Guten Abend zusammen. Okay, nach meinem Post von Mittwoch ganz ganz früh morgens war mal wieder Stille. Naja, ich hab auch nicht so viel gemacht. Mittwoch, Donnerstag und Freitag halt Schule, außer Freitag auch immer Langtag, danach hab ich eh nicht mehr viel gemacht. Naja, Freitag war dann schon cooler. Ich war mit meinem Freund in der Stadt und wir haben endlich die Bong gekauft! *-* Die musste abends dann natürlich erstmal getestet werden....es sollte eine krasse Nacht werden. Ich hatte bis dahin noch nie Bong geraucht und mein Freund hat auch nicht so viel Ahnung, also haben wir erstmal eingeschmissen. Erst waren wir voll empört, weil das Gras anscheinend nicht richtig wirken wollte, also haben wir noch mehr geraucht, natürlich viel zu viel. Und dann kam die volle Wirkung auf einmal. Ich kann nur sagen, wie es bei mir war, aber ich glaub bei meinem Freund war es ähnlich. Also, erst habe ich mich benebelt gefühlt, also haben wir das Fenster geöffnet und was getrunken. Ich hatte immer wieder das Gefühl, gleich weg zu gleiten, aber ich wollte wach blieben, also habe ich dagegen angekämpft. Aber es wurde immer schlimmer und hat sich nicht einfach nur angefühlt, als würde ich gleich einschlafen. Es war mehr so, als wäre ich immer wieder kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren, allerdings mit dem Wissen, dass ich nicht wieder aufwache, wenn ich das zulasse. Also ums auf den Punkt zu bringen: ich hatte das Gefühl zu sterben und hatte die ganze Zeit über Todesangst. Nicht so geil. Um nicht das Bewusstsein zu verlieren habe ich mich immer wieder an meinem Freund festgeklammert und geschrien, dass ich nicht gehen will und ihn gebeten mich auch nicht gehen zu lassen. Irgendwann kam mir der Gedanke, dass es vielleicht mein Freund ist, der stirbt und nicht ich und das war noch viel schlimmer. Joa, dieser Zustand hat dann so 2-3 Stunden angehalten, danach wurden wir wieder klarer. Ich denke nicht, dass das allzu gefährlich war, es hat sich nur halt wie sterben angefühlt. Also glaube ich zumindest, ich kanns ja nicht besser beurteilen. Aber wenn es sich wirklich so anfühlt, wenn man stirbt, dann möchte ich wenn es soweirt ist auf jeden Fall alleine sein. Denn wenn du glaubst, es ist gleich vorbei, ist es ein sehr schlimmes Gefühl, sich an die Person, die man liebt zu klammern und zu denken, dass man so nie wieder zusammen sein kann. Dass es bald für immer vorbei sein wird. Einerseits habe ich gedacht, ich sollte mich verabschieden, andererseits wollte ich das einfach nicht zulassen und hab mich fester an ihn geklammert. Wenn man alleine ist, so empfand ich es zumindest, als ich vorhatte zu sterben. denkt man zwar an die Menschen, die man liebt und man muss bei dem Gedanken, sie zurück zu lassen auch echt krass heulen, aber, ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Man wird halt nicht so herausgerissen, sag ich mal. Okay, ich glaube es versteht keiner was ich hier versuche zu erklären. Ist ja auch egal. Die restliche Nacht haben wir Nicknight geguckt und gekuschelt und waren glaube ich beide sehr froh, dass wir wieder normal drauf waren.
Der Samstag war dann erstmal nicht so spektakulär, halt die normalen Samstagspflichten. Abends wollte ich dann eigentlich mit der Familie von meinem Freund grillen, aber da das Wetter so unsicher war, haben wir bei ihm zu hause etwas zusammen gekocht. Dann war ich noch bis 5 Uhr bei ihm, aber zumindest ich war ziemlich müde und psychisch auch nicht so auf der Höhe, keine Ahnung, hatte wieder mega viel Angst und so. Aber naja. Heute hab ich dann erstmal wieder seit 50 Stunden geschlafen, zwar auch nur 4 oder 5 Stunden, aber das ist besser als nichts. Es meinen immer alle, man könnte nicht ewig am Minimum weiter machen, aber man kann. Seit den Ferien habe ich unter der Woche immer so zwischen 0 und 6 Stunden geschlafen, die letzten 2 Wochen nie mehr als 5 Stunden pro Nacht, meistens weniger, die Wochenenden durchgemacht. Diese Woche auch immer zwischen gar nicht und 5 Stunden und dann 2 Tage durchgemacht, jetzt n paar Stunden geschlafen und trotzdem merke ich nichts davon. Klar bin ich morgens wenn ich dann aufstehen soll total im Arsch, aber das geht dann nach 2 Stunden und ich mach einfach ganz normal meinen Scheiß. So, also heute habe ich mich dann um 2 mit ein paar Freunden im Ort getroffen und wir haben uns um ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin gekümmert. Danach haben wir noch was gequatscht und sind wieder nach hause. Dort habe ich dann ein paar Hausaufgaben gemacht und geputzt. Zwischendurch bin ich dann ein bisschen ausgerastet und habe den vollen Putzeimer vom Flur bis ans Ende der Küche geschleudert und ne Schranktür kaputt getreten, weil ich heute vom Tag generell ein bisschen angepisst war und joa, dann durfte ich erstmal ein bisschen Zeit dafür investieren die Wohnung wieder trocken zu kriegen und die scheiß Tür zu reparieren. Danach bin ich dann einfach für den Rest des Tages raus gegangen. Gut, dann wäre jetzt zu klären, was mit dem Tag denn nicht gestimmt hat...Also, erstmal Stichwort Muttertag. Nicht gerade dein Lieblingstag, wenn deine Mutter nicht mehr da ist. Meiner Meinung nach auch nach dem Todestag und Weihnachten der schlimmste Tag im Jahr. Und keine Ahnung, wenn ich dann höre und sehe wie alle anderen was mit ihren Müttern unternehmen, nur du nicht, dann fühlt man sich so unglaublich alleine...Naja, ich bin dann halt draußen rum gelaufen. Erstmal zum Friedhof. Dort bin ich fast ne Stunde sitzen geblieben, um am Muttertag auch etwas Zeit mit meiner Mutter zu verbringen. Oder zumindest etwas in der Art. Ich hab ihr Blumen gebracht und eine Kerze angezündet und mich dann einfach dahin gesetzt. Hab versucht in Gedanken irgendwie mit ihr zu kommunizieren. Und meine Tränen zurückgehalten. Naja, eigentlich musste ich das gar nicht. Mir sind immer wieder die Tränen in die Augen geschossen, aber weiter auch nicht. Ich war so traurig, dass ich nichtmal mehr richtig heulen konnte, einfach weil es so weh tat, dass ich nichts anderes machen konnte, als zu hoffen, dass es schnell vorbei ist. Irgendwann bin ich dann halt wieder gegangen und bin noch so was rum gelaufen oder hab mich irgendwo hingesetzt und nachgedacht. Oder mich erinnert. Oder was auch immer. Ich hab mich lange nicht mehr so einsam gefühlt wie heute. Ich saß auf einer Bank am See, höre 'Otherside' von den Red Hot Chilli Peppers und sehe den letzten glücklichen Familien zu, wie sie sich entfernen. Dann sitze ich da, habe die Musik im Ohr und bin so verlassen wie ich mich schon die ganze Zeit gefühlt hatte. Ich frage mich immer wieder, wie sich sich gefühlt hat, als sie gestorben ist. Ob es weh tat. Ob sie noch etwas gedacht hat. Ob sie wusste, dass sie gerade stirbt. Ob sie dagegen abgekämpft hat. Und wenn ja, wie verzweifelt sie war, als sie begreifen musste, dass der Kampf verloren war. Oh Gott, ich will gar nicht drüber nachdenken. Weil ich es einfach so unfair finde! Was hat sie denn bitte getan, dass sie so sterben musste? So früh und so grausam? Und damit bin ich dann auch mal bei meinem Grund für den Ausraster angekommen. Weil ich einfach so wütend auf Gott und die Welt und das Schicksal oder was auch immer für so eine verfickte Scheiße verantwortlich ist, bin! Weil es einfach so ungerecht ist! Nicht für mich, sondern für sie. Niemand sollte nach einem eigentlich erfolgreichen Kampf gegen Krebs mit 47 an der Dummheit von Ärzten sterben! Was ist das bitte für eine beschissene Welt? Ich könnte schon wieder alles kaputt hauen wenn ich wieder drüber nachdenke! Und dann wundern sich alle, warum man sich mit Alkohol, Drogen und sonstigen Süchten Körper und Gesundheit zerstört. Achja, dazu fällt mir auch noch was ein. Als ich gestern Abend mit meinem Freund einkaufen war, haben wir meinen Vater dort getroffen. Dummerweise hatte ich oben nur ein Top an, das heißt, man hat meine ganzen Narben gesehen. Sonst habe ich immer eine Jacke drüber, wenn ich Kontakt mit meinem Vater habe, aber ihn dort zu treffen habe ich wirklich nicht erwartet. Aber jetzt ist es zu spät. So wie er auf meinen Arm gestarrt hat weiß er, dass da neue narben bei sind. Shit. Er hat mich heute nicht darauf angesprochen. Aber als ich eben ein Bad genommen habe, ist er wieder rein gekommen und hat meinen Körper begafft. Das hat er früher, bevor meine Therapeutin ihm gesagt hat, ich würde mich nicht mehr ritzen, auch ständig gemacht. Abgesehen davon, dass ich nicht kontrolliert werden will, finde ich es auch echt zum kotzen wenn mein Vater mich nackt sieht und meine Titten angafft. Am liebsten hätte ich irgendwas nach ihm geworfen, aber ich hatte grad nichts zur Hand. Danach hatte ich erstmal wieder mega Angst. Als er es das erste Mal getan hat, ist er auch mit mir baden gegangen. Und hat irgendwann angefangen mich zu betatschen und ich sollte ihn auch anfassen und ich wollte damals nur, dass mein Vater mich liebt, also habe ich alles gemacht, was er wollte. Erst als er seinen Penis in meine Fotze gesteckt hat, habe ich geschrien und geheult, er sollte aufhören, aber er hat mir nur eine gescheuert, mir gesagt, ich solle still sein und einfach weiter gemacht. Ich hätte ihm ins Gesicht treten sollen, anstatt heute Nachmittag die halbe Wohnung zu zerstören. Naja. Wie auch immer. Ich habe jetzt genug eurer Zeit in Anspruch genommen, keine Ahnung, was ich jetzt mache, aber euch habe ich lange genug genervt. Einen schönen Abend noch. Bis dann.
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