Hallo Leute. Noch ein Post am Abend. Also, ich war letzte Nacht und heute wieder bei meinem Freund. Wir haben ein bisschen was getrunken, ich habe, nachdem ich die falschen Tabletten Tabletten genommen hsbe (wollte eigentlich Allergietabletten nehmen, habe die dann aber mit Kortison verwechselt, was sich nicht mit Alkohol verträgt) mal wieder gekotzt und ich denke ernsthaft darüber nach, mit dem Trinken aufzuhören. In den letzten Wochen hat sich Alkohol nämlich nicht mehr gut auf mich ausgewirkt. Entweder mir wurde schlecht, oder ich hatte üble Depressionsphasen, in denen ich dann auch immer ordentlich scheiße gebaut habe. Und außerdem habe ich teilweise auch Angst, dass sich doch noch ne Sucht ausprägt, ich war ja schon das ein oder andere Mal so gut wie drinnen. Deshalb lasse ich mir das ernsthaft durch den Kopf gehen.
Bevor ich letzte Nacht dann allerdings abgekackt bin, ist etwas viel viel blöderes passiert. Und ich habe keinen Plan was da los war. Es wurde mir auch nur so erzählt. Ich bin wohl auf Toilette gegangen und 20 Minuten lang nicht mehr rausgekommen und habe auf nichts reagiert. Das ich das nicht mehr weiß liegt nicht am Alkohol, dann davor und danach weiß ich alles! Nur diese 20 Minuten fehlen mir verdammt nochmal. Die Mutter von meinem Freund hat, nachdem ich auf das Rufen und Klopfen ihres Mannes nicht reagiert habe, den Notarzt gerufen. Kurz darauf bin ich dann aber raus gekommen und habe gar nicht verstanden, was los war. Der Notarzt wurde benachrichtigt, dass alles okay ist (Ich hoffe, da kommt keine Rechnung...) und ich darf jetzt 6 Wochen lang nicht mehr bei meinem Freund übernachten, weil sein Stiefvater ja mal wieder alles übertreiben muss. Toll. Ich kann mir wirklich nicht erklären, was da passiert ist. Da ich ja drum herum alles weiß, bin ich mir sicher, es liegt wirklich nicht am Alkohol. Ich muss ja schon irgendwie aus irgendeinem Grund ohnmächtig geworden sein, ich weiß es wirklich nicht. Heute Morgen gab es dann erstmal eine riesen Predigt von den Eltern und ich hab mich einfach nur so schrecklich gefühlt. Ich war so sauer auf mich selbst. Und hatte wieder das Gefphl, für die Menschen in meinem Umfeld eine Zumutung zu sein. Die meisten wären besser dran, wenn sie mich nie kennengelernt hätten. Ich war so weit, dass ich mir gewünscht habe, mein Selbstmordversuch letztes Jahr wäre gelungen. Und das war das erste Mal, dass ich das gedacht habe, sonst war ich eigentlich doch ganz glücklich damit, doch noch zu leben.
Aber ich könnte das Ganze jetzt auch positiv sehen. Da ich dann in der Nacht noch ziemlich fertig war, dazu alkoholisiert, habe ich meinem Freund mal die Sache mit dem reden erklärt. Also halt so, dass es meist keinen Grund gibt, warum ich traurig bin und es mir dann lächerlich vorkommt, bla bla. Dann haben wir noch übers Selbstverletzen gesprochen, und ich finde es wirklich richtig richtig toll, wie er damit umgeht. Wenn ich eine Wunde habe, macht er mir ein Pflaster drauf, schreit mich nicht an oder sowas und ist auch nicht sauer, kommt mir aber auch nicht mit dummen Sprüchen, die einen doch nicht aufmuntern. Er nimmt mich einfach in den Arm, bis es mir wieder besser geht. Besser kann man es nicht machen. Ich bin einfach so froh, dass ich ihn habe. Und habe so Angst, dass ich ihn wegen dem, was ich bin, wieder verliere....
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