komme ich um 13 Uhr in unsere Wohnung und er pennt immer noch. Zur Uni geht er auch nur noch einmal pro Woche, den Haushalt darf ich aber trotzdem alleine machen. Er schläft, isst und zockt eigentlich nur. Das stört mich ebenfalls sehr. Ich kann verstehen, dass die Uni eine "keinen Bock auf nichts" Einstellung auslöst, solche Phasen habe ich auch, aber haben andere Menschen noch nie etwas von Überwindung gehört? Und wenn man schon nicht zur Uni geht, dann könnte man sich wenigstens mal um seinen Bafögantrag kümmern, oder mal spülen oder die Wäsche zusammenlegen oder IRGENDWAS. Aber das ist wohl auch zu viel verlangt. Hmm okay, irgendwie meckere ich schon wieder die ganze Zeit nur. Das klingt echt so, als ob Sven der größte und faulste Hurensohn auf dem Planeten ist. Naja gut, faul ist er, aber er ist kein Hurensohn. Zumindest wenn ich gerade nicht sauer auf ihn bin :D. Ab und zu sind wir auch schonmal nett zueinander und haben uns lieb und so, aber das ist ja nicht spektakulär, darüber schreibt man ja nicht. Aber keine Sorge, wir haben uns sogar ganz doll lieb. Und heute Abend fahren wir mit Charis zur "Dorfdisko", das ist in dem Laden wo wir letztens schon hinwollten, aber hatte da aber zu. Total dämlich, die haben nur jeden ersten Samstag im Monat auf. Ich hab eigentlich nicht so viel Lust, aber naja, mal sehen wies wird, ich steh einfach nicht so sehr auf Disko. Und ich darf nichtmal was trinken, weil ich fahren muss :(. Tragisch. Aber ich sollte momentan wahrscheinlich sowieso besser nicht trinken. Eigentlich sollte ich wahrscheinlich am besten gar nicht mehr trinken, aber nein danke, dafür bin ich zu gerne betrunken. Naja, das war erstmal alles, was ich auf der Seele hatte, ich melde mich spätestens in einer Woche wieder. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche, bis dann!
Also, wie ihr vielleicht schon rausgehört habt, geht es mir in letzter Zeit nicht ganz so gut. Ich denke, das liegt erstmal allgemein an der Jahreszeit, wegen Weihnachten und Mamas Todestag, der keine zwei Wochen mehr entfernt ist. Aber es ist noch mehr als das. Wie ihr vielleicht auch schon rausgehört habt, streite ich momentan sehr viel mit meinem Freund. Ich gehe einfach richtig schnell an die Decke, bin wegen jedem Scheiß direkt sauer und fühle mich von ihm sehr unverstanden. Er hat seine Medikamente mittlerweile absetzen können, worüber ich wirklich sehr sehr froh bin, aber dadurch hat sich leider an der Art, wie er mit mir umgeht nicht viel geändert. Ich weiß gar nicht, wie ich "die Art wie er mit mir umgeht" beschreiben soll. Es ist halt hauptsächlich, dass ich mich unverstanden fühle. Er geht ganz anders mit meinen Problemen um als früher. Als ich ihn darauf angesprochen habe hat er gesagt, dass er damit bezwecken will, dass sich auch bei mir etwas daran ändert, wie ich damit umgehe. Ich habe ihm schon oft gesagt, dass er mir damit nicht hilft, im Gegenteil, es sorgt eigentlich immer dafür, dass es mir noch schlechter geht. Ich meine, er ist nicht mein Therapeut, es ist nicht seine Aufgabe und von meiner Seite aus auch absolut nicht erwünscht, dass er mich in einer distanzierten Art und Weise in ein anders Verhaltensmuster lenkt. Aber es ist egal, wie oft ich versuche, ihm das zu sagen, er will es einfach nicht verstehen. Er sagt mir dann, dass er nicht weiß, wie er sonst damit umgehen soll. Ich erkläre ihm dann immer wieder, dass ich in solchen Momenten nur ein wenig Verständnis brauche. Ich will keinen genervten Freund haben, der mir ein Dilemma vor die Füße klatscht und mir immer wieder sagt, dass ich mich für eine der zwei oder drei beschissenen Möglichkeiten entscheiden muss, das weiß ich nämlich selber, deswegen fühle ich mich ja scheiße. Ich brauche jemanden, der mich dann in den Arm nimmt, Verständnis dafür hat, dass ich gerade überfordert bin und mich von meinem Problem distanziert. Solange ich mich nämlich nicht beruhigt habe, macht eine Konfrontation nämlich überhaupt keinen Sinn, ich schmettere eh alles ab was man mir dazu sagen will, weil ich gerade keinen Bock habe, mich damit auseinenderzusetzen. Das ganze endet natürlich immer in einem Streit und damit, dass ich meinem Freund vorwerfe, dass er nicht mehr mit mir umgehen kann. Das verletzt ihn natürlich, das kann ich auch verstehen, aber es ist leider die Wahrheit. Und ich habe absolut keine Ahnung, wie wir das wieder hinbekommen sollen. Ich will so oft versuchen, mit ihm eine Lösung zu finden, aber es endet halt immer im Streit, weil wir beide total überfordert mit der Art des anderen sind. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht mit ihm Schluss machen oder so, falls das jetzt so klingt. Aber es muss sich etwas ändern, sonst gehe ich daran kaputt. Ich liege die halbe Nacht wach und gehe im Kopf Dialoge durch, überlege, was ich am Besten sagen kann, was für Lösungen ich vorschlagen kann, aber ich schaffe es eigentlich nie wirklich zufriedenstellend auszudrücken, was ich meine.
Ab Montag, wenn die Uni wieder los geht, kommt noch etwas hinzu, was mir ganz und gar nicht gefällt. Vor den Ferien hat mein Freund es nämlich vorgezogen, die halbe Nacht zu zocken und dementsprechend lange zu pennen. Ich bin schon morgens um halb 5 wach geworden und er saß noch am Pc. Oder wenn ich nicht so lange Uni habe oder in der Mittagspause nach hause fahre oder so, komme ich um 13 Uhr in unsere Wohnung und er pennt immer noch. Zur Uni geht er auch nur noch einmal pro Woche, den Haushalt darf ich aber trotzdem alleine machen. Er schläft, isst und zockt eigentlich nur. Das stört mich ebenfalls sehr. Ich kann verstehen, dass die Uni eine "keinen Bock auf nichts" Einstellung auslöst, solche Phasen habe ich auch, aber haben andere Menschen noch nie etwas von Überwindung gehört? Und wenn man schon nicht zur Uni geht, dann könnte man sich wenigstens mal um seinen Bafögantrag kümmern, oder mal spülen oder die Wäsche zusammenlegen oder IRGENDWAS. Aber das ist wohl auch zu viel verlangt. Hmm okay, irgendwie meckere ich schon wieder die ganze Zeit nur. Das klingt echt so, als ob Sven der größte und faulste Hurensohn auf dem Planeten ist. Naja gut, faul ist er, aber er ist kein Hurensohn. Zumindest wenn ich gerade nicht sauer auf ihn bin :D. Ab und zu sind wir auch schonmal nett zueinander und haben uns lieb und so, aber das ist ja nicht spektakulär, darüber schreibt man ja nicht. Aber keine Sorge, wir haben uns sogar ganz doll lieb. Und heute Abend fahren wir mit Charis zur "Dorfdisko", das ist in dem Laden wo wir letztens schon hinwollten, aber hatte da aber zu. Total dämlich, die haben nur jeden ersten Samstag im Monat auf. Ich hab eigentlich nicht so viel Lust, aber naja, mal sehen wies wird, ich steh einfach nicht so sehr auf Disko. Und ich darf nichtmal was trinken, weil ich fahren muss :(. Tragisch. Aber ich sollte momentan wahrscheinlich sowieso besser nicht trinken. Eigentlich sollte ich wahrscheinlich am besten gar nicht mehr trinken, aber nein danke, dafür bin ich zu gerne betrunken. Naja, das war erstmal alles, was ich auf der Seele hatte, ich melde mich spätestens in einer Woche wieder. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche, bis dann!
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