Samstag, 6. Januar 2018

Frohes neues Jahr meine Lieben! Es ist erst der 6. Januar und es kommt mir schon so vor, als wäre das Jahr ewig lang. Für das neue Jahr habe ich mir zumindest einen Vorsatz gemacht: Ich will wieder einmal pro Woche bloggen. Dieser Blog hat mich durch die schlimmsten und durch die besten Zeiten meines Lebens begleitet und es gefällt mir nicht, wie sehr ich ihn im letzten Jahr vernachlässigt habe. Natürlich hatte ich viel damit zu schaffen, mich in Bonn und in der Uni einzugewöhnen und meine Freizeit hat sich auf ein Minimum begrenzt, aber ich schätze nach über einem Jahr könnte ich mal sagen, dass ich mich eingewöhnt habe und ich werde mir die Zeit jetzt einfach nehmen. Außerdem möchte ich mich wieder davon distanzieren, dass meine Posts Berichte davon sind, was ich alles irrelevantes für die Uni gemacht habe. Klar, die Uni ist ein großer Bestandteil meines Lebens, aber ich möchte euch wieder mehr daran teilhaben lassen, was mich gerade beschäftigt, was ich empfinde und sowas. Außerdem denke ich, wenn ich mir einmal die Woche die Zeit nehme, meine Gedanken zu ordnen, wird es mir auch wieder etwas besser gehen. Ich habe die Befürchtung, dass dabei zwar wieder viele "Jammer-Posts" rauskommen, aber dann ist das eben so, ich habe halt mehr schlechte als gute Tage, ich werde mir Mühe geben, auch über die guten Sachen zu schreiben, aber schlechte Gefühle bleiben meistens länger im Gedächtnis, das kennt glaube ich jeder von euch. Damit ich mir die Zeit zum bloggen auch wirklich nehme, werde ich das immer am Wochenende machen, wenn ich bei meinem Vater bin. Da habe ich denke ich die meiste Zeit, weil ich auch mal etwas länger auf bin als unter der Woche und es bloggt sich nachts nunmal am Besten. So, dann hoffe ich mal, dass ich diesen Vorsatz auch einhalten kann und dann würde ich sagen, geht es jetzt mal mit dem richtigen Post los:
Also, wie ihr vielleicht schon rausgehört habt, geht es mir in letzter Zeit nicht ganz so gut. Ich denke, das liegt erstmal allgemein an der Jahreszeit, wegen Weihnachten und Mamas Todestag, der keine zwei Wochen mehr entfernt ist. Aber es ist noch mehr als das. Wie ihr vielleicht auch schon rausgehört habt, streite ich momentan sehr viel mit meinem Freund. Ich gehe einfach richtig schnell an die Decke, bin wegen jedem Scheiß direkt sauer und fühle mich von ihm sehr unverstanden. Er hat seine Medikamente mittlerweile absetzen können, worüber ich wirklich sehr sehr froh bin, aber dadurch hat sich leider an der Art, wie er mit mir umgeht nicht viel geändert. Ich weiß gar nicht, wie ich "die Art wie er mit mir umgeht" beschreiben soll. Es ist halt hauptsächlich, dass ich mich unverstanden fühle. Er geht ganz anders mit meinen Problemen um als früher. Als ich ihn darauf angesprochen habe hat er gesagt, dass er damit bezwecken will, dass sich auch bei mir etwas daran ändert, wie ich damit umgehe. Ich habe ihm schon oft gesagt, dass er mir damit nicht hilft, im Gegenteil, es sorgt eigentlich immer dafür, dass es mir noch schlechter geht. Ich meine, er ist nicht mein Therapeut, es ist nicht seine Aufgabe und von meiner Seite aus auch absolut nicht erwünscht, dass er mich in einer distanzierten Art und Weise in ein anders Verhaltensmuster lenkt. Aber es ist egal, wie oft ich versuche, ihm das zu sagen, er will es einfach nicht verstehen. Er sagt mir dann, dass er nicht weiß, wie er sonst damit umgehen soll. Ich erkläre ihm dann immer wieder, dass ich in solchen Momenten nur ein wenig Verständnis brauche. Ich will keinen genervten Freund haben, der mir ein Dilemma vor die Füße klatscht und mir immer wieder sagt, dass ich mich für eine der zwei oder drei beschissenen Möglichkeiten entscheiden muss, das weiß ich nämlich selber, deswegen fühle ich mich ja scheiße. Ich brauche jemanden, der mich dann in den Arm nimmt, Verständnis dafür hat, dass ich gerade überfordert bin und mich von meinem Problem distanziert. Solange ich mich nämlich nicht beruhigt habe, macht eine Konfrontation nämlich überhaupt keinen Sinn, ich schmettere eh alles ab was man mir dazu sagen will, weil ich gerade keinen Bock habe, mich damit auseinenderzusetzen. Das ganze endet natürlich immer in einem Streit und damit, dass ich meinem Freund vorwerfe, dass er nicht mehr mit mir umgehen kann. Das verletzt ihn natürlich, das kann ich auch verstehen, aber es ist leider die Wahrheit. Und ich habe absolut keine Ahnung, wie wir das wieder hinbekommen sollen. Ich will so oft versuchen, mit ihm eine Lösung zu finden, aber es endet halt immer im Streit, weil wir beide total überfordert mit der Art des anderen sind. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht mit ihm Schluss machen oder so, falls das jetzt so klingt. Aber es muss sich etwas ändern, sonst gehe ich daran kaputt. Ich liege die halbe Nacht wach und gehe im Kopf Dialoge durch, überlege, was ich am Besten sagen kann, was für Lösungen ich vorschlagen kann, aber ich schaffe es eigentlich nie wirklich zufriedenstellend auszudrücken, was ich meine.
Ab Montag, wenn die Uni wieder los geht, kommt noch etwas hinzu, was mir ganz und gar nicht gefällt. Vor den Ferien hat mein Freund es nämlich vorgezogen, die halbe Nacht zu zocken und dementsprechend lange zu pennen. Ich bin schon morgens um halb 5 wach geworden und er saß noch am Pc. Oder wenn ich nicht so lange Uni habe oder in der Mittagspause nach hause fahre oder so, komme ich um 13 Uhr in unsere Wohnung und er pennt immer noch. Zur Uni geht er auch nur noch einmal pro Woche, den Haushalt darf ich aber trotzdem alleine machen. Er schläft, isst und zockt eigentlich nur. Das stört mich ebenfalls sehr. Ich kann verstehen, dass die Uni eine "keinen Bock auf nichts" Einstellung auslöst, solche Phasen habe ich auch, aber haben andere Menschen noch nie etwas von Überwindung gehört? Und wenn man schon nicht zur Uni geht, dann könnte man sich wenigstens mal um seinen Bafögantrag kümmern, oder mal spülen oder die Wäsche zusammenlegen oder IRGENDWAS. Aber das ist wohl auch zu viel verlangt. Hmm okay, irgendwie meckere ich schon wieder die ganze Zeit nur. Das klingt echt so, als ob Sven der größte und faulste Hurensohn auf dem Planeten ist. Naja gut, faul ist er, aber er ist kein Hurensohn. Zumindest wenn ich gerade nicht sauer auf ihn bin :D. Ab und zu sind wir auch schonmal nett zueinander und haben uns lieb und so, aber das ist ja nicht spektakulär, darüber schreibt man ja nicht. Aber keine Sorge, wir haben uns sogar ganz doll lieb. Und heute Abend fahren wir mit Charis zur "Dorfdisko", das ist in dem Laden wo wir letztens schon hinwollten, aber hatte da aber zu. Total dämlich, die haben nur jeden ersten Samstag im Monat auf. Ich hab eigentlich nicht so viel Lust, aber naja, mal sehen wies wird, ich steh einfach nicht so sehr auf Disko. Und ich darf nichtmal was trinken, weil ich fahren muss :(. Tragisch. Aber ich sollte momentan wahrscheinlich sowieso besser nicht trinken. Eigentlich sollte ich wahrscheinlich am besten gar nicht mehr trinken, aber nein danke, dafür bin ich zu gerne betrunken. Naja, das war erstmal alles, was ich auf der Seele hatte, ich melde mich spätestens in einer Woche wieder. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche, bis dann!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen