Samstag, 21. November 2015


Hallo ihr Lieben. Ich kann nicht schlafen also werde ich ein wenig bloggen. Warum ich nicht schlafen kann? Weil mein Freund seiner Mutter heute sicher gesagt hat, dass er zu ihr zurück zieht. Jetzt liege ich hier und kann an nichts anderes denken. Ich stelle mir vor, wie ich hier abends wieder alleine liege und nicht schlafen kann. Wie ich morgens alleine aufstehe und unter der Dusche wieder für jeden Morgen die Rasierklinge bereit liegt. Daran, dass es eine Lüge ist, dass wir uns nicht viel weniger sehen werden als jetzt. Denn sein Stiefvater will immer noch dass mein Freund sich eine Arbeit sucht. Ja dann können wir uns wirklich noch oft sehen, nicht. Außerdem werden seine Noten dann bestimmt wieder schlechter, er wird evtl nicht zum Studium zugelassen und dann wird es vermutlich darauf hinaus laufen dass ich auch in Bonn alleine sitzen werde. Das war mir im Grunde aber auch schon klar, als er mir gesagt hat, er würde gerne wieder nach Hause. Denn im Grunde genommen ist es nicht mehr lange bis wir studieren würden und wenn er 2km von zu Hause entfernt schon wieder bei mir ausziehen will, dann kann ich mir auch nicht vorstellen, dass er mit mir nach Bonn zieht, rum 100km von zu Hause entfernt.
Naja, eigentlich hat es damit angefangen, dass ich mir vorgestellt habe wieder alleie in meinem Bett zu schlafen und dann kam mir ein Gedanke nach dem anderen und jetzt liege ich hier zitternd und heule leise vor mich hin. Mein Freund schläft. Er würde wollen, dass ich ihn wecke aber ich will mit ihm nicht darüber reden. Ich weiß nicht, bis heute habe ich versucht mir einzureden, dass es doch nicht dazu kommt aber jetzt kann ich es mir nicht länger vormachen. Nach Weihnachten sitze ich hier wieder alleine. Es wird wieder wie früher, nur schlimmer weil ich jetzt weiß wie es anders ist. Ich habe kennengelernt wie es ist nicht jede Sekunde ,die ich in dieser Wohnung verbringe, daran denken zu müssen was hier für Scheiße passiert ist. Ich weiß jetzt, wie es ist eine Nacht ruhig schlafen zu können, ohne Albträume und ohne Angst. Ich weiß jetzt wie es ist bei einer Angstattacke mitten in der Nacht gehalten und beschützt zu werden. Wie es ist, die halbe Nacht aufzubleiben, um sich um jemand anderen zu kümmern. Wie es ist wenn jemand sich um dich kümmert. Ich weiß jetzt, wie wunderschön es ist, wenn immer jemand bei mir ist. Und das alles macht die Sache so schlimm. Vorher kannte ich es nicht anders und ich habe auch nie in Erwägung gezogen dass es anders sein könnte. Aber jetzt weiß ich wie es ist. Und ich weiß, dass es bald wieder anders sein wird. Und dass wir auch sonst nicht mehr so viel Zeit miteinander verbringen werden können. Ich weiß, dass mein Freund trotzdem wieder schlecht gelaunt sein wird, weil sein Stiefvater ein Ekel ist und dass ich ihm nichts anderes sagen kann als dass er sich das freiwillig wieder angetan habe. Und ich werde diesen Typen noch mehr als Bedrohung sehen als meinen Vater. Mein Vater macht mir schon ne scheiß Angst aber er kann das noch toppen denn auch das war schon vorher so. Wie oft hat es Flashbacks in mir hervorgerufen, wenn sein Stiefvater morgens um 6 Uhr gegen die Türe schlägt? Oft genug.
Ich weiß noch nicht, ob ich diesen Text hochladen werde...ich finde es meinem Freund gegenüber ganz schön blöd das zu schreiben, weil ich weiß wie schwer es ihm gefallen ist eine Endscheidung zu treffen und ich es ihm nicht unnötig schwer machen will. Aber ich bin total am Boden zerstört darüber und damit muss er auch rechnen und der Blog hier ist nunmal dazu, dass ich mir mal was von der Seele schreiben kann worüber ich nicht reden will. Also werde ich es hochladen. Aber danach sollte ich mal versuchen noch zu schlafen auch wenn ich gerade nicht glaube dass das geht. Aber vielleicht kann ih etwas knuddeln, solange das noch jederzeit geht wenn ich will. Gute Nacht ihr Lieben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen