Samstag, 1. Mai 2021

30 days writing challenge

 Huhu ihr Lieben! Zu allem, worüber ich letztes Mal geschrieben habe gibt es leider noch nicht viel Neues, deshalb werde ich da nicht weiter drauf eingehen. Nur eine kurze Info: Die OP von meiner Schwiegermama hat am Montag stattgefunden und ist auch soweit gut verlaufen. Wie es jetzt weitergeht wissen wir noch nicht, aber es wurden keine weiteren Metastasen gefunden, was ja schonmal ganz gut ist. 

Heute schreibe ich aber mit einem anderen Anliegen. Ich habe jetzt bis Pfingsten Urlaub und danach wahrscheinlich wieder Online Unterricht, daher habe ich den Mai auserkoren für etwas, was ich schon seit einer Weile machen möchte: Die 30 days writing challenge. Das heißt die nächsten 30 Tage gibt es jeden Tag einen Post von mir, in dem ich über ein bestimmtes Thema schreiben werde. Heute fange ich also mit Tag 1 an.

Beschreibe deine Persönlichkeit.

Das empfinde ich tatsächlich schon als eine schwierige Aufgabe. Ich glaube, wie ich mich selbst wahrnehme unterscheidet sich sehr von dem, was andere in mir sehen. Ich sehe außerdem eine große Diskrepanz zwischen der Person die ich bin und wer ich gerne sein würde. Was ich über meine Persönlichkeit sagen kann ist, dass ich, wenn etwas mein Interesse geweckt hat super ehrgeizig und zielstrebig bin. Ich bin außerdem viel zu perfektionistisch und lege mir damit ständig selbst Steine in den Weg, weil ich viele Dinge gar nicht erst anfange, da ich davon ausgehe, dass ich ohnehin scheitern würde. Was natürlich total dämlich ist. Anfangen ist nur der schwerste Schritt. Desweiteren bin ich ein eigentlich sehr strukturierter Mensch und muss immer alles ganz genau planen. Weicht dann etwas spontan von meinem Vorhaben ab, kann ich sehr impulsiv und ungemütlich werden. Danach habe ich den Menschen gegenüber, die das miterleben mussten, immer ein super schlechtes Gewissen, weil ich eigentlich gerne ein besserer Mensch für meine Liebsten wäre. Ich möchte mehr für die Menschen da sein, die mir wichtig sind, was oft dazu führt, dass ich viel zu sehr mitleide. Oder viele denken, dass ich genug mit meinen eigenen Problemen zu tun habe, um mich auch noch um ihre zu kümmern. Ich wünschte, das würden sie nicht denken. Die Probleme von anderen Leuten sind eine willkommene Abwechslung und ich freue mich immer sehr, wenn mir jemand seine Gedanken anvertraut. Und noch glücklicher macht es mich, wenn ich dann auch noch helfen kann. Deshalb liebe ich meinen Job in der Psychiatrie so sehr. Ich habe die Schnauze voll davon, pessimistisch zu sein und den Kopf in den Sand zu stecken. Stattdessen will die die Scheiße, die ich erlebt habe nutzen, um anderen zu helfen. Damit kann ich meine negativen Erfahrungen sogar in etwas positives Umwandeln, was dem Ganzen irgendwie einen Sinn verleiht. In den Momenten, in denen ich das wirklich verinnerlichen und beherzigen kann, mag ich mich selbst auch viel mehr als sonst. Selbstwertgefühl ist nämlich etwas, woran ich definitiv noch arbeiten muss. Aber ich bin sehr bereit es mit meinen Baustellen aufzunehmen, denn ich will lernen, das Leben zu lieben. Und zwar so richtig und nicht nur manchmal. 

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