Montag, 9. Juli 2012

Alles auf eine Karte

So, jetzt heißt es alles oder nichts. Eine Freundin hat bei einem Mädchen aus Tims Klasse gefragt wo der wohnt, jetzt haben wir die Straße und müssen nur noch das richtige Haus finden. Heute Nachmittag gehen wir hin, mit dem Brief und dann...ja, was dann? Ich werde nicht da klingeln...ich nicht, aber eine Freundin. Sie fragt dann ob er da ist, falls er nicht selbst aufmacht und wenn er da ist bekommt er den Brief. Dann hängt alles von ihm ab. Ein anderes Risiko ist, dass ein anderes Mädel aus meiner Klasse die ich eig nicht mal mag mitkommt und ja, die wirds dann wohlerfahren. Und dieses Mädchen, was Laura nach der Adresse gefragthat weiß jetzt auch, dass "eine Freundin" auf ihn steht. Aber ich scheiß drauf, was die anderen sagen werden, sollen sie doch reden. Sollen sie mich doch alle fertig machen, ich scheiß drauf, es kommt darauf an, was Tim dazu sagt. Es gibt 3 Möglichkeiten: 1. er wird mich verspotten, 2. es entwickelt sich eine Freundschaft, 3. wir kommen zusammen. Ich weiß echt nicht, was ich denken oder erwarten soll, naja, erwarteten tu ich sowieso nichts, dafür war ich Freitag viel zu enttäuscht. Aber eins weiß ich gewiss: so eine Nacht wie die letzte mach ich nicht nochmal durch! Da waren so viele Gefühle und Ängste in mir die sich alle bekämpft haben, es hat sich angefühlt wie ein riesiger Wirbelsturm der ganz viele Messer durch meinen Körper wirbelt. Einmal waren es die Gefühle gegenüber Tim die mich stundenlang wachgehalten haben, dann war da so ein komisches Gefühl meinem Vater gegenüber, dass ich schon lange nicht mehr hatte. Diese panische Angst, morgen um 5 Uhr von seinem rasenden Wecker geweckt zu werden. Erst panisch darauf zu warten, dass er ihn von selbst ausstellt, dann gucken zu gehen und ihn da liegen sehen. Tot. Diese Angst hatte ich nach dem Tod meiner Mutter oft, ich bin morgens ständig von seinem Wecker wach geworden und hatte solche Angst, wenn er ihn nicht direkt ausgemacht hat. Mit der Zeit ist diese Angst weg gegangen, aber letzte Nacht kam sie wieder. Und dazu kamen noch die Erinnerungen an meine Mutter. Früher, wenn ich nachts nicht schlafen konnte habe ich sie immer zu mir ins Bett gerufen. Sie hat sich immer zu mir ins Bett gelegt, mit mir gekuschelt, bis ich endlich schlafen konnte. Oder wenn ich schlecht geträumt habe hat sie mich immer beruhigt. Manchmal hat sie mitten in der Nacht angefangen mit meinen Stofftieren zu spielen nur um mich abzulenken. Ich hab mir letzte Nacht nichts sehnlicher gewünscht, als sie endlich wieder in den Arm nehmen zu können, dass sie zu mir kommt und mir sagt, dass ales gut wird. Aber das ging ja schlecht, außerdem wäre das ja auch gelogen gewesen, gar nichts wird gut werden. Naja, das ganze Gefühls hin und her hat wenigstens bewirkt, dass ich endlich wieder weinen konnte. Ja, und wie ich letzte Nacht geheult hab, ich hab geheult, bis ich Stunden später endlich eingeschlafen bin. Heute morgen bin ich Hundemüde in aller Herrgottsfrüher wieder aufgewacht, mir kam die ganze letzte Nacht wie ein böser Traum vor, aber letztendlich wusste ich genau, dass es keiner war. Naja, bis 10 Uhr hab ich noch Fetzenweise etwas geschlafen, ich hoffe, dass heute dann wenigstens alles einigermaßen klappt, damit ich nächste Nacht nicht wieder so einen Scheiß mitmachen muss, das halte ich nicht aus, das wird mich noch komplett kaputt machen...

5 Kommentare:

  1. danke ;-* der brief liegt im briefkasten, jetzt muss er ihn nur noch finden und lesen..

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  2. Ich stell mir schon vor wie du kreischend da stehst, wenn du ne Sms von dem bekommst :D.
    Das musst du mir unbedingt schreiben, auch wenn du dann im Urlaub bist. :)
    Nur so.... Ich bin Laura :DD
    Also schreib mir ne Sms, wenn der dir ne Sms schreibt. Ok...? :DD Wehe, wenn nicht, ich will das nicht über deinen Block erfahren.

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  3. Du musst noch "Ihm einen Brief zukommen lassen" von deiner To-Do-Liste streichen.:D

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  4. keine sorge ich schreib dir sofort wenn ich die sms hab ;D

    oh ja hast recht ;o

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