Hallo meine Lieben. Ich hätte diesen Post hier früher machen sollen. Vielleicht am Montag, am Dienstag oder auch am Mittwoch. Denn an diesen drei Tagen ging es mir so unfassbar gut! Ich war froh, mir ein paar Tage vom Lernen frei nehmen zu können und einfach mal das zu tun, was ich wollte. Da ich momentan bei meinem Vater bin, war er zwar abends da und ich musste mich beim kochen ein bisschen nach ihm orientieren, aber das war okay. Ich habe es genossen, dass ich aufbleiben konnte, solange ich wollte, weil ich am nächsten Morgen solange schlafen konnte, wie ich wollte. Ich habe es genossen, dass ich frühstücken konnte, was ich wollte, wann ich es wollte und was ich dazu gucken wollte. Ich konnte Serien gucken, an meinem Buch schreiben, Bücher lesen, zocken, spazieren gehen, alles tun was ich wollte, wann ich es wollte. Ich habe mich so gut gefühlt. Schon am Montag. Als ich Sven abends geschildert habe, wie ich mich fühlte, hat er gesagt, ich wäre ausgeglichen. Anscheinend war ich schon lange nicht mehr ausgeglichen, denn ich hatte vergessen, wie sich das anfühlt. Es hat mir gefallen und ich habe mir gewünscht, ich könnte mich immer so fühlen. Am Dienstag war es genauso und am Mittwoch auch. Doch am Mittwoch Abend war es vorbei damit. Da kam mein Vater nämlich von der Arbeit und wegen Schmerzen in der Hand gejammert. Am Donnerstag ist er nicht arbeiten gegangen und wurde bis Dienstag krankgeschrieben, weil er eine Sehnenscheidenentzündung hat. Was ich ihm nicht ganz abkaufe, aber dazu komme ich später. Jedenfalls ist es seitdem wieder vorbei damit, mein Leben so zu führen, wie ich es will. Jetzt kann ich nicht mehr so lange aufbleiben, wie ich will, weil meine Vater mich ab einer bestimmten Uhrzeit aus dem Bett schmeißt und wenn ich zu wenig geschlafen habe, ertrage ich das noch weniger. Ich kann nicht mehr frühstücken was ich will, das bestimmt er. Er bestimmt auch, wann wir frühstücken und ferngesehen wird dabei auch nicht. Wie sonst an den Wochenenden muss ich immer bereit sein, falls er irgendwo hin fahren will. Was er ständig will. Oder wir gehen spazieren. Das es mir zu kalt ist, um drei Stunden in der Kälte rumzustehen ist egal. Dass ich deswegen jetzt richtig doll erkältet bin auch. Dass ich wegen der Erkältung noch weniger Lust habe, etwas anderes zu machen, als auf dem Sofa zu liegen, unverständlich. Ich habe keine Sekunde mehr für mich. Selbst, wenn ich in mein Zimmer gehe kommt er nach spätestens einer halben Stunde rein, weil er irgendwas von mir will. Ich kann also meine Freizeit absolut nicht mehr genießen, weil ich sowieso bei allem, was ich tue unterbrochen werde. Selbst das Abendessen ist schlimmer als sonst, weil er jetzt bestimmt, was gegessen wird. Ich kann keinen Schweinebraten mehr sehen. Heute gibt es zum vierten Mal diese Woche Schweinefleisch mit Kartoffeln und Bratensoße. Ich habe nichts dagegen, das gleiche Gericht oft hintereinander zu essen...wenns Pizza oder sowas ist, aber dieses Spießeressen verfolgt mich schon mein ganzes Leben lang, das gute Sonntagsessen, ich könnte kotzen. Heute ist er besonders nervig. Ein Bekannter hat eben angerufen, dass er Papas Kaninchen schon gemistet und gefüttert hat. Meinen Vater freut das natürlich, mir versaut es den Tag noch mehr, weil das sonntags die einzige Tätigkeit ist, die mein Vater alleine macht. Ich hätte 1-2 Stunden Ruhe vor ihm gehabt, aber jetzt habe ich ihn den ganzen Tag an der Backe kleben. Nach dem Frühstück habe ich mich dann aufs Sofa gesetzt und lustige Youtube Videos geguckt. Ich habe es extra mit Kopfhörern geguckt, weil mein Vater sonst immer von den Geräuschen genervt ist, vor allem, wenn die Leute auf englisch sprechen, weil er es dann nicht versteht. Nicht, dass er es nicht sowieso nicht verstehen würde, weil es um Serien geht, die er nicht guckt, aber hey, warum irgendwas logisch betrachten? Naja, jedenfalls hat er ständig dazwischen geredet, als ich meine Videos gucken wollte und ich musste jedes Mal die Kopfhörer rausnehmen und nachfragen, was er gesagt hat, weil er zu leise gesprochen hat. Kaum hatte ich die Kopfhörer wieder rein getan und wieder auf Play gedrückt, sagt er schon wieder was und das ganze geht wieder von vorne los. Sieht er nicht, dass ich gerade beschäftigt bin? Irgendwann hatte ich die Schnauze voll, weil es jedes Mal so dermaßen irrelevante Sachen für mein Leben waren, dass sie es mir nicht mehr wert waren, mein Video zu pausieren. Als ich meinem Vater infolge dessen nicht mehr geantwortet habe, hat er angefangen rumzubrüllen und mir mein Handy weggenommen. Damit ist er jetzt weg gefahren. Natürlich, es ging ja um sein Lieblingsspiel, Pokemon go. Er ist jetzt mit unseren Handys in den Nachbarort gefahren, um dort irgendein seltenes Pokemon zu fangen und ich besaß die Unverschämtheit, ihn zu ignorieren. Ja, mein Vater ist seit ca. einem Jahr absolut süchtig nach dieser App. Im April hatte Sven sie sich auch geholt, in der Hoffnung, sich dadurch mehr zu bewegen. Als mein Vater dann immer mit Sven durch die Gegend gegangen ist, um Pokemon zu fangen, habe ich sie mir irgendwann auch geholt. Am Anfang war es sogar ganz cool, die beiden sind endlich freiwillig mit mir spazieren gegangen und ich hatte etwas, worüber ich mit meinem Vater reden konnte, damit wir uns nicht die ganze Zeit anschweigen. Aber es wurde immer schlimmer. Er ist zu spät zu essen gekommen, weil er wegen dem Spiel noch irgendwo hin musste. Er hat angefangen, sich mein Handy zu nehmen, um irgendwelche seltenen Pokemon zu fangen. Er ist stundenlang mit mir in die Stadt gefahren, weil dort Nester waren. Wenn es warm ist und ich nichts zu tun habe, ist das auch vollkommen in Ordnung. Aber zum Beispiel die letzten Wochen während der Prüfungszeit ging es genauso. Ich habe zwei Klausuren verschissen, weil mein Vater ein Spielproblem hat! Ich habe es nie erwähnt, weil es eigentlich viel zu peinlich ist, um es irgendwem zu erzählen. Aber jetzt musste es mal raus. Ihr denkt euch wahrscheinlich, warum lässt die sich das gefallen? Aus dem gleichen Grund, warum ich mir von meinem Vater immer habe alles gefallen lassen. Weil die Angst, die ich vor ihm habe größer ist, als die Sorge um meine Zukunft. Weil ich mich noch nie gegen ihn wehren konnte. Außerdem macht das Spiel ihn für mich zugänglicher. Wenn ich viel mit ihm spiele, bekommt er bessere Laune und tut mir mehr Gefallen, bzw lässt sich auch von mir mehr gefallen. Er bringt mir ständig Guthaben mit, damit ich mir in-game etwas kaufen kann. Das meiste von dem Geld stecke ich stattdessen in meine Internetflats. Er hat mir sogar letztes Jahr ein neues Handy gekauft, weil mein altes mit der App nicht klar gekommen ist und ich kein Geld für ein neues Handy hatte. Und einfach nach Bonn zurück fahren kann ich auch nicht einfach, weil mein Vater erstens sein privates Auto braucht, wenn er krank geschrieben ist und zweitens Sven auch Zeit mit seiner Mutter verbringen möchte. Und wiederum nicht alleine in meiner Wohnung bleiben kann, ohne jeden Abend eine Panikattacke zu bekommen. Es ist schon eine verzwickte Situation. Außerdem können wir es uns nicht erlauben, noch eine Person zu verärgern, die uns Geld fürs Studium gibt, sonst können Sven und ich uns nämlich bald eine Ausbildung suchen.
Maaan, die Woche hatte doch so gut angefangen, ich habe schon über dreißg Seiten geschrieben, habe zwei Bücher gelesen, vom Amt habe ich endlich mein Bafög wieder bestätigt bekommen und es ging mir endlich mal wieder gut. Und jetzt fühle ich mich durch die permanente Anwesenheit von meinem Vater wieder so eingeschränkt, das Gefühl der Ausgeglichenheit ist verflogen. Das schlimme ist, dass ich jetzt wieder weiß, wie es sich anfühlt. Ich will es zurück. Es geht mir viel schlechter als vorher, weil ich wieder gemerkt habe, wie schön es ist sich gut zu fühlen. Ich wollte dieses Gefühl behalten und mein Vater hat es mir wieder genommen und dafür hasse ich ihn momentan. Und damit bin ich zurück bei meiner Anschuldigung vom Anfang, ich glaube ihm nicht, dass er irgendwas hat. Ich glaube, er wollte nur mehr Zeit für sein dämliches Spiel, weil er für morgen eine Einladung zu einem Ex-Raid bekommen hat. Komischerweise ist er nämlich nur bis Dienstag krank geschrieben. Doch jedes Mal, wenn er irgendwem von seiner Verletzung erzählt sagen die, dass man damit mindestens 6 Wochen raus ist. Ich hätte in diesem Momenten am liebsten erst diese Leute erschossen, weil sie meinem Vater die Flausen in den Kopf setzen, er könnte mir die gesamten restlichen Ferien am Arsch kleben, und danach mich selbst bei dem Gedanken daran, dass mein Vater mir die nächsten 6 Wochen am Arsch klebt. Der soll bloß ab Mittwoch wieder arbeiten gehen. Und er stellt sich an, um Gottes Willen. Er bekommt seine Bierflasche nicht alleine auf, ich muss seinen Schokoriegel aus der Verpackung holen und ich denke mir so Junge, ich hatte auch schon eine Sehnenscheidenentzündung, das ist kein Grund, sich so anzustellen. Selbst Sven sagt, er hatte das auch schonmal und fand es nicht so schlimm und der ist nun wirklich empfindlich. Nichts für Ungut :D.
Joa und so wird mein Leben jetzt also wieder von meinem schlimmsten Alptraum terrorisiert, von dem ich dachte, er wäre seit 17 Monaten vorbei.
Sonntag, 25. Februar 2018
Sonntag, 18. Februar 2018
Käptn Peng - Gelernt
"Du hast gelernt zu schauen was die anderen brauchen,
Ihre Bedürfnisse zu kennen, alle ihre Launen,
Zu bestätigen, woran sie glauben
Du hast gelernt zu flüstern, während andere fauchen
Du gehörtest du den Schlauen,
Die nie viel sagen, aber sehr viel staunen
War jemand traurig fingst du an ihn aufzubauen
Du wurdest beliebt, du begannst ihnen zu trauen
Du hast gelernt zu geben um etwas zu kriegen,
Weil alle ja die Gebenden so lieben
Du hast gelernt als Frau hast du nett auszusehen,
In Kleidern rauszugehen und dich niemals aufzulehnen
Denn wer nett ist, der wird meistens nett behandelt,
Doch nett hat sich schon immer schnell in scheiße verwandelt
Du wirst gemocht, kriegst den Mann, machst ein Kind,
Doch dein Kopf bleibt leer und dein Herz bleibt blind
Du machst dir Vorwürfe warum du nicht glücklich bist,
Und glaubst noch immer die Gesellschaft unterdrückt dich nicht?
Du suchst nach Wärme, willst ihre Liebe binden,
Doch durch dieses Binden wirst du wahre Liebe niemals finden
Du gibst und gibst, darauf bist du Stolz,
Doch dieser Stolz ist wie faulendes Holz
In einem Haus, welches dir lächelnd verspricht,
Dass es dich beschützt während es über dir zusammenbricht.
Du triffst einen Jungen, es hätte fast gefunkt,
Doch Heidi Klum hat leider zu viel Scheiße in dein Herz gepumt,
Denn du schämst dich für das was du bist,
Doch das was du bist ist das was du vermisst
Denn du bist die wichtigste Person, die du je treffen wirst
Der einzige Mensch, der dich jemals retten wird
Also hör auf deinen Körper zu verschndeln
Du willst Leuten gefallen, die dich scheiße behandeln
Und du bedankst dich noch dafür, dass dich jemand sieht?
Sowas braucht ein Mensch der ständig vor sich selber flieht
Sie füttern dich mit einem Bild von der Welt,
Bis du es irgendwann selbst für die Wirklichkeit hältst,
Weil du zu feige bis, selber zu fühlen,
Selber zu denken und dich selber zu spüren
Du suchst Bestätigung und zahlst jeden Preis
Ich sehe Kinder auf Plakaten, die so kalt sind wie Eis
Wir sind ein Wunder doch behandeln und wie ein Produkt,
Und sind enttäuscht, weil jeder nur auf unsere Packung guckt
Wir verarschen uns selbst für den Applaus
Wir haben dem Teufel unser Lachen verkauft
Und du redest deinem Körper ein er wär nicht perfekt
Er kann Leben gebären, habe ein bisschen Respekt
Vor dir selbst, deine Seele hat Hunger,
Du bewohnst ein atmendes Wunder.
Und was du brauchst, wird dir niemand geben,
Und wer du bist, kann dir nie jemand nehmen,
Und was du suchst, wird dir nie jemand zeigen,
Und was du glaubst wird dir niemand beweisen,
Denn was wir sind, hat noch niemand verstanden,
Und was du fühlst, passt in keinen Gedanken,
Und wer du bist, wirst du niemals ergründen,
Wenn du nur tust, was sich andere wünschen."
Der Text von diesem Lied ist so wichtig, finde ich. Darum habe ich ihn gepostet. Jeder sollte sich dieses Lied mal mit Verstand anhören, er regt sehr zu Nachdenken an.
Ihre Bedürfnisse zu kennen, alle ihre Launen,
Zu bestätigen, woran sie glauben
Du hast gelernt zu flüstern, während andere fauchen
Du gehörtest du den Schlauen,
Die nie viel sagen, aber sehr viel staunen
War jemand traurig fingst du an ihn aufzubauen
Du wurdest beliebt, du begannst ihnen zu trauen
Du hast gelernt zu geben um etwas zu kriegen,
Weil alle ja die Gebenden so lieben
Du hast gelernt als Frau hast du nett auszusehen,
In Kleidern rauszugehen und dich niemals aufzulehnen
Denn wer nett ist, der wird meistens nett behandelt,
Doch nett hat sich schon immer schnell in scheiße verwandelt
Du wirst gemocht, kriegst den Mann, machst ein Kind,
Doch dein Kopf bleibt leer und dein Herz bleibt blind
Du machst dir Vorwürfe warum du nicht glücklich bist,
Und glaubst noch immer die Gesellschaft unterdrückt dich nicht?
Du suchst nach Wärme, willst ihre Liebe binden,
Doch durch dieses Binden wirst du wahre Liebe niemals finden
Du gibst und gibst, darauf bist du Stolz,
Doch dieser Stolz ist wie faulendes Holz
In einem Haus, welches dir lächelnd verspricht,
Dass es dich beschützt während es über dir zusammenbricht.
Du triffst einen Jungen, es hätte fast gefunkt,
Doch Heidi Klum hat leider zu viel Scheiße in dein Herz gepumt,
Denn du schämst dich für das was du bist,
Doch das was du bist ist das was du vermisst
Denn du bist die wichtigste Person, die du je treffen wirst
Der einzige Mensch, der dich jemals retten wird
Also hör auf deinen Körper zu verschndeln
Du willst Leuten gefallen, die dich scheiße behandeln
Und du bedankst dich noch dafür, dass dich jemand sieht?
Sowas braucht ein Mensch der ständig vor sich selber flieht
Sie füttern dich mit einem Bild von der Welt,
Bis du es irgendwann selbst für die Wirklichkeit hältst,
Weil du zu feige bis, selber zu fühlen,
Selber zu denken und dich selber zu spüren
Du suchst Bestätigung und zahlst jeden Preis
Ich sehe Kinder auf Plakaten, die so kalt sind wie Eis
Wir sind ein Wunder doch behandeln und wie ein Produkt,
Und sind enttäuscht, weil jeder nur auf unsere Packung guckt
Wir verarschen uns selbst für den Applaus
Wir haben dem Teufel unser Lachen verkauft
Und du redest deinem Körper ein er wär nicht perfekt
Er kann Leben gebären, habe ein bisschen Respekt
Vor dir selbst, deine Seele hat Hunger,
Du bewohnst ein atmendes Wunder.
Und was du brauchst, wird dir niemand geben,
Und wer du bist, kann dir nie jemand nehmen,
Und was du suchst, wird dir nie jemand zeigen,
Und was du glaubst wird dir niemand beweisen,
Denn was wir sind, hat noch niemand verstanden,
Und was du fühlst, passt in keinen Gedanken,
Und wer du bist, wirst du niemals ergründen,
Wenn du nur tust, was sich andere wünschen."
Der Text von diesem Lied ist so wichtig, finde ich. Darum habe ich ihn gepostet. Jeder sollte sich dieses Lied mal mit Verstand anhören, er regt sehr zu Nachdenken an.
Freitag, 16. Februar 2018
Hallo meine Lieben, wie versprochen werde ich jetzt versuchen, einen ausführlicheren Post zu machen, als in den letzten Wochen. Die erste Klausurenphase ist vorbei, es lief leider nicht so gut für mich. Von drei Klausuren habe ich nur eine bestanden. Das war allerdings die wichtigste, es war nämlich das Fach, das ich vor einem Jahr nicht bestanden hatte. Damit hätte ich jetzt aus dem ersten Semester alle Module bestanden, das ist in meinem Studium ein riesiger Schritt, meiner Meinung nach. Für Mathe und Ex 3 hatte ich einfach zu wenig gelernt, aber ich habe mir fest vorgenommen, beides in der Nachklausur zu bestehen! Obwohl ich gestern Abend, als ich erfahren habe, dass ich Mathe nicht bestanden habe, super enttäuscht war, bin ich super motiviert es nächsten Monat zu schaffen. Ich fühle mich heute generell im Großen und Ganzen recht gut. Gestern haben mein Freund und ich trotz meiner Matheklausur einen wunderschönen dritten Jahrestag verbracht. Als ich aus der Uni gekommen bin haben wir erstmal auf der Couch gekuschelt, Pizza gegessen und dabei was auf Netflix geguckt und später sind wir chinesisch essen gegangen. Und ich habe ihm erzählt, wie schön ich mir unsere Hochzeit vorstelle. Ich möchte ihn irgendwann heiraten, von mir aus so schnell wie möglich :D aber mein Freund will noch etwas warten. Doch so sehr ich immer über ihn fluche, ich liebe ihn und ich bin mir sicher, dass ich den Rest meines Lebens mit ihm verbringen möchte. Ich kann es mir mit keinem anderen Menschen vorstellen, er zeigt mir immer wieder, dass es kein Fehler war, ihn so nah an mich heranzulassen. Ich würde sofort ja sagen, wenn er um meine Hand anhalten würde.
Jetzt werden wir erstmal wieder etwas Zeit bei unseren Eltern verbringen, davon bin ich nicht ganz so begeistert, aber ich werde versuchen schon viel zu lernen. Aber was viel wichtiger ist, ich will mich in meiner freien Zeit wieder der Literatur widmen. Ich will wieder mehr lesen, doch vor allem will ich endlich wieder selbst etwas schreiben. Ich werde zwar erstmal nicht an meiner Autobiographie weiterschreiben, dafür fühle ich mich momentan nicht stabil genug, es verlangt mir einfach zu viel ab. Aber ich habe Wartezeiten auf Züge, Pausen in den Vorlesungen, Bahnfahren usw. genutzt, um in meinem Notizbuch haufenweise Gedanken festzuhalten, zu einem Roman den ich schreiben will. Ich habe einige Passagen geschrieben, mir Figuren ausgedacht und bin verschiedene Möglichkeiten durchgegangen, wie das Ganze enden könnte. Es wird glaube ich ein Traum bleiben, das irgendwann mal ein Buch von mir veröffentlicht wird, aber ich finde es wichtig, Träume zu haben. Mein Studium läuft einfach nicht gut genug und macht mich vor allem in den Klausurenphasen so fertig, dass ich es nicht mehr als meinen Traum bezeichnen kann, Wissenschaftlerin zu werden. Ich liebe die Astronomie und Astrophysik und ich weiß, wenn ich meinen Bachelor fertig habe wird es die ganze Arbeit wert gewesen sein. Ich weiß es. Aber es wird noch ein paar Jahre dauern, bis ich das durchgestanden habe und ich brauche etwas, was mich antreibt, etwas worin ich mich verlieren kann, auf eine gute Art und Weise. Ich habe es früher geliebt, in meiner Freizeit Bücher über Astrophysik und Quantenmechanik zu lesen, es hat mich fasziniert, es hat mich aufgesogen und ich habe es in mir aufgesogen. Aber ich muss sagen, wenn ich jetzt mal Freizeit habe, habe ich die Schnauze von Physik so voll, dass ich seit ich angefangen habe zu studieren, kein wissenschaftliches Buch mehr angerührt habe. Das finde ich echt schade, weil ich weiß, dass mich die Wissenschaft früher immer angetrieben hat weiterzumachen. Sie hat mir mein Ziel vor Augen geführt, mich daran erinnert, warum ich den ganzen Scheiß überhaupt noch mache. Da ich mich dazu entschlossen habe, mein Hobby zum Beruf zu machen, brauche ich jetzt ein anderes Hobby als die Astronomie und das wird jetzt das schreiben. Gelesen habe ich früher schon sehr viel, auch andere Sachen als wissenschaftliche Bücher, dafür werde ich mir nun auch wieder mehr Zeit nehmen. Ach, es fühlt sich so gut an, endlich wieder runter zu kommen. Meine bloße Existenz nicht als einen permanenten und nicht enden wollenden Schmerz zu empfinden. Ich fühle mich, als würde ich nicht mehr bloß existieren, sondern endlich richtig leben. Mir ist klar, dass dieser Enthusiasmus spätestens dann wieder endet, wenn das neue Semester anbricht, weil ich mir in den Ferien immer vornehme mir mehr Zeit für mich zu nehmen und mich nicht stressen zu lassen, mir keinen Druck zu machen. Aber ich kenne mich, ich werde es trotzdem tun. Und das ist okay, ich werde nämlich auch das nächste Semester durchstehen, auch wenn ich wieder denken werde, dass ich unmöglich weitermachen kann. Denn ich kann. Ich habe es immer geschafft und so wird es weitergehen. Ich werde immer wieder meine Vorsätze brechen. ich werde immer wieder denken, dass ich am Ende bin. Und dann werde ich mich immer wieder auf die Beine stellen und weitermachen.
Jetzt werden wir erstmal wieder etwas Zeit bei unseren Eltern verbringen, davon bin ich nicht ganz so begeistert, aber ich werde versuchen schon viel zu lernen. Aber was viel wichtiger ist, ich will mich in meiner freien Zeit wieder der Literatur widmen. Ich will wieder mehr lesen, doch vor allem will ich endlich wieder selbst etwas schreiben. Ich werde zwar erstmal nicht an meiner Autobiographie weiterschreiben, dafür fühle ich mich momentan nicht stabil genug, es verlangt mir einfach zu viel ab. Aber ich habe Wartezeiten auf Züge, Pausen in den Vorlesungen, Bahnfahren usw. genutzt, um in meinem Notizbuch haufenweise Gedanken festzuhalten, zu einem Roman den ich schreiben will. Ich habe einige Passagen geschrieben, mir Figuren ausgedacht und bin verschiedene Möglichkeiten durchgegangen, wie das Ganze enden könnte. Es wird glaube ich ein Traum bleiben, das irgendwann mal ein Buch von mir veröffentlicht wird, aber ich finde es wichtig, Träume zu haben. Mein Studium läuft einfach nicht gut genug und macht mich vor allem in den Klausurenphasen so fertig, dass ich es nicht mehr als meinen Traum bezeichnen kann, Wissenschaftlerin zu werden. Ich liebe die Astronomie und Astrophysik und ich weiß, wenn ich meinen Bachelor fertig habe wird es die ganze Arbeit wert gewesen sein. Ich weiß es. Aber es wird noch ein paar Jahre dauern, bis ich das durchgestanden habe und ich brauche etwas, was mich antreibt, etwas worin ich mich verlieren kann, auf eine gute Art und Weise. Ich habe es früher geliebt, in meiner Freizeit Bücher über Astrophysik und Quantenmechanik zu lesen, es hat mich fasziniert, es hat mich aufgesogen und ich habe es in mir aufgesogen. Aber ich muss sagen, wenn ich jetzt mal Freizeit habe, habe ich die Schnauze von Physik so voll, dass ich seit ich angefangen habe zu studieren, kein wissenschaftliches Buch mehr angerührt habe. Das finde ich echt schade, weil ich weiß, dass mich die Wissenschaft früher immer angetrieben hat weiterzumachen. Sie hat mir mein Ziel vor Augen geführt, mich daran erinnert, warum ich den ganzen Scheiß überhaupt noch mache. Da ich mich dazu entschlossen habe, mein Hobby zum Beruf zu machen, brauche ich jetzt ein anderes Hobby als die Astronomie und das wird jetzt das schreiben. Gelesen habe ich früher schon sehr viel, auch andere Sachen als wissenschaftliche Bücher, dafür werde ich mir nun auch wieder mehr Zeit nehmen. Ach, es fühlt sich so gut an, endlich wieder runter zu kommen. Meine bloße Existenz nicht als einen permanenten und nicht enden wollenden Schmerz zu empfinden. Ich fühle mich, als würde ich nicht mehr bloß existieren, sondern endlich richtig leben. Mir ist klar, dass dieser Enthusiasmus spätestens dann wieder endet, wenn das neue Semester anbricht, weil ich mir in den Ferien immer vornehme mir mehr Zeit für mich zu nehmen und mich nicht stressen zu lassen, mir keinen Druck zu machen. Aber ich kenne mich, ich werde es trotzdem tun. Und das ist okay, ich werde nämlich auch das nächste Semester durchstehen, auch wenn ich wieder denken werde, dass ich unmöglich weitermachen kann. Denn ich kann. Ich habe es immer geschafft und so wird es weitergehen. Ich werde immer wieder meine Vorsätze brechen. ich werde immer wieder denken, dass ich am Ende bin. Und dann werde ich mich immer wieder auf die Beine stellen und weitermachen.
Montag, 12. Februar 2018
Hallo zusammen. Ich habe es leider über das Wochenende nicht geschafft zu posten, ihr wisst schon, Klausurenphase bla bla. Die Klausur, die ich Freitag vor einer Woche geschrieben habe, habe ich schonmal nicht bestanden, aber das war zu erwarten. Ich habe 9 Punkte, 16 hätte ich zum bestehen benötigt. Aber das heißt, ich habe immerhin schonmal mehr als die Hälfte der Punkte, die ich brauche und das nach einer Woche lernen, daraus könnte ich ja vielleicht noch was machen, wenn ich mich vor der Nachprüfung zeitig dahinter klemme. Am Mittwoch habe ich auch noch eine Klausur geschrieben, aber da habe ich das Ergebnis noch nicht, ich habe aber eigentlich ein ganz gutes Gefühl. Nicht, dass das viel heißen würde, aber ich habe immerhin ziemlich viel bearbeitet. Momentan lerne ich für Mathe, die Klausur schreibe ich am Donnerstag. Allerdings sind wir gerade mal wieder bei unseren Eltern, das behindert mich schon ziemlich beim lernen. Mein Vater hat über Karneval frei und geht mir dauernd auf die Nerven, ich bin ständig unterwegs oder muss kochen oder sonstwas machen. Dann hatte Svens Stiefvater am Freitag Geburtstag und hat Samstag gefeiert, da bin ich auch nicht wirklich zum lernen gekommen. Aber ich will die Klausur unbedingt bestehen, Mathe kann ich nämlich noch am besten. Ich lerne eigentlich (abgesehen von gerade) in jeder freien Minute, nur habe ich davon halt nicht so viele. Es ist furchtbar, sobald die Ferien begonnen haben, erwarten unsere Eltern immer, das wir hier sind. Sven ist dann die meiste Zeit bei seinen Eltern, ich bin bei meinem Vater, Zeit für uns haben wir nicht. Mein Vater wird pissig, wenn ich in seinen Augen zu viel Zeit nicht da bin, Svens Mutter fängt auch irgendwann an rumzuheulen, dass sie sich vernachlässigt fühlt wenn Sven mal ein paar Abende am Stück bei mir ist. Es ist zum kotzen. Wenn ich dann mal lerne kann ich mich auch nicht gut konzentrieren, weil mein Vater die ganze Zeit durch die Wohnung fleucht und mich nervös macht. Ich kann gar nicht in Worte fassen wie sehr es mich anpisst hier zu sein. Die haben alle Glück, dass Sven so an seiner Mutter hängt und ich das Pflichtgefühl besitze, mich hier ab und zu blicken zu lassen. Denn eigentlich finde ich es ganz und gar nicht selbstverständlich, dass wir jetzt am Ende des dritten Semesters stehen und immer noch jedes Wochenende und eine Großteil der Semesterferien zu hause verbringen. Vielleicht sind andere Kinder auch einfach Arschlöcher und wir machen es genau richtig, keine Ahnung. Naja, aber lernen und über unseren Aufenthalt zu hause angepisst zu sein beschreibt gerade eigentlich mein Leben im Grunde perfekt. Und da ich wie gesagt zu wenig Zeit zum lernen finde, beende ich den Post an dieser Stelle, nächest Wochenende gibt es dann wieder einen ausführlicheren Post, ich hoffe ihr seit mir nicht böse. Ich wünsche euch noch schöne Karnevalstage, bis dann!
Sonntag, 4. Februar 2018
Guten Morgen meine Lieben. Hmm, ich weiß gerade gar nicht, worüber ich schreiben soll. Auf der einen Seite freue ich mich, dass ich jetzt Semesterferien habe und mir etwas Zeit nehmen kann, Dinge zu tun, die ich mag. Ich kann mal wieder ein Buch lesen, zocken, vielleicht endlich selbst ein Buch schreiben :D. Aber auf der anderen Seite bedeuten Semesterferien, dass ich viel Zeit mit meinem Vater verbringen muss. Er ist momentan sehr anstrengend und ich komme hier auch einfach nicht zur Ruhe, selbst wenn er nicht da ist, macht es mich nervös, weil ich nicht genau weiß, wann er zurück kommt. Ich hoffe, dass ich viel Zeit in Bonn verbringen kann, das wäre schön. Eine andere Schattenseite der Semesterferien sind natürlich die Prüfungen. Am Freitag habe ich die erste geschrieben, die letzte schreibe ich am 15.02. (natürlich genau am 3. Jahrestag von mir uns Sven). Die Nachprüfungen sind erst Ende März glaube ich, also dazwischen kann man sich mal ne schöne Zeit machen. Aber in den Prüfungsphasen bin ich immer so gestresst und stelle mich selbst unter einen hohen Leistungsdruck, versuche so viele Formeln und Herleitungen wie ich kann in mein Gehirn zu pumpen und am Ende bin ich doch fast immer enttäuscht, weil ich die Klausur verschissen habe. Es ist aber auch richtig frustrierend, wenn man so viel gelernt hat und dann trotzdem durchfällt. Die Klausur am Freitag zum Beispiel: Ich habe schon vor Wochen angefangen zu lernen, habe während des Semesters immer die Vorlesungen nachbereitet und war bei jeder Übung. Und dann kommen bei der Klausur nur so richtig unwichtige Themen dran. Große Themen, die teilweise über 3 Wochen behandelt wurden kamen dann fast gar nicht dran, dafür dann aber so eine Scheiße, die mal auf einer Power Point Folie am Rande erwähnt wurde, das ist echt eine Unverschämtheit. Das Ergebnis von der Klausur habe ich noch nicht, aber ich gehe nicht davon aus, dass ich die bestanden habe. Die nächste Klausur steht am Mittwoch an. Eigentlich hätte ich auch am Dienstag noch eine geschrieben, aber da habe ich meine Zulassung nicht bekommen, weil ich nichts an der Tafel vorrechnen sollte. Ich verstehe auch nicht, wie man in einem Studiengang, der zu 90% aus Leuten mit sozialen Ängsten besteht, verlangen kann für die Klausurzulassung etwas vorne an der Tafel vor allen Leuten zu berechnen. Total dämlich. Naja, eine Prüfung weniger, ich sollte denen eigentlich dankbar sein. So, heute, Montag und Dienstag werde ich dann richtig durchpushen und hoffe, dass es für Mittwoch reicht. Das ist nebenbei auch das Fach, was ich als einziges im ersten Semestern nicht bestanden hatte, also mal sehen, wie es dieses Mal so wird.
Entschuldigt, dass dies kein so langer Post geworden ist, nächste Woche habe ich hoffentlich mal wieder was anderes zu erzählen als über die Prüfungen zu schreiben. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag, bis dann.
Entschuldigt, dass dies kein so langer Post geworden ist, nächste Woche habe ich hoffentlich mal wieder was anderes zu erzählen als über die Prüfungen zu schreiben. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag, bis dann.
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