Hallo, haha das mit dem regelmäßig melden hat ja schon wieder super geklappt.
Also, am Dienstag war ich tatsächlich nicht mehr beim Gitarrenunrerricht. Aber nur, weil ich vorher eingeschlafen bin und verpennt habe. Ist mir noch nie passiert xD Am Mittwoch war ich dann aber in der Schule. Naja, war halt Schule, gibts nichts besonderes drüber zu sagen. Nach der Schule war ich bei meinem Freund und wir haben zusammen gekocht. Spaghetti Bolognese omnomnomnomnom ♥ Donnerstag dann mal wieder 10 Stunden Schule, ein schöner Streit mit meinem Vater, der mich vor der Schule über den halben Parkplatz laut angeschrien hat, sodass das auch ja jeder mitbekommen konnte. Herrlich. Dann hat der abends auch noch Geburtstag gefeiert, meine Familie war da und ich hab mich volllaufen lassen. Aber sie waren nicht so schlimm wie erwartet. Mein einer Cousin, mit dem ich früher so dicke war. war ausnahmsweise mal nicht auf Drogen und wir haben sogar ein paar Worte gewechselt. Er verpisst sich aber bald wieder zurück nach Hamburg. Naja, whatever. Nachdem das dann vorbei war, bin ich zu Laura gefahren, die mit ein paar Mädels in den Mai gefeiert hat, und hab mich zu ihnen ans Feuer gesetzt. Dort war die Atmosphäre dann sehr schön und wir waren noch bis 1 dort. Dann bin ich wieder nach hause gefahren und hab was geschlafen. Am nächsten Tag dann um 13 Uhr wieder bei Laura sein, denn wir haben begonnen, mit ner Gruppe aus Päda einen Film zu drehen. Ich hatte ziemlich viel Angst vor diesem Film, einmal weil ich nicht wusste, was es mit mir macht, ein Missbrauchsopfer zu spielen und zweites hab ich befürchtet überhaupt das Spielen nicht hinzubekommen. Aber es ging alles, und wir hatten richtig viel Spaß dabei. Direkt für die erste Szene war der Selbstmord angesetzt und wir mussten mir mit Karnevalsfarbe Blut auf mein Handgelenk schminken. Nunja, ich bin gespannt, wie das in dem Film dann aussieht. Ja, dann waren da halt noch ein paar Gewaltszenen, in denen mein Vater, der von meinem Freund gespielt wurde, mich verprügelt oder zu mir ins Bett kommt, da mussten wir dann halt mit der Kamera so arbeiten, dass man nur sieht, wie er mit nem Gürtel ausholt, man aber nicht mehr sieht, wie er zuschlägt, sondern einfach Soundeffekte einfügt. Wie gesagt, wir hatten sehr viel Spaß. Nach 5 Stunden haben wir für den Tag Schluss gemacht. Danach war ich noch bei meinem Freund, wir haben gegrillt, uns n Joint gegönnt und ich hab dort geschlafen. Naja, was heißt geschlafen, wir haben uns um 5 hingelegt und waren um 7 wieder wach. Viel geschlafen. Um 12 hieß es dann wieder am 'Set' sein, es wurde weiter gedreht, wir mussten noch draußen ein paar Sachen drehen und Geräusche und Stimmen aufnehmen. Das hat auch alles nochmal 4 Stunden gedauert, aber jetzt sind wir mit drehen endlich fertig. Anstrengend war es schon, das muss ich zugeben. Aber ich bin gespannt, wies am Ende aussieht, muss ja noch geschnitten werden. Naja. So, dann bin ich erstmal nach hause gegangen, hab was aufgeräumt und durfte anschließend an einer Versammlung vom Kaninchenverein teilnehmen. Es war genauso langweilig wie es klingt :D. Naja, dann wieder zu meinem Freund, erstmal was futtern, mit dem Hund gehen, einen rauchen und dann im Bett chillen. Dort hatte ich dann erstmal 2 oder 3 kleine Flashbacks. Aber zum Glück die harmlose Variante. Das ist dann etwa so, dass ich nur ganz kurz, 10-20 Sekunden in eine frühere Situation zurückgeworfen werde. Und im schlimmsten Moment zucke ich dann kurz zusammen und bin wieder da. Zum Beispiel in dem Moment, wo der Gürtel runterknallt oder mein Erzeuger in mich eindringt. Das ist dann quasi auf eine ganz kurze Zeit komprimiert scheiße viel, aber es klingt sehr schnell wieder ab. Viel schlimmer sind die Flashbacks, bei denen ich teilweise über Stunden alle möglichen Situationen wieder durchleben darf, die sind auch recht selten und ich hatte schon keine Ahnung, 2-3 Wochen keine mehr. Zum Glück. Danach bin ich nämlich erstmal wieder ziemlich im Arsch. Joa naja und jetzt bin ich bei heute angekommen. Bin um halb 5 von meinem Freund nachhause gebracht worden und hab mich erstmal bis halb 2 schlafen gelegt. Dann habe ich Hausaufgaben gemacht und habe jetzt keinen Bock mehr, also liege ich mit Laptop bewaffnet im Bett und dachte ich melde mich mal wieder. Boa und vor 2 Stunden ungefähr wars richtig eklig. Ich wollte ins Badezimmer gehen und plötzlich wusch! Mir ist so schwindlig geworden und die Welt ist fast komplett schwarz geworden, fast wäre ich umgekippt. In abgeschwächter Form hatte ich das gestern Morgen auch, kündigt halt so Dreckszeug wie Flashbacks an, bisher war aber noch nix. Naja, ist für mich kein Grund mehr, mich verrückt zu machen, ich habe so oft Flashbacks und heute passiert auch nichts spannendes mehr, also bin ich vermutlich eh nur im Bett. In 2 Stunden will mein Vater nur mit mir essen gehen. Ich hasse es mich mit ihm in der Öffentlichkeit blicken zu lassen, da muss ich dann immer einen auf Happy Family machen, richtig widerlich. Okay naja, es wird langweilig für euch, wenn ich über Sachen schwafel, die ich schon 100 Mal geschrieben habe. Also lassen wir das. Kommen wir stattdessen zu etwas anderem. Ich habe schonmal geschrieben, dass ich versuche mich an kleinen Dingen entlang zu hangeln, auf die ich mich freue, quasi um am Leben zu bleiben. Die nächsten Sachen, die anstehen wären, erstmal nächsten Samstag, da feiert eine Freundin ihren 18. Geburtstag. Dann kommt Pfingsten, hier ist dann eine schöne Kirmes, mit Tabletten und Alkohol gegen die ganzen Menschen hab ich da eigentlich immer viel Spaß. Joa, das sind jetzt erstmal meine Anhaltspunkte für diesen Monat.
So, eigentlich müsste ich jetzt noch für Bio und Englisch was lesen, aber ich finde den Gedanken, im Bett liegen zu bleiben doch irgendwie besser, da bin ich leider grad recht unmotiviert. Also werde ich euch noch weiter auf die Nerven gehen und einfach mal so erzählen, was in meinem Kopf so vor sich geht. Hmm. Also, ich höre grade das Lied Roads untravelled von Linkin Park. Bei dem Satz 'It's the worst kind of pain I've known' habe ich an einen Spruch gedacht, den ich heute Morgen auf Tumblr rebloggt habe. Ich weiß nicht mehr auswendig, wie der ging, auf jeden Fall irgendwas vonwegen, du weißt erst was richtiger Schmerz ist, wenn die Klinge nicht mehr weh tut. Ah Moment ich hab nachgeguckt, er ging so: 'You don't know true pain until you put a razor in your skin and still feel nothing.' Den Spruch fand ich zunächst echt heftig. Ich finde auch, man kann das nicht so sagen. So geht es, wenn man ganz unten ist. Aber man muss ja nicht direkt gleich ganz unten sein. Richtiger Schmerz ist es meiner Meinung nach immer wenns innerlich weh tut. Und mein bla bla von individuellem Schmerz und so. Naja, rebloggt habe ich das, weil ich dieses Gefühl kenne. Wenn es einem so beschissen geht, dass kein Schnitt der Welt das übertönen könnte. Wenn ich heute auf mein Handgelenk gucke und über die verbliebene Narbe fühle, denke ich auch 'und das hast du angestellt?' weil ich es nicht gespürt habe. Ich war in dem Moment so verzweifelt und wollte nicht mehr, ich meine es gehört glaube ich schon viel dazu, wenn ein Mensch so weit geht und die Klinge über die Pulsader zieht. Ich habe ein paar Mal durchgezogen, aber es tat einfach nicht weh. Ich lag im Bett, aus meinen Adern strömte das Blut raus, aber ich hatte keinen körperlichen Schmerz. Irgendwann aber, als Blut meinen Arm entlang gelaufen ist und auf dem Boden eine kleine Pfütze hinterlassen hat, habe ich realisiert, dass es gleich wahrscheinlich wirklich vorbei sein könnte.Also habe ich mir von meinem Nachttisch Papier und Stift genommen und ein paar Sätze zum Abschied geschrieben. Als ich fertig war, war der ganze Block voll Blut. Und dann hats bei mir Klick gemacht. In dem Moment habe ich mir dann vorgestellt, wie die Leute, denen der blutige Fetzen gewidmet war, diesen in den Händen halten, den Schmerz in ihrem Blick... Also habe ich dafür gesorgt, nicht zu sterben. Was mir offensichtlich auch gelungen ist, sonst könnte ich das nicht schreiben. Eigentlich versuche ich es zu vermeiden über sowas zu schreiben, weil ich weiß, wer das lesen wird. Aber der Blog ist ja eigentlich dazu da, mir solchen Scheiß von der Seele zu schreiben. Trotzdem schreibe ich gerade über sowas lieber privat, wo niemand es lesen muss. Denn eigentlich weiß ich, wie es sich anfühlt, ich war auch schon in umgekehrter Position. Man fragt sich, warum nicht mehr tun konnte, fühlt sich schuldig, fragt sich, warum man vorher nichts gemerkt hat und so nen Scheiß. Aber da ich beide Seiten kenne, kann ich euch sagen, es gibt kaum etwas, das man hätte tun können. Klar, man kann für die Person da sein, versuchen, an sie heran zu kommen und so, aber wenn jemand beschlossen hat zu gehen, dann gibt es wirklich so gut wie keine Möglichkeit das zu ändern. Und ja, man beschließt sowas eigentlich schon einige Zeit zuvor. Als ich noch jünger war, habe ich mir jeden Abend vor dem Einschlafen gesagt, dass ich nicht in einer Welt leben möchte, in der es meine Mama nicht mehr gibt. Ich habe vor Gott geschworen, dann so schnell ich kann auch zu gehen. Als meine Mutter dann wirklich gestorben ist, hat mich eigentlich wirklich nichts mehr am Leben gehalten. Ich hatte nur ganz einfach nichtmal mehr die Kraft, mir das Leben zu nehmen, ich war so am Ende. Dann kam der Tag, an dem ich es zum ersten Mal versucht habe. Zugegeben ein sehr halbherziger Versuch, denn ein Gedanke an meine Freunde hat gereicht und ich habe gleich die Blutung gestoppt, was auch nicht allzu schwer war. Heute, vielleicht 1,5 Jahre später sieht man die Narbe kaum noch.
Tja, aber dann kam der Tag vor einem Monat oder so. Ich hatte seit ein paar Wochen wieder starke Selbstmordgedanken, hatte die Abschiedsworte quasi schon im Kopf, die Klingen scharf. Und dann kam der Morgen und ich hatte einen riesigen Krach mit meinem Vater. Und dann habe ich es halt gemacht. Seitdem habe ich diese Gedanken immer noch ab und zu, keine Frage. Aber nicht mehr so schlimm wie vorher. Außerdem habe ich jetzt dieses Bild eingebrannt, der Ausdruck im Gesicht von geliebten Menschen, wenn sie realisieren, was ich getan hatte. Glaubt mir, das schreckt einen ab es je wieder zu versuchen. Okay, so zack jetzt ist es auch endlich mal raus. Von meinem 2. Versucht hatte ich nicht erzählt, weil ich eigentlich gar nicht wollte, dass es jemand weiß. Aber jeder der das hier ließt und mich kennt, hats eh gesehen und lügen konnte ich noch nie. Hier hatte ich zu dem Tag nur gesagt, dass es mir nicht gut ging und ich ein paar Sachen kaputt gemacht habe. Joa, was ich kaputt gemacht habe, war zufällig meine Pulsader. Ich weiß nicht mal, warum ich das jetzt überhaupt erzählt habe. Naja, jetzt ist es raus und ich habe keine Lust es wieder zu löschen. Und wie gesagt, ich nehme an, wer meine Hand gesehen hat, hat mir Ausreden über Unfälle mit Glasscherben und Tischtennisplatten eh nicht geglaubt. So und beim schreiben und denken über das Geschriebene ist über ne Stunde vergangen, dann ist der Tag wenigstens bald zuende, ich muss gleich nur noch das essen gehen überstehen. Wofür ich mich dann auch mal fertig machen sollte. Ich hatte eigentlich gar nicht geplant, so viel zu schreiben, aber ich habe mich irgendwie darin verloren. Naja okay, dann verabschiede ich mich mal langsam und wünsche euch noch einen angenehmen Abend, lasst das Wochenende entspannt ausklingen :) bis dann.
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