Hallo meine Lieben. Shit, bis ich mit dem Post fertig bin ist vermutlich schon Mittwoch. Aber egal, ich wollte mich nochmal melden, wenn auch 2, oder mittlerweile 3 Tage verspätet. Tatsächlich habe ich in der vergangenen Woche mal was mit mir angefangen :D. Ich hab mich mit einer Freundin, Sven und Svens besten Freund abends getroffen und ein paar Bierchen getrunken. Wir haben uns auf den Spielplatz hinter der Kirche gechillt und hatten einen sehr schönen Abend zusammen. Das habe ich schon viel zu lange nicht mehr gemacht: Mit Freunden nach draußen setzen und dabei was trinken. Das finde ich persönlich viel schöner als in einen Club zu gehen oder sowas. Es ist so ungezwungen, mit ruhiger Atmosphäre. Außerdem habe ich mir mal wieder Zeit genommen, um etwas zu lesen, auch das habe ich ewig nicht mehr gemacht. Dann habe ich einen Filme-Tag mit mir selbst auf der Couch verbracht, auch das tat super gut. Ich war im örtlichen Rossmann und habe mir ein paar neue Pflegeprodukte gekauft und versuche halt momentan einfach mal ein paar Sachen zu machen, die mich entspannen. Ich nehme mir bewusst Zeit dafür. Und es funktioniert, zumindest zeitweise. Vor einer Woche war es noch ganz schlimm, mich hat alles runtergezogen, ich war nur noch angespannt und unruhig, bin wegen jeder Kleinigkeit völlig ausgeflippt. Und nachdem ich dann am Mittwoch Nachmittag vollkommen aufgelöst vor dem Spiegel stand, da ich fast einen Nervenzusammenbruch hatte, nachdem mein Friseur meine Haare 5cm abgeschnitten hat, da ich Spliss hatte, habe ich mir selbst gesagt "es reicht". Und ja, am nächsten Tag habe ich dann angefangen, mich um mich selbst zu kümmern. Und es hat mir geholfen. Und wenn ich jetzt morgens vor dem Spiegel stehe und traurig bin, weil meine Haare ja so furchtbar aussehen, weil sie ein Stückchen kürzer sind, dann nehme ich mir Haarklammern und mache mir eine Frisur, die mir besser gefällt. Schminke mich und ziehe mir meine Lieblingsklamotten an. Oder wenn ich das Gefühl habe, ich bin noch nicht bereit nach draußen zu gehen um einzukaufen oder sonst was zu tun, dann ziehe ich mir etwas flauschiges an, nehme mir einen Schokoriegel, mache mir Tee oder Kaffee (je nachdem was ich gerade besser brauchen kann) und lege mich aufs Sofa, mache einen Film an oder nehme mir ein Buch. Dann war ich eben 5 Stunden später im Supermarkt als sonst, na und? Ich bin niemandem eine Rechenschaft darüber schuldig, was ich wann wie mache, oder eben nicht.
Ihr denkt wahrscheinlich gerade, ich hätte den Verstand verloren, oder? Jedenfalls fühle ich mich so, während ich den Text schreibe. Ich schaffe es irgendwie gerade nicht, das auszudrücken was ich möchte.
Da mein letzer Post sich fast nur mit dem Thema Studium oder Ausbildung beschäftigt hat, will ich da heute mal nicht allzu sehr drauf eingehen. Wahrscheinlich kann ich mich am Donnerstag mit der Frau aus der Klinik treffen, sie hat Svens Mutter aber schon gesagt, dass ich aufgrund meiner psychischen Probleme eigentlich keinen Nachteil haben sollte, das klingt doch schonmal gut, oder? Ich hoffe, ich bin nach Donnerstag wieder ein bisschen schlauer, ich freue mich auf jeden Fall auf das Gespräch.
Ansonsten weiß ich gar nicht so recht, worüber ich schreiben will. Ich bin zwar die meiste Zeit "beschäftigt", aber wirklich was nennenswertes tue ich eben nicht. Ich gehe einkaufen, lese was, treffe mich mit Sven, sehe Filme, gehe Inliner fahren, koche, mache sonstigen Haushalt, gehe mit meinem Vater ne Runde um den See. Sowas halt, nichts nennenswertes. Außerdem versuche ich gerade sowas wie einen geregelten Schlafrhythmus zu entwickeln. Da bin ich aber noch unentschlossen. An manchen Tagen liege ich bis 11 im Bett und bin vollkommen glücklich damit 10 Stunden im Bett gelegen und entspannt zu haben. An anderen Tagen hingegen freue ich mich, wenn ich um halb 9 (für mich richtig früh am morgen) nach 7 Stunden Schlaf aufstehe und morgens bereits viel geschafft bekomme. Aber eigentlich entscheide nicht ich, was von beidem der Fall ist, sondern meine Nachbarn. Wenn gerade mal wieder jemand meint, seinen Balkon komplett neu machen zu müssen, dann kann ich nach 8 sowieso nicht mehr schlafen. Vielleicht versuche ich dann mir einzureden, dass ich jetzt sooo viel Zeit habe, um nicht ganz so angepisst zu sein. Naja, früh aufzustehen ist nicht gerade meine Stärke, wie man vielleicht merkt. Wobei, nein, es hat eigentlich nichts mit der Uhrzeit am morgen zu tun, sondern mehr mit meiner Schlafenszeit. Ich bleibe einfach gerne lange auf, brauche aber auch meine 8 Stunden Schlaf, um fit zu sein. Das hab ich von meiner Mutter, die brauchte auch immer so viel Schlaf. Mein Vater schläft selbst am Wochenende selten mehr als 6 Stunden, das reicht ihm. Tja, und ich bleibe lange wach, schlafe viel und bin dann dazu richtig krass geräuschempfindlich, das passt nicht zusammen. Naja, das was ich hier labere passt auch alles nicht ordentlich zusammen, von daher. Ich werde jetzt mal die Klappe halten, bevor ich noch mehr von diesem Mist hier produziere :D. Bis dann ihr Lieben.
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