Samstag, 13. Mai 2017

Hallo ihr lieben, es bricht mir das Herz, dass ich so selten zum bloggen komme...Dabei gab und gibt es doch gerade im letzten halben Jahr so unglaublich vieles, worüber ich so gerne geschrieben hätte, all die neuen Erfahrungen, die ich sammle, wie ich damit klarkomme, oder auch nicht klarkomme. Stattdessen schreibe ich dann wenn es hoch kommt einmal im Monat ein paar Zeilen über das, was mich dann aktuell beschäftigt, aber dabei geht so viel verloren, und es wird immer etwas fehlen, das ist schrecklich. Ich habe so viel Herzblut in diesen Blog gesteckt und ich kann mir nicht vorstellen jemals ganz mit dem Bloggen aufzuhören, aber ich weiß auch nicht, wann ich dazu kommen werde, wieder häufiger etwas zu schreiben. Gerade sollte ich eigentlich auch etwas für die Uni tun, aber ich sitze jetzt seit 2 Stunden vor einer Aufgabe und habe so dermaßen keinen Bock mehr und beim googlen über Bewegungsgleichungen und Lösungen von Differnetialgleichungen ist mir in meiner Favoritenleiste mein Blog ins Auge gestoßen und dann habe ich einfach mal vorbei geschaut.
Also, bei meinem letzten Post stand ich kurz vor dem Uni-Start ins zweite Semester. Jetzt sind schon die ersten  vier Wochen rum. Ich habe dieses Semestern 5 Module: Experimentalphysik zu Elektromagnetismus (ExII), Theoretische Physik zu Mechanik (Theo), Mathe, Astronomie und ein Mechanik-Praktikum. Damit komme ich insgesamt auf 28 Stunden, die ich pro Woche in Vorlesungen, Übungen und Experimenten verbringe. Dann habe ich für ExII, Theo und Mathe jede Woche ein Blatt, dass ich bearbeiten und abgeben muss, um mich für die Klausuren zu qualifizieren, dafür kommen pro Woche ca. 20 Stunden Arbeit zusammen. Dann muss ich für mein Praktikum Protokolle schreiben, in denen ich Auswertungen mit aufwendigen Fehlerrechnungen und sowas mache und mich auch noch vor jedem Praktikum auf eine mündliche Abfrage vorbereiten muss, das dauert pro Woche ca. 10 Stunden. Und dazu kommt natürlich noch das Nachbereiten der Vorlesungen, was besonders für Astro sehr zeitaufwendig ist, da wir dort begleitend zur Vorlesung ein Buch des Professors lesen sollen, sagen wir mal ca. 6 Stunden pro Woche. Damit komme ich insgesamt auf eine 64 Stunden Woche. Eine Woche hat gerade mal 168 Stunden, heißt ich habe noch 102 Stunden übrig. Minus 7x8 Stunden Schlaf pro Nacht (haha guter Witz) macht noch 46 Stunden übrig. Dann kommen noch insgesamt 10 Stunden für den Weg Uni-Wohnung, Wohnung-Uni dazu, 36 Stunden übrig. Jeden Morgen fertig machen, 29 Stunden übrig. Hin und Rückfahrt zu unseren Eltern, 26 Stunden übrig. Dort dann Zeit mit unseren Eltern verbringen, vielleicht sogar irgendwann mal Zeit mit meinem Freund alleine verbringen, oder zu einem Geburtstag eingeladen zu sein, gar keine Zeit mehr übrig. Nebenbei ist mir mal aufgefallen, dass man dezent merkt, dass ich Physik studiere und viel mit Mathe zu tun habe, oder? :D Aber es ist einfach traurig sich mal vor Augen zu führen, dass man im Grunde gar keine Zeit für sich selbst mehr hat. Und wenn ich mir die mal nehme, dann um mich mal ne Stunde einfach ins Bett zu legen und gemütlich etwas zu gucken oder so.. Ich habe mir seit 6 Monaten die Haare nicht mehr gefärbt! 6 verdammte Monate! Erstaunlicherweise sind meine Haare noch türkis, bis auf ein paar ausgeblichene Strähnen und den Ansatz. Eigentlich wollte ich sie heute färben, aber ich habe keine Ahnung, wo der Tag schon wieder geblieben ist. Am liebsten würde ich mich schon wieder ins Bett legen, ich bin so müde...Kommt davon wenn man eben erwähnte genommene Zeit für sich dann vom Schlaf abgezogen wird. Hatte ich mir nicht in den Ferien vorgenommen, mich nicht mehr so stressen zu lassen? Naja, erstaunlicherweise bin ich nicht wirklich gestresst, ich bin einfach nur erschöpft. Und ich könnte kotzen, weil ich immer noch keine Lösung für meine Aufgabe gefunden habe!! Mein Freund hängt auch noch bei seiner Mutter, wo ich mal wieder nicht erwünscht bin. Also naja wir haben halt ausgemacht, dass ich samstags Mittags alleine zu meinem Vater fahre und Sven dann abends nachkommt, weil seine Mutter sich vernachlässigt fühlt, aber es ist schon irgendwie scheiße, dass ich die ganze Zeit irgendetwas unternehmen möchte, seine Mutter aber nie Bock hat irgendwohin mitzukommen, und sobald ich dann weg bin immer irgendwas unternommen wird. Das ärgert mich, wie soll ich da nicht das Gefühl bekommen nicht erwünscht zu sein. Genau wegen solchen Leuten fühle ich mich seit Jahren wie ein Stück Scheiße, das keiner will, was wiederum dazu führt, dass ich mich mit meinem Freund streite, der nicht hören will, dass ich mich selbst hasse. Und wie mein Borderline-Fluch es halt so will, bin ich dann auch noch irgendwie sauer, wenn er Zeit mit ihr verbringt, weil ich mich dann total unverstanden und zweitrangig fühle. Ich weiß natürlich, dass das totaler Schwachsinn und absolut überinterpretiert ist, aber ich weiß einfach nicht, wie ich diese Gedanken und Gefühle loswerden soll. Ich versuche schon immer, sowas dann nicht zu sagen, weil ich ganz genau weiß dass das nur so eine temporäre Borderline Kacke ist, aber man merkt es mir oft trotzdem an und dann ist mein Freund auch wieder angepisst, weil er meint, ich würde ihm kaum noch etwas erzählen, aber wenn ich es dann sage ist er genauso angepisst, weil er es nicht nachempfinden kann, weil er sich nie mit meiner Krankheit beschäftigt hat, und als ich mal mit ihm drüber gesprochen habe wurde es nur schlimmer, keine Ahnung was ich da machen soll. Aber naja, ich schätze ich sollte meine Konzentration jetzt mal wieder meinem Aufgabenblatt widmen, ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende, bis dann ihr Lieben.

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