Montag, 21. Mai 2018

Hey meine Lieben! Mist, ich dachte irgendwie, heute wäre erst Sonntag...Naja, Pech gehabt, muss ich wohl mal besser aufpassen. Zum Glück habe ich die ganze Woche frei, ich kann den Abstand von der Uni gut gebrauchen. Auch wenn ich zu meinem Leidwesen seit gestern mal wieder richtig erkältet bin, aber naja, auch nichts neues, dass ich krank werde, sobald ich mal Ferien habe und mich entspannen will.
So erstmal jetzt aber gute Neuigkeiten. Ich habe die zwei Tage ohne Sven gut überstanden, die Fahrt nach Bonn war zwar ziemlich anstrengend und der erste Abend war komisch, aber es war auch mal ganz schön, abends in Ruhe schlafen zu können, ohne dass nebenan jemand fernsieht oder noch mit seinen Freunden sprechen muss. Auch war ich wieder deutlich produktiver, habe weniger geraucht und weniger gegessen. Naja, bei meinem momentanen Gewicht ist es nichts gutes, wenn ich weniger esse, Sven beschwert sich jetzt schon über meine vorstehenden Hüft- und Schulterknochen, wenn wir knuddeln. Aber darauf wollte ich eigentlich gar nicht näher eingehen. Die Untersuchung von Svens Mutter hat ergeben, dass der Krebs noch nicht gestreut hat, was an sich schon eine gute Nachricht ist. Zusätzlich kann sie dadurch noch an einer Studie teilnehmen, die eine 90%ige Erfolgsquote hat. Ich weiß nicht genau, wie überzeugt ich von solchen Studien sein soll, aber sie gilt Svens Mutter Hoffnung und das reicht mir schon.
So, dann habe ich am Samstag einen schönen Abend mit Sven, Charis und Jerome (Kumpel von Sven, Freund von Charis) in der Shisha Bar verbracht. Sven und Jerome waren vorher noch im Kino, deshalb bin ich mit Charis nachgekommen. Es war schön, mal wieder Zeit mit ihr alleine zu verbringen, auch wenn es nur eine halbe Stunde Autofahrt in die Stadt waren. Wir haben einfach die ganze Zeit gelacht, alles hat sich so unbeschwert und einfach angefühlt. Nicht viele Menschen schaffen es, mir dieses Gefühl zu geben, doch mit ihr ist es sofort da. Und ich habe glaube ich mal erwähnt, dass ich momentan an einer Geschichte schreibe, nicht an meiner, sondern einer fiktiven. Ich habe schon vor zwei Monaten oder so angefangen und es sind auch erst 120 Din A4 Seiten, aber damit habe ich immerhin schon ein Stück geschafft und außerdem auch klare Vorstellungen, was ich noch alles schreiben will. Jedenfalls wollte Charis mal lesen, was ich da so schreibe und das hat sie am Samstag, bevor ich sie abgeholt habe getan. Und wenn sie ernst gemeint hat, was sie gesagt hat, dann ist sie ziemlich begeistert und das finde ich ziemlich cool. Es hat sich so cool angefühlt, sie hat davon gesprochen als wäre es ein richtiges Buch und das hat mich so gefreut! Als wir schließlich auf Sven und Jerome getroffen sind, hat sie zu Sven gesagt, dass er dafür sorgen soll, dass ich mein Skript an einen Verlag schicke, wenn ich fertig bin. Ich weiß nicht, wie gut meine Chancen sind, dass das tatsächlich jemand veröffentlichen will, aber stellt euch das mal bitte vor? Wie krass wäre das? Ich bin jetzt auf jeden Fall richtig motiviert weiter zu schreiben! Darunter muss zwar die Uni jetzt ein bisschen leiden, aber hey, wenn tatsächlich jemand mein Buch verlegen will und das dann tatsächlich verkauft wird, dann kann mich die Uni eh mal am Arsch lecken :D. Nein, ich würde nicht aufhören zu studieren, aber ich würde mir mehr Zeit damit lassen und nur noch zwei Module oder so pro Semester machen. Das wäre schon toll. Also falls das irgendwann wirklich mal passieren sollte halte ich euch auf dem laufenden :D.
Dann hat mich vor ein paar Tagen ein alter Freund angeschrieben, wir haben uns im ersten Semester super gut verstanden, doch dann hat er das Fach gewechselt und ist in eine andere Stadt gezogen. Wir haben bestimmt ein halbes Jahr nichts mehr voneinander gehört, weshalb ich mich übers eine Nachricht noch mehr gefreut habe. Wir haben also erstmal Neuigkeiten ausgetauscht und er hat mich ermuntert, weiterhin dran zu bleiben. Aus seinem Mund klang es so, als ob ich in meinem Studium schon sonstwas geleistet hätte. Er hat mir auf jeden Fall Mut gemacht. Ich weiß nicht warum mir die Menschen plötzlich in dem was ich mache solchen Zuspruch geben, aber das ist ein wunderbares Gefühl! Ich hoffe, ich kann mir dieses Gefühl noch lange in Erinnerung behalten, auch wenn ich irgendwann wieder glaube, dass alles aussichtslos ist. Ich brauche hin und wieder mal eine Erinnerung daran, dass die Dinge nicht so scheiße sind, wie ich denke. Jemand der mir sagt "Guck mal, was du schon alles geschafft hast, das ist super!" Und das haben meine Freunde diese Woche gemacht und ich bin sehr sehr glücklich darüber!

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