Samstag, 27. Januar 2018

Guten Abend Leute. Bitte entschuldigt, ich bin leicht angetrunken, aber ich werde mir Mühe geben, ordentlich zu schreiben. Ich war mit meinem Vater was essen und da wir zu Fuß zum Restaurant gegangen ist, habe ich mir ein paar Gläser genehmigt. Es tat gut, angetrunken und mit einer Zigarette in der Hand durch die kalte Luft zu spazieren, es hat sich angefühlt, wie früher. Wahrscheinlich besonders, weil ich die ganze Woche über extremst Lust hatte, mich zu besaufen. Das widerum liegt daran, dass ich eine extrem beschissene Woche hinter mir habe. Ich bin am Ende, ich will nicht mehr. Es geht mir momentan wirklich wirklich schlecht. So schlecht, dass ich dauerhaft seit 6 Tagen Magenschmerzen habe. So schlecht, dass die Schlafstörungen wieder anfangen. So schlecht, dass ich alles dafür geben würde, dass es aufhört. Ich denke viel darüber nach, mir das Leben zu nehmen, aber Sterben ist nicht das, was ich will. Es wäre eher ein Kollateralschaden. Etwas, was ich in Kauf nehmen müsste, damit es nicht mehr weh tut, damit meine Gedanken endlich Ruhe geben. Ich will nicht mehr denken und ich will erst recht nicht mehr fühlen. Auf dem Tisch liegen noch knapp drei Paletten Antidepressiva, wenn ich die nehmen würde, würde es bestimmt aufhören. Aber dabei würde ich wahrscheinlich sterben. Ich sehe nur keine Ausweg, wie ich meine Still bekomme, ohne dabei draufzugehen, Aber da ich ja eigentlich nicht sterben will, habe ich mich damit begnügt, mir die Haut aufzuschlitzen und Alkohol zu konsumieren. Das ist immerhin ein Anfang. Ich vermisse die Zeiten, in denen ich jeden Tag besoffen war. In denen ich mir schon vor der Schule den ersten Drink gegönnt habe. Es war sehr viel erträglicher zu der Zeit. Sehr viel einfacher. Aber jetzt habe ich einen Freund, mit dem ich zusammen lebe und dem ich Verantwortungsbewusstsein entgegenbringen muss. Ich versuche, in mit einzubeziehen, ich sage ihm, was gerade bei mir Sache ist. Ich erwarte nicht, dass er mir irgendwie helfen kann oder so, aber er hat gesagt, er will es trotzdem wissen. Ich versuche gelegentlich, es ihm verständlich zu machen, aber das ist schwer. Aber ich gebe hier wirklich mein Bestes. Ich rede mit ihm und ich lebe noch, verdammt nochmal und das obwohl alles in mir schreit, dass ich es endlich tun soll. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch kann. Jeden Tag bin ich selbst erstaunt, weil ich denke, dass ich eigentlich schon lange hätte zusammenbrechen müssen. Im Grunde warte ich nur darauf, dass genau das passiert. Ich habe zwar die Schnauze voll davon, auf irgendwas zu warten, aber mir fehlt gerade im Moment einfach die Kraft, etwas zu ändern. Ich glaube, selbst wenn mir die tödliche Dosis Tabletten auf dem Silbertablett serviert werden würde, selbst dann wäre viel zu kraftlos, zu erschöpft...zu müde um sie zu nehmen. Das einzige, was ich im Moment kann ist, mich in Embryostellung auf die Couch zu legen, mich in eine Decke zu kuscheln und irgendwelche Serien zu gucken, die ich schon tausend mal gesehen habe. Kennt ihr die Stelle in Bis(s) zur Mittagsstunde (Im Buch, nicht im Film), wo Bella, nachdem Edward sie verlassen hat, schwere Depressionen bekommt und schildert, wie sie ihre Arme um den Körper schlingt, weil sie Angst hat, dass sie sonst an dem Schmerz zerbrechen würde? Ich finde, das beschreibt es sehr gut. (Auch wenn jetzt wohl niemand mehr auf Twilight steht, ich wette vor 5 oder 6 Jahren standet ihr genauso darauf wie ich :D). Ich suche immer noch nach einem Weg, das was in mir vor geht, für andere verständlich zu machen. Keine Ahnung, ob mir das in diesem Post gelungen ist, doch ich hoffe es. Mir fällt auch nichts mehr ein, was ich noch hinzufügen könnte, also werde ich es einfach lassen. Ich hoffe sehr, euch geht es besser als mir und ich wünsche euch wie immer einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche, vielleicht schaffe ich das ja auch. Bis dann!

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